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Porsche Sports Cup Suisse
Fach Auto Tech-Piloten sammeln Pokale in Imola
Von Erfolgen gekrönt war das Wochenende des Porsche Sports Cup Suisse (PSCS) für Fach Auto Tech. Die Piloten des Porsche-Teams aus Sattel
überzeugten auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari.
Porsche Super Sports Cup: Drei Fahrzeuge hatte die Crew im Porsche Super
Sports Cup in der Gruppe 5b und mit Heinz Bruder einen aussichtsreichen
Kandidaten für den Sieg in der PSCS-Gesamtwertung am Start. 
 © ADAC GT Masters
 Erfolgreiches Wochenende in IMola 
Der Seengener stellte seinen 997 GT3 Cup nach einem formidablen Zeittraining auf den
dritten Platz in der Startaufstellung und hatte sich damit eine gute Ausgangslage für das Rennen erarbeitet. Direkt hinter ihm platzierte sich der Quereinsteiger von Dijon, Frank Spautz, auf Rang vier und Ueli Thöni auf Rang sechs.

Heinz Bruder hatte am Sonntagmorgen einen perfekten Start und konnte zu Beginn den Führenden folgen. Gegen Rennmitte fiel er zurück, rettete jedoch seinen dritten Rang hinter Jean Paul von Burg und Patrick Schmalz ins Ziel. "Ich hatte am Ende ein Elektronikproblem und nicht mehr die volle Motorleistung. Wir müssen jetzt analysieren, woran es liegt. Dennoch bin ich natürlich nicht unzufrieden mit dem Ergebnis", berichtete der Fach-Pilot nach dem Rennen. Auch Teammanager Carlo Lusser äußerte sich positiv: "Heinz ist hier in Imola viel näher an der Spitze als bei den vorherigen Veranstaltungen. Er hat ein sensationelles Training gehabt und sich im Rennen einen schönen dritten Rang gesichert."

Auch Frank Spautz kann mit seinem vierten Rang zufrieden sein. Der Zollikoner war konstant schnell unterwegs und überquerte am Ende mit nur zwei Sekunden Rückstand auf den Teamkollegen die Ziellinie. Carlo Lusser: "Frank hat sich das ganze Wochenende und mit jedem Training gesteigert. Der vierte Rang ist ein schöner Erfolg für seine konstant gute Leistung."

Für Ueli Thöny endete das Rennen mit einem sechsten Rang. Mit Pech war der Landquarter in das Wochenende gestartet. Nach einem Feuer im freien Training, das von den Streckenposten gelöscht wurde, hatte sich der Defektteufel in der Elektronik seines Porsche eingenistet. "Vermutlich hat der Löschschaum einen Elektrikschaden verursacht, den wir auf die Schnelle nicht reparieren konnten. Ich bin daher nur wenig zum Fahren gekommen und habe mich dann einfach nur über die Runden gerettet", gab Ueli Thöny später zu Protokoll.

Mit einem Defekt endete dieser Wertungslauf auch für Giuliano Longa in der Gruppe 5a. Der 996 Cup mit der Startnummer #253 fuhr nach elf Runden trotz Kupplungsschadens zwar als Sieger ins Ziel, aber das eigentliche Rennen begann nun für die Mechaniker. "In rekordverdächtiger Zeit hat die Crew die Kupplung getauscht", so Carlo Lusser, der froh war, dass der Fach-Porsche nach zwei Stunden für das Langstreckenrennen wieder einsatzbereit war.

Endurance: Ein Wetterkrimi sollte das Langstreckenrennen des Sonntags werden. Trotz einiger Regentropfen in der Startaufstellung setzten alle Teams auf Wetterbesserung und auf profillose Slickreifen. Auch das Fahrerduo Giuliano Longa/Heinz Bruder war mit diesem Risiko auf nasser Strecke unterwegs. Giuliano Longa, der den Start-Turn absolvierte, agierte vorsichtig. Er übergab nach einer halben Stunde an Heinz Bruder, der sich
auf nun abtrocknender Piste und guten Rundenzeiten nicht nur den Sieg in der Gruppe 5a, sondern auch die Führung in der Gesamtwertung vor Jean Paul von Burg sicherte. Giuliano Longa: "Man musste während des Regens höllisch aufpassen, aber es ging. Ich freu mich, dass unsere Strategie aufgegangen ist."

Strategisches Pech hatten hingegen Raffi Bader und Frank Spautz in der Gruppe 5b. Der schnelle Fricktaler hatte im Qualifying bereits eine solch sensationelle Bestzeit in den Rennasphalt der Emilia-Romagna gebrannt und den 997 GT3 Cup auf die Pole-Position gestellt, dass dieser Fahrerpaarung ein Sieg kaum zu nehmen war. In das Rennen startete der Youngster optimal und übernahm trotz des Regens routiniert die Führung. Nach wenigen Runden kam der Spitzenreiter jedoch zum Reifenwechsel an die Box - ein taktischer Fehler, wie sich herausstellen sollte. Zwar waren Raffi Bader wie auch Frank
Spautz, der den zweiten Part des Rennens übernahm, weiterhin schnell unterwegs, aber den Zeitverlust durch den Reifenwechsel auf Piergiovanni/Feller konnten sie nicht mehr aufholen. Der Porsche mit der Startnummer #261 fuhr als Zweiter ins Ziel.

"Ich habe die Konkurrenz in dem Moment einfach nicht überblickt. Die Bedingungen waren sehr tricky, aber ich wäre besser weitergefahren", gab Raffi Bader nach dem Rennen fast enttäuscht zu.

Daniel Marbot und René Schorno sicherten sich durch konstante Fahrweise während der prekären Bedingungen ihren Sieg in der Gruppe 7e.

Porsche Sports Cup: Mit Daniel Marbot, Giovanni Annoscia und René Schorno waren drei Fach-Männer im Porsche Sports Cup unterwegs. In der Gruppe 2 sah Daniel Marbot auf seinem Carrera RS 92 als Zweiter die karierte Flagge, Giovanni Annoscia und René Schorno sicherten sich Rang zwei bzw. drei in der Gruppe 7e.

Porsche Drivers Challenge: In der Gleichmäßigkeitsprüfung der Porsche Drivers Challenge kam Jürg Herter am besten mit dem 4933 m langen Rennkurs in der Provinz Bologna zurecht. Die ehemalige Formel-1 Strecke, auf der bis 2006 der Große Preis von San Marino ausgetragen wurde, ist als anspruchsvoll bekannt. Insbesondere die drei Schikanen sowie die doppelte Linkskurve Piratella sind als neuralgische Punkte für schnelle Rundenzeiten wichtig. "Ich habe mir meine acht Runden fast perfekt zurecht gelegt. Heute hat alles
gestimmt. Es hat großen Spaß gemacht", so Jürg Herter, der den dritten Rang hinter Peter Kinkel und Raul Reali belegte. Auch Hermann Straub hatte mit seinem fünften Rang allen Grund zur Freude. Christian Aeschbach und Daniel Lang wurden als 17 und 18 gewertet.

Carlo Lusser, der dieses Mal den Renntross aus Sattel begleitete, zog positive Bilanz: "Es war ein Rennwochenende nach Maß und mit vielen Erfolgen. Weil Alex mit der halben Mannschaft zum ADAC GT Masters am EuroSpeedway war, mussten wir logistisch vieles improvisieren. Ich möchte hier ganz besonders meinen sechs Mechanikern danken, die nicht weniger als 13 Autos optimal betreut haben."

Das Saisonfinale des Porsche SportsCup Suisse findet am 09. Oktober im französischen Magny Cours statt. Vorher hat das Team noch die Wertungsläufe des ADAC GT Masters in Assen (NL) am 18.09.2011 und Hockenheim (D) am 02.10.2011 zu bestreiten.
motorsport-concepts
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Artikel vom 06.09.2011

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