Mit einem neuen Hauptsponsor ändert sich auch der Name des Rennteams von Marco Schelp. Im vergangenen Jahr ging das Team aus der Hauptstadt unter „Topautoteile.de-Motorsport“ an den Start. „Wir haben“, so Teamchef Marco Schelp, „einen neuen Hauptsponsor gewinnen können. Der Seriensponsor Rowe Mineralölwerk GmbH ist unser Hauptsponsor und Teamnamensgeber. Auch das Engagement mit dem Stoßdämpferhersteller KYB und Antriebsriemenhersteller Dayco konnten wir verlängern. Geblieben ist die Betreuung des Autos durch KK Automobile aus Düderode.“
Beim zweiten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft geht Schelp nicht nur mit seinem Auto an den Start. Wie gewohnt sitzt er auch im Z4 Coupé von Dörr Motorsport, dass in gleicher Klasse in die Wertung eingeht. „Damit haben wir eine Fortsetzung des achten Laufs des vergangenen Jahres. Auch 2008 bin ich mit zwei unterschiedlichen Fahrzeugen in der gleichen Klasse gestartet und holte mir am Ende für Rang eins und zwei jeweils einen Pokal“, erklärt Schelp mit einem verschmitzen Lächeln auf den Lippen. Mit 3,5 Liter Hubraum und gut 410 PS liefert der ehemalige WTCC-BMW genauso viel Leistung wie das neue Coupé von Dörr Motorsport. Dennoch gibt es eklatante Unterschiede, die Schelp erklärt: „Das Coupé ist verhältnismäßig einfach zu fahren, und wenn man glaubt, es geht jetzt nix mehr, ist man richtig schnell unterwegs.
Allerdings verleitet das Coupé auch: dadurch, dass er einfach zu handhaben ist, muss man stets auf der Hut sein, den Wagen nicht zu überfahren. Unser WTCC-BMW ist ganz anderer Natur. Er ist ein ehrlicher Rennwagen, der hart ist und alle Manöver direkt und konkret umsetzt. Fehler verzeiht er nur wenige. Überdies baut das Coupé aufgrund der günstigeren Aerodynamik schneller Grip auf. Mit meinem Auto erfolgt die Haftung nahezu ausschließlich mechanisch, sprich über die Reifen.“ Damit sind die wesentlichen Unterschiede schnell und einfach erklärt, was für den Fahrer jedoch eine enorme Umstellung bedeutet.
Jugendliche Unterstützung
Ebenfalls neu ist neben dem Hauptsponsor der Mann an Schelps Seite: Thomas Kappeler wird erstmalig im Hauptstadt-BMW Platz nehmen. „Kappeler hat bereits reichlich Rennerfahrung – auch auf der Nordschleife. Er ist in verschiedenen Cup-Klassen bereits auf dem Nürburgring unterwegs gewesen und wird mit der Streckenführung keine Probleme haben“, verteilt Schelp Vorschusslorbeeren. Der 26jährige Thomas Kappeler kommt aus dem
Lupo-Cup, den er 2001 als Vizemeister beendete. Ein Jahr später wurde er Vizemeister im New Beetle Cup. DTC und Fiesta ST Cup waren weitere Stationen im noch jungen Rennfahrerleben von Kappeler. „Die Erfolge in den Cup-Klassen zeigen“, erklärt Marco
Schelp, „dass Thomas zu kämpfen weiß. Denn: Richtig harte Fights gibt es überwiegend in den Markenpokalen, wo alle mit gleichem Material an den Start gehen.“
Der Zeitplan der vielgefragten „Berliner Schnauze“ ist sehr eng gestrickt und bietet nur zwei Möglichkeiten: Entweder fährt Schelp auf seinem eigenen Auto den Start und belegt den Schlussturn auf dem Z4 Coupé oder er fährt den Start auf dem Dörr Auto und den Schluss auf dem eigenen Boliden. „Ich weiß noch nicht genau, wie wir es angehen. Wir müssen die Strategie in der Runde aller Fahrer besprechen, um zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen.“ Nicht besprochen werden muss indes die Renntaktik: Schelp wird auf beiden Autos das Maximum an Leistung abliefern.
„Ein Ergebnis wie beim Doppelstart 2008 ist wünschenswert und nicht unrealistisch. Ziel ist, beide Autos soweit wie möglich nach vorne zu bringen und den vielen frisierten Käfern zu zeigen, wo Bartel seinen Most holt. Dennoch würde ich nicht auf mich wetten, denn ein Langstreckenrennen kann viele Überraschungen parat haben“, so die Prognose von
Schelp. In der Tat: Ein nicht berechenbarer Faktor ist das Eifelwetter und just für Samstag kündigen die Wetterfrösche eine relativ hohe Regenwahrscheinlichkeit an. |