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FIA WTCC Tourenwagen Weltmeisterschaft in Monza
Priaulx erringt dritten Platz in Monza - Schwieriges Wochenende für BMW
Andy Priaulx vom BMW Team UK hat im 19. Lauf der FIA World Touring Car Champion- ship den dritten Platz belegt. Der Titelverteidiger sah auf dem "Autodromo Nazionale di Monza" als Vierter die Ziel- flagge und profitierte von ei- ner nachträglichen Zeitstrafe gegen einen Konkurrenten. Alessandro Zanardi sammelte als Achter ebenfalls einen WM-Punkt für das BMW Team Italy-Spain. Im zweiten Rennen des Tages kam der 
 © BMW
 Andy Priaulx landete auf Platz drei 
(Lokalmatador auf dem siebten Platz ins Ziel. BMW Team Germany Pilot Augusto Farfus wurde für seine beeindruckende Aufholjagd vom Ende des Feldes mit Rang acht belohnt. Priaulx schied an fünfter Stelle liegend mit einem Reifenschaden aus. Farfus’ Teamkollege Jörg Müller belegte zum Abschluss der Europa-Saison die Plätze neun und zehn. Félix Porteiro verfehlte nach einem Unfall im ersten Rennen auch in Lauf zwei die Punkteränge. Die Siege sicherten sich die SEAT-Piloten Yvan Muller und Gabriele Tarquini. In der Fahrerwertung bleibt Priaulx mit 61 Punkten als Fünfter der bestplatzierte BMW Vertreter. Bei den Herstellern liegt BMW mit 223 Punkten auf Rang zwei. SEAT vergrößerte den Vorsprung auf 54 Zähler. 
Die WTCC-Rennen von Monza im Stenogramm.
Beim Abschied aus Europa fuhr Andy Priaulx in Monza auf Rang drei. Lassen Sie die beiden Läufe Runde für Runde Revue passieren. 

Rennen 1. 
Start - Der „fliegende“ Start verläuft turbulent: In der ersten Schikane kollidiert Félix Porteiro mit James Thompson, der sich von der Strecke dreht und rückwärts wieder auf die Fahrbahn schießt. Auch Jörg Müller ist in diesen Zwischenfall verwickelt. Während der 39-Jährige trotz eines Zusammenstoßes mit Thompson als 13. weiterfahren kann, endet Porteiros Rennen vorzeitig: Er steuert mit einer beschädigten linken Vorderradaufhängung die Box an. Augusto Farfus wird von hinten angeschoben und touchiert dann ein vor ihm fahrendes Auto – mit schwerwiegenden Folgen, wie sich später herausstellen soll. Dennoch verteidigt er seinen fünften Startplatz. Andy Priaulx verbessert sich auf Rang sechs, Alessandro Zanardi schiebt sich vom 14. auf den 11. Platz. 
Runde 4 - Farfus überholt Nicola Larini, verliert Position vier aber wenige Kurven später wieder an den Chevrolet-Fahrer. 
Runde 5 - Priaulx überholt Farfus und ist nun Fünfter. 
Runde 6 - Farfus scheidet wegen eines Schadens am Kühler, den sein Auto bei der Startkollision davongetragen hat, aus. Zanardi ist mittlerweile Neunter, Müller fährt unmittelbar dahinter auf Platz zehn. 
Runde 9 - Larini fällt in der letzten Runde zurück, Priaulx übernimmt Rang vier. 
Ziel - Priaulx kommt als Vierter ins Ziel – und kann zudem mit der schnellsten Rennrunde (2:00,443 Minuten) überzeugen. Als Rickard Rydell wegen des Abkürzens einer Schikane nachträglich eine Zeitstrafe erhält, rückt Priaulx im Klassement auf den dritten Platz vor. Zanardi kommt auf dem neunten Platz ins Ziel, steht aber nach Rydells Strafe dennoch auf der Poleposition für das zweite Rennen und gewinnt einen WM-Punkt. Müller wird als Neunter gewertet. Das BMW Team Germany tauscht den Motor von Farfus. 

Rennen 2. 
Start - Zanardi startet exzellent und verteidigt seine Führung gegen Jordi Gené. Priaulx fällt auf Rang sieben zurück, Müller bleibt Neunter. Porteiro verbessert sich vom 23. auf den 17. Platz. Noch weiter nach vorn geht es für Farfus: Vom 30. Rang ins Rennen gegangen, fährt er am Ende der ersten Runde bereits auf Platz 19. 
Runde 2 - Gené spielt die Vorteile seines SEAT-Diesels aus und überholt Zanardi. Müller wird von Alain Menu passiert. 
Runde 3 - Zanardi verliert Platz um Platz und fährt mittlerweile auf der achten Position. Auch Priaulx überholt seinen Markenkollegen, nachdem er zuvor bereits Robert Huff hinter sich gelassen hat. Er ist nun Fünfter. 
Runde 5 - Müller verliert an Boden und rangiert jetzt auf dem zwölften Rang. 
Runde 7 - Priaulx erleidet nach dem Überfahren von Trümmerteilen einen Schaden am linken Vorderreifen und schleicht in die Box. Auch Huff scheidet aus. Zanardi rückt so auf Rang sieben vor, Müller ist wieder Zehnter. Farfus und Porteiro fahren inzwischen auf den Plätzen neun und elf. 
Runde 9 - Farfus überholt Rydell. Porteiro verliert einen Platz an Thompson. 
Ziel - Zanardi und Farfus gewinnen als Siebter bzw. Achter WM-Punkte. Müller wird Zehnter, Porteiro kommt als Zwölfter ins Ziel. 

BMW stemmte sich gegen die Seat Diesel Übermacht 

BMW

Andy Priaulx (BMW Team UK): 
"Wir haben das Maximum herausgeholt, mein Auto lief fantastisch. Dennoch war es unmöglich, die Diesel-Konkurrenz herauszufordern. Natürlich bin ich über den Reifenschaden in Lauf zwei enttäuscht. Viele Autos sind vor mir über die Trümmerteile gefahren, nur ich bekam ein Problem. So ist es eben in dieser Saison.“ 

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain): 
"Wenn man von der Poleposition startet, will man natürlich weiter vorn landen. Aber das war heute einfach nicht möglich. Es liegt viel Arbeit vor BMW und den Teams, um schnell wieder den Anschluss an die Spitze zu finden. Ich freue mich, dass ich den italienischen Fans zumindest viel Action bieten konnte.“ 

Jörg Müller (BMW Team Germany): 
"Am Start von Rennen eins herrschte das reine Chaos. Der Zusammenstoß mit James Thompson hat die Balance beeinträchtig, so dass ich nicht voll angreifen konnte. In Lauf zwei wurde ich vor der ersten Schikane heftig getroffen und hatte wieder mit dem Handling zu kämpfen. Das war kein schöner Abschied aus Europa.“ 

Augusto Farfus (BMW Team Germany): 
"Mein Start in den ersten Lauf war gut. Dann ist aber alles schief gelaufen. Erst hat mir jemand den Auspuff verbogen, dann hat sich bei einer Kollision das Steinschlag-Schutzgitter meines Kühlers gelöst, der wenig später Wasser verlor. Wenigstens konnte ich mich für die Arbeit des Teams mit Platz acht im zweiten Lauf bedanken.“ 

Félix Porteiro (BMW Team Italy-Spain): 
"Unser Heimspiel für das BMW Team Italy-Spain hatte ich mir anders vorgestellt. Gleich am Start von Lauf eins habe ich alle Chancen auf ein gutes Ergebnis eingebüßt. Hoffentlich läuft es in den Überseerennen besser für uns.“ 
 

Presse BMW

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Artikel vom 05.10.2008