in Schlagdistanz zur Tabellenführung auf Platz drei.
So waren schon die beiden
Zeittrainings nichts für schwache Nerven. Der Maulbronner fuhr zunächst auf
Rang 17, landete aber wegen gestrichener Zeiten später auf Startplatz 24 für
das erste Rennen. "Der Startplatz ist nicht ganz optimal, weil wir wegen
'Verlassens der Strecke' zurück gesetzt wurden. Morgen greifen wir an und
Glück sollten wir auch haben, denn Swen hat Geburtstag", gab sich Daniel
Dobitsch am Freitag zuversichtlich, denn sein Qualifying für das Rennen am
Sonntagmittag lief sehr viel besser. Mit 1.2 Sekunden Rückstand auf den
Pole-Setter und Rang 19 war die Crew um den Porsche 911 GT3 R recht
zufrieden.
Insgesamt 38 GT-Fahrzeuge starteten am Samstag in das vorletzte Rennen der
Saison. Swen Dolenc hielt sich als Startfahrer geschickt aus dem
Startgetümmel heraus, profitierte von den Turbulenzen der ersten Runde und
hatte sich schon nach wenigen Minuten auf Rang 18 nach vorn katapultiert.
Bis zum Fahrerwechsel auf Daniel Dobitsch war bereits der Grundstein für
einen erfolgreichen Renntag gelegt. Mit einem perfekten Boxenstopp gelang es
der Crew weitere Positionen gut zu machen und bis in die Top-Ten
vorzudringen. Nach 34 Runden war Daniel Dobitsch dann doch noch von Ex
Formel1-Pilot Heinz Harald Frentzen auf der Ziellinie mit nur 6/100 Sekunden
abgefangen und auf Rang 10 verdrängt worden. "Eine super Leistung von meiner
Mannschaft und beiden Fahrern. Am Ende haben in der Hitze die Reifen stark
abgebaut und Daniel hatte etwas Pech, dass sich zwei Wettbewerber vor ihm
behakten. Das hat Zeit gekostet, die Frentzen genutzt hat", berichtete
Teamchef Alex Fach, dessen Startnummer #15 in diesem Rennen als bester
Porsche über den Zielstrich fuhr.
Eine glänzende erste Rennhälfte legte Daniel Dobitsch am Sonntagmittag auf
den Asphalt. Der Meraner machte insgesamt fünf Positionen gegen viele
Rennprofis gut und übergab das Fahrzeug auf der 14. Position an Swen
Dolenc. Der Boxenstopp hatte zwar ohne Zeitverlust funktioniert, jedoch warfen den
Fach-Piloten zwei Konkurrenten mit ihren Attacken bis auf Rang 24 zurück. In
der Folge war er mit Bestzeiten im Feld unterwegs und kämpfte sich wieder um
einige Positionen nach vorn. Am Ende sah Swen Dolenc als 17. der
Gesamtwertung und vierter der Amateure die schwarz-weiß karierte Flagge.
"Etwas schade ist, dass die Bandagen, mit denen hier gekämpft wird, zum Teil
mehr als sehr hart sind. Ein Platz in den Top-Ten wäre locker möglich
gewesen. Letztlich bin ich dennoch sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das mir
den zweiten Gesamtrang bei den Amateuren beschert hat", gab das
Geburtstagskind vom Vortag zu Protokoll.
Otto Klohs/Jens Richter: Otto Klohs war an diesem Wochenende ebenfalls
Lokalmatador. Der Ludwigshafener, der sich mit Jens Richter den zweiten
Eidgenossen-Porsche teilt, war entsprechend motiviert, steigerte sich von
Training zu Training und hatte sich für das Rennen am Samstag viel
vorgenommen. "Unsere Strategie war, sich in den ersten beiden Runden aus
Rangeleien heraus zu halten und dann anzugreifen. Leider sind wir aber nicht
so weit gekommen", berichtete enttäuscht Otto Klohs nach seinem Ausfall in
der vierten Runde des ersten Rennens. Er war Opfer von Oliver Mayer
(Mercedes) geworden, der über die Wiese rodelte und den Porsche unglücklich
traf. Otto Klohs brachte viel Arbeit zurück an die Box und konnte nicht mehr
in das Renngeschehen eingreifen.
Zum zweiten Wertungslauf war das Renngerät wieder repariert worden. Das
ganze Team hatte eine Sonderschicht eingelegt und Jens Richter nutzte den
Start-Turn, um von Rang 32 im Feld sechs Positionen gut zu machen. Nach dem
Wechsel auf Otto Klohs hielt der weiß-rote Porsche aus Sattel in der
Zentralschweiz einige Wettbewerber in der Amateurwertung auf Distanz und kam
als 24. insgesamt und 8. der Amateure ins Ziel.
"Unsere Ziele im ADAC GT Masters haben wir in diesem Jahr erreicht. Wir
wussten, dass wir als Amateurteam gegen die Profis keinen leichten Stand
haben, konnten aber mit einer Pole-Position in Zolder und einigen
Top-Ten-Ergebnissen Glanzpunkte setzen. Außerdem haben wir uns einige Male
als bestes Porsche-Team in Szene gesetzt. Vom Speed her wäre sicherlich mehr
möglich gewesen, nur haben uns unverschuldete Unfälle oft weit zurück
geworfen. Aber last but not least ist auch der Vizetitel in der
Amateurwertung ein riesiger Erfolg, zumal Swen keinen Ex Formel 1-Piloten
oder Tourenwagenmeister an seiner Seite hatte, sondern einfach unseren
Daniel, der, wie Swen, immer konstant schnell unterwegs war. Otto und Jens
haben sich in Laufe der Saison deutlich steigern können", resümierte Alex
Fach zufrieden diese GT-Saison des Teams.
Am kommenden Wochenende bestreitet die Mannschaft rund um Alex Fach auch im
Porsche Sports Cup Suisse ihr Saisonfinale. Mit großem Aufgebot reist Fach
Auto Tech ein letztes Mal in dieser Saison nach Magny Cours |