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Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Den Ansprüchen gerecht geworden
Am vergangenen Wochenende startete die BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft in die neue Saison. Nach langer Winterpause und vielen Arbeitsstunden schickte Dörr Motorsport mit dem Z4 Coupé zunächst nur seine Speerspitze ins Rennen. Team, Fahrer und Fahrzeug machten alles richtig und wurden mit einem Klassen  sieg belohnt. Bestes Frühlings- wetter sorgte für ein Stim- mungs hoch am Nürburgring, besonders nach dem freien Freitagstraining:
 © BR-Foto
 Sieg in der Klasse SP6 im ersten Lauf am Nürburgring
Das schwarze Z4 Coupé dreht zahllose, problemfreie Runden über den Nürburgring und die Nordschleife. Lediglich ein Reifendefekt sorgte für eine kurzzeitige Unterbrechung der Testfahrten. Das erste offizielle Zeittraining der neuen Saison startete am Samstagmorgen, ebenfalls unter besten Wetterbedingungen, pünktlich um 08:30 Uhr. Der Berliner Rennfahrer Marco Schelp eröffnete den Trainingsreigen und kehrte nach zwei Umläufen zur Box zurück um Luca Ludwig, dem Sohn von Klaus Ludwig, den Boliden zu übergeben. Auch der Spross der Rennfahrerlegende drehte problemlos seine zwei Runden. Rudi Adams setzte sich als letzter des schnellen Trios hinters Volant und fuhr prompt Bestzeit, was Startplatz 18 der Gesamtwertung und Platz eins der Klasse SP6 bedeutete.

Probleme beim Tanken, Nagel im Reifen
Gegen 12:45 setzte sich die erste Startgruppe hinter dem Führungsfahrzeug in Bewegung, um die erste Einführungsrunde 2009 hinter sich zu bringen. Hinterm Lenkrad des Z4 Coupé saß Rudi Adams der insgesamt sieben Rennrunden zu absolvieren hatte. Adams brachte das Team im Laufe seines Stints immer weiter in Richtung Top-Ten der Gesamtwertung, problemlos und mit funktionierender Technik spulte der erfahrene Rennfahrer seinen Turn ab. Doch bevor Luca Ludwig ins Renngeschehen eingreifen konnte, sorgten Tankprobleme dafür, dass immer mehr Konkurrenten am Z4 Coupé von Dörr Motorsport vorbeifahren konnten. 

Nach langen 14 Minuten Boxenaufenthalt ging der Junior ins Rennen und legte einen beeindruckenden Turn hin. Doch auch ihm wurde signalisiert, nach seiner siebten Runde die Box anzusteuern, um Marco Schelp das Auto zu übergeben. Diesmal funktionierte das Tanken planmäßig und nach wenigen Minuten setzte Schelp die Aufholjagd von Luca Ludwig fort. Schon eine Runde später stand das Auto erneut an der Box von Dörr Motorsport. Grund: Ein Nagel hatte sich durch den Pirelli-Pneu gebohrt und so mussten die Reifen erneut gewechselt werden. Bis zur 22. Runde konnte Schelp sich immer weiter nach vorne kämpfen, musste dann aber für die letzten vier Umläufe zum Tanken an die Box. Nach insgesamt vier Stunden Renndistanz und 26 Runden fuhr Marco Schelp den ersten Klassensieg für Dörr Motorsport ein. 

Redaktionsbüro Meuren

Trotz Tankproblemen beim ersten Boxenstopp den Sprung in die Top Ten noch geschafft

Stimmen nach dem Rennen
Rainer Dörr, Teamchef
„Wir sind den Erwartungen in vollem Umfang gerecht geworden: Platz 1 der Klasse SP6 im Training, Platz 1 der Klasse im Rennen. Durch den verpatzten Tankstopp, der auf unsere Rechnung geht, haben wir einen Platz unter den ersten zehn im Gesamtklassement verspielt. Rudi Adams und Marco Schelp haben ihren Job wie erwartet erledigt: souverän und professionell. Für Überraschung hat Luca Ludwig gesorgt, der das Tempo von Adams fast halten konnte. Eine wahrhaftig tolle Leistung des Nachwuchsfahrers. Mein Lob an die Mechaniker und alle Helfer: Auch hier wurde erwartungsgemäß gut gearbeitet. Beim nächsten Rennen wird aller Voraussicht nach auch das Phantom wieder am Start sein. Vorausgesetzt, die fehlenden Ersatzteile sind bis dahin geliefert.“

Rudi Adams, Fahrer
„Das Auto läuft richtig gut und bringt jede Menge Fahrspaß. Durch eine neue Software ist die Bremsleistung deutlich verbessert – damit konnten wir einen weiteren Schritt nach vorne machen. Insgesamt ist das Feld, insbesondere die Spitzengruppe näher zusammengerückt. Vermutlich aufgrund der technischen Reglementänderungen. Ohne Müh und Not können wir nun auch mit Fahrzeugen der größeren Klasse kämpfen. In meinem Stint hatte ich viele Gelbphasen, konnte dennoch kontinuierlich nach vorne fahren. Alles in allem bin ich zufrieden, auch wenn ich glaube, dass es noch gut sechs Sekunden schneller geht.“

Marco Schelp, Fahrer
„Ein wunderschöner Turn liegt hinter mir – abgesehen von dem Nagel im Reifen. Am Ende meiner Runden war ich bedacht, das „Ding“ einfach nur nach Hause zu fahren. Also habe ich mich aus allem raus gehalten und lediglich versucht, den Abstand der folgenden Autos gleich zu halten, was mir auch gelungen ist. Viel Glück hatte ich bei der Reifenpanne auf der Döttinger Höhe: Bei gut 250km/h verlor der Reifen vorne links Luft, ich konnte den Wagen abfangen und in die Box steuern, um neue Pneus zu fassen. Nicht nur das Team hat über Winter viel gearbeitet und uns ein tolles Auto hingestellt. Auch ich habe viel an meiner Kondition getan, was sich jetzt auszeichnet. Ich freue mich auf den kommenden Lauf.“

Luca Ludwig, Fahrer
„Gleich beim ersten Rennen mit Dörr Motorsport und dem für mich neuen Auto einen Klassensieg zu erringen, ist ein tolles Gefühl. Das Auto war aber auch sensationell. Freitags kam ich noch nicht so gut mit dem Coupé zurecht, am Samstag freundeten wir uns schnell an. Ich glaube, mit der gezeigten Leistung eine ordentliche Visitenkarte beim Team und dem Wettbewerb hinterlassen zu haben. Viele Unfälle und gelbe Flaggen gab es in meinem Turn. Ich hätte durchaus an manchen Ecken noch etwas schneller fahren können, wollte aber nichts riskieren. Ich habe mir vorgenommen, ein passives Rennen ohne den Einsatz einer Brechstange zu fahren, daran habe ich mich gehalten.“

Das nächste Rennen findet am 18. April statt.
Beginn des Trainings: 08:30 Uhr
Rennbeginn: 12:00 Uhr
Redaktionsbüro Uwe Meuren

Artikel vom 08.04.2009

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