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Sportwagenpilot Stefan Mücke im Terminstress
Viele Punkte bei Saisonhalbzeit der GT1 World in Silverstone im Visier
Manchmal legt ein Motor- sportler mehr Kilometer im Flugzeug, Teambus, Truck oder Privatwagen zurück als im Rennauto auf der Piste. So ergeht es derzeit Sportwagen- pilot Stefan Mücke, der – gerade aus Ungarn mit einem Doppelsieg seines Vaters Peter Mücke im Ford Capri RS 
zurückgekehrt – seit Dienstag (31. Mai) schon wieder in Italien weilt und am Donnerstag (2. Juni) seine Zelte im englischen Silverstone aufschlägt.
 © DPPI
 Ungarn-Italien-England-Frankreich am Stück
Dort steht nämlich die fünfte Runde der FIA GT1 World Championship mit den Rennen neun und zehn auf dem Programm – oder anders gesagt: die Saisonhalbzeit in der Weltmeisterschaft. Der Berliner reist als WM-Dritter zum Heimspiel von Aston Martin auf der 5,891 Kilometer langen Traditionsstrecke, auf der der Werksfahrer des britischen Herstellers schon so manch schönen Erfolg eingefahren hat. In Silverstone teilt sich der 29-Jährige wieder mit seinem britischen Aston-Martin-Werksfahrerkollegen Darren Turner das Cockpit des DBR9 für das Team Young Driver AMR (Paderborn). Und das unter erschwerten Bedingungen, denn das Duo hat 30 Kilogramm Zusatzgewicht an Bord – aufgrund der beiden dritten Plätze beim Mücke-Heimrennen auf dem Sachsenring vor zweieinhalb Wochen (14./15. Mai).

„Silverstone liegt eigentlich dem Aston Martin, doch mit unserem Erfolgsballast, wird es schwer werden, wieder einen Podestplatz zu erreichen“, sagt Stefan Mücke. „Allerdings haben wir ja auch auf dem Sachsenring nicht unbedingt mit dem Podium gerechnet. Ich werde jedenfalls versuchen, das Maximale aus dem DBR9 herauszuholen. Das Ziel ist, so viele Punkte wie möglich zu sammeln und möglichst den Abstand auf die Spitzenreiter in der Fahrerwertung zu verkürzen.“ Der beträgt derzeit nur fünf Zähler.

Doch bevor es im GT1-Renner für Stefan Mücke zur Sache geht, stehen am Dienstag und Mittwoch (31. Mai/1. Juni) erst einmal Tests im offenen Sportwagen-Prototypen AMR-One im italienischen Monza auf dem Programm. „Das ist die letzte Vorbereitung für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans am 11. und 12. Juni“, sagt der Berliner, der danach nur einen kurzen Zwischenstopp in seiner Heimatstadt macht und sich dann gleich weiter auf den Weg nach Silverstone macht. Von dort geht es kurz nach dem Rennen am Sonntag (5. Juni) zusammen mit Darren Turner im Straßenauto weiter nach Frankreich, denn da beginnt bereits am Montag (6. Juni) das Le-Mans-Programm. Vor dem Rennvergnügen hat Stefan Mücke also viele Kilometer Wegstrecke vor sich.
Roland Hanke
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Artikel vom 01.06.2011

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