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TOYO TIRES 24H of Dubai 
Sieg für Land Motorsport Porsche in spannenden TOYO TIRES 24H of Dubai
Knapper hätte die Entschei- dung kaum sein können: Nach 24 Stunden bei der vierten Auflage der TOYO TIRES 24H of Dubai auf dem Dubai Autodrome trennten den Sieger und den Zweitplat- zierten nur 49,676 Sekunden. Nach einer spannenden Schlussstunde des Rennens, in der die Führung nicht weniger als drei Mal wechselte, setzte sich der Porsche 997 GT3 Cup des deutschen Teams Land Motorsport 
 © Presse Creventic
 Land-Motorsport-Porsche hatte die Nase vorn
mit den Fahrern Carsten Tilke, Gabriël Abergel, Niclas Kentenich und Andrzej Dzikevic durch. Das Team verteidigte seinen ersten Platz nur ganz knapp vor dem stark auftrumpfenden BMW Z4 M Coupé von Al Faisal Racing, gefahren von Abdualziz Al Faisal, Paul Spooner, Claudia Hürtgen und Stian Sorlie. Der dritte Platz ging an einen weiteren Porsche, das Auto des Besaplast-Racing-Teams mit Martin Tschornia, Franjo Kovac, dem Ex-DTM-Gesamtsieger Kurt Thiim und der Vater-und-Sohn-Paarung Roland und Sebastian Asch. 

Alle Experten und Rennsportfans waren sich einig, dass die diesjährige, vierte Auflage der TOYO TIRES 24H of Dubai das bislang faszinierendste und spannendste Rennen war. Die Entscheidung im Kampf um den Sieg fiel erst ganz zum Schluss, nach 24 Stunden mit spannendem Rennsport auf dem 5,43 Kilometer langen Kurs im Dubai Autodrome, der modernen Motorsportanlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Gastgeber war für das Rennen, das von der niederländischen Agentur CREVENTIC in enger Zusammenarbeit mit dem Dutch National Racing Team durchgeführt wurde.

Der Autorlando-Porsche, der mit Richard Lietz am Lenkrad von der Pole-Position aus startete, und das identische Land-Motorsport-Auto mit Marc Basseng am Lenkrad, konnten sich in den ersten Runden sofort vom drittplatzierten Al-Faisal-Racing-BMW Z4 absetzen, das von Claudia Hürtgen gefahren wurde. Der erste Führungswechsel kam in Runde sieben, als Basseng Lietz überholte. Viele Sieganwärter hatten jedoch bereits in den ersten Stunden des Rennens Probleme. Der Renault Mégane Trophy von Equipe Verschuur (Bernhard ten Brinke, Hoevert Vos, Harrie Koolen) und der Khaleji-Motorsport-Porsche (Cabell Fisher, Tarek Elgammel, Jason Yates, Karim Ojjeh, Karim Al Azhari) wurden schon in der dritten Runde in einer Kollision involviert.

Später verlor der Autorlando-Porsche etwa 45 Minuten an der Box, wo die Heckpartie des Autos repariert warden musste, nachdem ein anderer Fahrer reingefahren war. Am Abend waren die Fahrer des Land-Motorsport-Porsche mit der Startnummer 41 (Hermann Tilke, Marc Basseng, Christian Land, Dirk Adorf) vorzeitig aus dem Rennen, nachdem das Auto Feuer gefangen hatte. Das führte auch zur dritten von insgesamt sechs Neutralisation im Rennen, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h für alle Fahrer. Diese sogenannte „Code-60“ ist ein besonderes Merkmal der TOYO TIRES 24H of Dubai und wurde von Teams und Fahrern mit Begeisterung angenommen, da auf dieser Weise die Abstände untereinander nicht beeinflusst werden.

Für mehrere Stunden während der Nacht tobte ein spannender Kampf zwischen dem Al-Faisal-Racing-BMW und dem ARC-Bratislava-Porsche (Miroslav Konopka, Jiri Janak, Mauro Casadei, Rudiger Klos). Rund 5.00 Uhr setzte sich der BMW an die Spitze, teilweise dank des etwas besseren Spritverbrauchs, und blieb in den darauffolgenden Stunden vorne. Der ARC-Bratislava-Porsche und die Porsche der Teams Besaplast Racing Land Motorsport folgten dichtauf.

Später am Vormittag, als die Rennstecke wieder in strahendem Sonnenlicht gehüllt war, wurde der Kampf zwischen dem Al-Faisal-Racing-BMW und dem ARC-Bratislava-Porsche wieder intensiver. Eine Stunde und zehn Minuten vor Rennende kam der BMW mit einem Reifenschaden und beschädigter Karrosserie hinten rechts an die Box, so dass der ARC-Bratislava-Porsche die Führung übernehmen konnte. Das Team behielt eine Zeitlang die Führung und schien bereits auf dem Weg zum Sieg, besonders nachdem das BMW-Team eine Runde aberkannt wurde als Strafe für das Abkürzen der Strecke. Das war notwendig, um nach dem Reifenschaden rechtzeitig die Box erreichen zu können.

Nur 42 Minuten vor Schluss fuhr der Porsche jedoch an die Box für einen weiteren Tankstopp, kam aber kurz darauf mit Aufhängungsproblemen wieder an die Box, wo wertvolle Zeit verloren wurde. Das Team fiel auf Rang vier zurück.

Zu dem Zeitpunkt führte der Land-Motorsport-Porsche mit Niclas Kentenich am Lenkrad das Rennen an, aber der junge Deutsche wurde von Claudia Hürtgen im Al-Faisal-Racing-BMW gewaltig unter Druck gesetzt. Die Aachenerin umrundete den Kurs bis zu zwölf Sekunden pro Runde schneller als der Porsche-Fahrer. Letztendlich fuhr Kentenich für das Land-Motorsport-Porsche-Team doch den Sieg nach Hause und sah nur 49,676 Sekunden vor dem BMW die Zielflagge. Der Besaplast-Racing-Porsche kam auf Platz drei ins Ziel, obwohl Fahrer Sebastian Asch in seinem letzten Törn mit massiven Bremsproblemen zu kämpfen hatte.

Stimmen:
Niclas Kentenich (1. Platz, Land Motorsport Porsche): „Das war recht eng, da ich in den letzten Runden sehr mit meinem Sprit haushalten musste und ich auch Problem emit den Bremsen hatte. Claudia setzte mich sehr unter Druck, aber zum Glück konnte ich den Sieg nach Hause fahren. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, dieses Rennen gewonnen zu haben. Es ist mir noch nicht so recht bewusst, aber das wird wohl noch kommen.“

Claudia Hürtgen (2. Platz, Al Faisal Racing BMW): „Schade. Das hätte mein erster Gesamtsieg bei einem 24-Stunden-Rennensein können und ich wollte dieses Ergebnis sehr gerne, aber es hätte nicht sollen sein. Ich wusste, dass der Land-Motorsport-Porsche Probleme hatte, also habe ich so viel wie möglich gepusht, aber leider war das Rennen einige Minten zu kurz.“

Sebastian Asch (3. Platz, Besaplast Racing Team Porsche): In der Schlussphase hatte ich schwere Bremsproblemen und ich habe mich sogar einmal gedreht. Ich musste ganz vorsichtig fahren, um unser Auto ins Ziel zu bringen, aber ich bin froh, dass wir es geschafft haben. Dieses Rennen mit dem Team hat sehr viel Spaß gemacht, ich habe es richtig genossen!“

Creventic

Die drei Siegerteams der 24 h von Dubai

Zwei Autos dominieren in ersten sechs Stunden der TOYO TIRES 24H of Dubai
Zwei Fahrzeuge dominieren an der Spitze des Feldes bei der vierten Auflage der TOYO TIRES 24H of Dubai. Nach sechs Stunden führt der Land- Motorsport-Porsche (Hermann Tilke, Marc Basseng, Christian Land, Dirk Adorf) vor dem BMW  Z4 M Coupé des Teams Al Faisal Racing (Abdulaziz  Al Faisal, Paul Spooner, Claudia Hürtgen, Stian Storlie). Auf Platz drei fährt der ARC Bratislava Porsche (Miroslav Konopka, Jiri Janak, Mauro Casadei, Rudiger Klos). Der Porsche 997 GT3 RSR des italienischen Teams Autorlando Sport (Francisco Cruz Martins, Gianluca Motorsport, Richard Lietz, Allan Simonsen), der fast während der gesamten ersten vier Stunden das Rennen anführte, verlor alle Chancen auf eine gute Platzierung, nachdem das Auto von hinten getroffen wurde. Die Reparatur dauerte 45 Minuten und warf das Team auf den 55. Gesamtrang zurück. Nach etwas über sechs Stunden verlor der Al Faisal Racing BMW zehn Minuten durch Probleme an der Vorderachse und ging als 15. wieder ins Rennen.

Das Rennen wurde um 14.00 Uhr (Ortszeit) bei herrlich sonnigem Wetter gestartet. FIA-Vize-Präsident Mohammed Ben Sulayem sah zu, wie die 75 Autos ins Rennen gingen. Der Autorlando-Porsche, der mit Richard Lietz am Lenkrad von der Pole-Position aus startete, und das identische Land-Motorsport-Auto mit Marc Basseng am Lenkrad, konnten sich in den ersten Runden sofort vom drittplatzierten Al-Faisal-Racing-BMW Z4 absetzen, das von Claudia Hürtgen gefahren wurde. Der erste Führungswechsel kam in Runde sieben, als Basseng Lietz überholte.

Zwei schnelle Fahrzeuge aus dem Zeittraining, der Renault Mégane Trophy von Equipe Verschuur (Bernhard ten Brinke, Hoevert Vos, Harrie Koolen) und der Khaleji-Motorsport-Porsche (Cabell Fisher, Tarek Elgammel, Jason Yates, Karim Ojjeh, Karim Al Azhari) wurden schon in der dritten Runde in einer Kollision involviert. Beide Teams verloren viel Zeit bei der Reparatur. Der erste Ausfall des Rennens wurde beim österreichischen Team Duller Motorsport vermeldet, das in 2006 und 2007 noch die ersten beiden Auflagen der TOYO TIRES 24H of Dubai hatte gewinnen können. Der BMW M3 E46 GTR mit der Startnummer 10 (Frederico Bellini, Marco Bonamico, Philippe Baron, Philipp Peter) war nun nach vier Runden wegen eines defekten Zylinders bereits aus dem Rennen. Dieses Problem wurde wiederum von mangelnder Spritversorgung verursacht.

Nach dreieinhalb Stunden wurde das Rennen durch einen sogenannten “Code-60” (Maximale Durchschnittsgeschwindigkeit 60 km/h für alle Teilnehmer) neutralisiert, nachdem der Renault Clio des niederländischen Carworld-Motorsport-Teams (Rob Frijns, Roger Grouwels, Charlie Frijns, Pieter Dubois) mit hoher Geschwindigkeit in die Boxenmauer eingeschlagen war. Der Fahrer konnte unverletzt aussteigen, aber das Rennen musste für gut 80 Minuten neutralisiert werden, so dass das verunfallte Fahrzeug geborgen und die beschädigte Boxenmauer wieder repariert werden konnte. Um kurz vor 18.00 Uhr wurde das Rennen wieder freigegeben.

Nach einer weiteren halben Stunde fuhr der Autorlando-Porsche in Führung liegend mit einer beschädigten Heckpartie an die Box. Die Reparatur dauerte etwa 45 Minuten, so dass sich der Al-Faisal-BMW an die Spitze setzen konnte. Der Land-Motorsport-Porsche folgte dichtauf. Nun fängt der schwierige Teil des Rennens an, da die Strecke mittlerweile komplett im Dunkeln gehüllt ist.

In der SP2-Klasse führt der Holden Commodore des australischen Mal-Rose-Racing-Teams (Mal Rose, Peter Leemhuis, Tony Alford) vor dem Gravity Racing Mosler (Loris de Sordi, Vincent Radermecker, Serge Ludwig, Eric Lux, Gerard Lopez). Das bestplatzierte Auto mit Dieselmotor ist der BMW 120D des deutschen Tsunami-Racing-Teams (Alexander Gayday, Alexander Zheludov, Mikhail Ukhov, Alexey Basov, Igor Storchak).

Creventic

Startaufstellung 24h Rennen Dubai

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Pressemeldung 24h Dubai

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Artikel vom 10.01.2009