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Porsche RS Spyder
Benzindirekteinspritzung senkt Verbrauch und steigert Leistung
Nach den Serienfahrzeugen Porsche Cayenne und 911 profitiert nun auch der Sport- prototyp RS Spyder von der Benzindirekteinspritz-Techno- logie (DFI). Seine Rennpre- miere feierte der neue Motor, mit dem Porsche seine Rolle als Technologieführer in Sachen Energieeffizienz unterstreicht, mit einem Sieg in der American Le Mans Series: Auf dem anspruchsvol- len Mid-Ohio Sports Car Course 
 © Porsche 
 DFI-Version  überzeugt - verbesserte Energieeffizienz
gewannen Timo Bernhard (Dittweiler) und Romain Dumas (Frankreich) die Klasse LMP2.
Die Leistung des erfolgreichen Rennwagens, mit dem Porsche 2006 und 2007 den Meistertitel in der American Le Mans Series holte und 2008 bereits vier von sechs Saisonrennen gewonnen hat, stieg mit dem neuen Motor von 476 auf 503 PS (370 kW) bei 10.000 Umdrehungen pro Minute. Auch das maximale Drehmoment verbesserte sich – von 370 Nm bei 7.500 Umdrehungen auf 385 Nm bei 8.500 Umdrehungen.

Die DFI-Version des erfolgreichen Porsche 3,4-Liter V8-Motors überzeugt vor allem durch eine verbesserte Energieeffizienz, die bei Langstreckenrennen der Schlüssel zum Erfolg ist. Die Leistung des Motors wurde gesteigert, gleichzeitig wurde der spezifische Kraftstoffverbrauch spürbar verringert.

„Nachdem wir mit dem bisher eingesetzten Motor bereits ein sehr hohes Niveau erreicht hatten, bedurfte es bei der Entwicklung des Benzindirekteinspritzers gewaltiger Anstrengungen, um Performance und Effizienz noch einmal nachhaltig zu verbessern“, sagt Thomas Laudenbach, Leiter Motorsport Entwicklung – Antrieb. „Mit der DFI-Technologie Drehzahlen von bis zu 11.000 Umdrehungen zu erreichen, bedeutete absolutes Neuland zu betreten.“

Sportprototyp RS Spyder profitiert von  der Benzindirekteinspritz-Technologie (DFI).             © Porsche 

Bei der Entwicklung des neuen Triebwerks wurden in hohem Maße gegenseitig Synergien in den Bereichen Serienentwicklung und Motorsport genutzt. „Da hat von Anfang an ein reger Austausch stattgefunden“, so Thomas Laudenbach. „Wir haben die Vorteile dieser Technologie schon zu Beginn des RS Spyder-Projekts gesehen und diese für den Motorsport mit seinen ganz speziellen Anforderungen umgesetzt, immer in enger Abstimmung mit unseren Serienkollegen. Die gemeinsam erarbeiteten Methoden und Erkenntnisse sind von beachtlichem Wert für nachfolgende Entwicklungsprojekte mit DFI-Technologie.“ Normalerweise ist mehr Motorleistung gleichbedeutend mit höherem Kraftstoffverbrauch. In diesem Fall gilt das nicht. Thomas Laudenbach: „Durch die deutliche Steigerung der Energieeffizienz haben wir trotz der signifikanten Mehrleistung keinen absoluten Mehrverbrauch. Im Gegenteil – wir liegen sogar etwas darunter.“

Ein weiterer Vorteil des neuen Benzindirekteinspritzers: Bei Teillast, also zum Beispiel bei den vor allem bei Langstreckenrennen recht häufigen Safety-Car-Phasen, kann der Motor mit einem sehr mageren Benzin-Luftgemisch betrieben werden. Dadurch sinkt der Verbrauch zusätzlich. Mit dem bisher eingesetzten Saugrohreinspritzer war das nicht möglich. Außerdem bieten sich neue Möglichkeiten bei der Steuerung von hochdynamischen Abläufen, wie beispielsweise dem Schaltvorgang unter Volllast, die bisher noch nicht voll ausgeschöpft sind.

Nach der erfolgreichen Premiere in Mid-Ohio wird der neue DFI-Motor auch beim nächsten Rennen in Elkhart Lake (9. August) in den beiden RS Spyder von Penske Racing eingesetzt. Damit will Porsche seine Spitzenposition in der American Le Mans Series weiter ausbauen. „In der LMP2-Klasse wird der Wettbewerb auf einem sehr hohen Niveau von Rennen zu Rennen härter“, sagt Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. „Es ist deshalb genau der richtige Zeitpunkt für den Einsatz des neuen Motors.“
 

Porsche 

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Artikel vom 31.07.2008