Er überquerte nach 15 gefahrenen Runden als strahlender
Sieger und knapp 20 Sekunden vor dem Zweitplatzierten die Ziellinie. "Ich
bin rundum zufrieden, habe mich das ganze Wochenende gesteigert und freue
mich riesig über das Resultat", kommentierte der Fach-Pilot sein Rennen.
Weniger Glück hatte Heinz Bruder, der mit einem Porsche 997 GT3 Cup in der
Division 5b der Meisterschaft antritt. Nach einem Motorschaden im freien
Training wechselte er auf ein über Nacht aus der Schweiz herbeigeschafftes
Ersatzfahrzeug, fand aber zunächst seinen gewohnten Rhythmus nicht. Mit
seinen Qualifikationszeiten erzielte er einen neunten Startrang. Im Rennen
konnte Heinz Bruder der Spitzengruppe folgen, hatte ab Mitte des
Wertungslaufes jedoch mit einem weiteren Problem zu kämpfen und sah
schließlich als Neunter die karierte Flagge. "Es hat bis zum Rennen
gedauert, bis ich mich auf das veränderte Bremsverhalten des Ersatzgerätes
eingestellt hatte. Im Rennen konnte ich dann gut mithalten bis ich plötzlich
Krämpfe im linken Arm hatte, deren Ursachen ich jetzt erst einmal klären
muss. Mein Dank gilt auf jeden Fall dem Team, das mir den Einsatz überhaupt
ermöglicht hat", so Heinz Bruder, der gern an das gute Resultat, den zweiten
Platz vom Auftaktrennen in Hockenheim angeschlossen hätte.
Auch bei Antoine Meier lief es nicht rund im Rennen des Porsche Super Sports
Cup. Als Wiedereinsteiger nach einem Jahr Rennpause zurück im Cup lag er bis
zur 13. Runde an neunter Stelle des Klassements. Ein Dreher ins Kiesbett
bedeutete jedoch das frühzeitige Aus. "Antoine muss etwas geduldiger mit
sich sein. Mit mehr Coolness und Konstanz wird er auch wieder an seine
Möglichkeiten heranreichen", so Teamchef Alex Fach.
Endurance: Freude bereitete dem Team die Fahrerpaarung Giuliano
Longa/Heinz Bruder im Langstreckenrennen des Wochenendes. Das Duo hatte die Konkurrenz
im Griff und fuhr mit seinem PS-Boliden einem nie gefährdeten
Start-Ziel-Sieg in der Gruppe 5a entgegen.
Porsche Sports Cup: Im Porsche Sports Cup waren Daniel Marbot, René Schorno
und Marco Zolin am Start. Daniel Marbot sicherte sich mit seinem Porsche RS
92 den dritten Rang und damit einen Pokal in der Gruppe 2, während die
beiden Teamkollegen in der Gruppe 7e kämpften. Marco Zolin war über große
Teile des Wertungslaufes auf Podiumskurs, touchierte in einer der letzten
Runden jedoch René Schorno bei einem Überholversuch und schied unglücklich
aus.
Porsche Drivers Challenge: Der Rundkurs im südlichen Rhonetal ist mit seinen
ca. 3 Kilometern Länge mit vielen unterschiedlichen Kurventypen, Steigungen
und Gefällestrecken technisch äußerst anspruchsvoll. Für die Prüflinge im
Gleichmäßigkeitswettbewerb ist Ledenon eine besondere Herausforderung.
Hermann Straub hat die elf Runden gut gemeistert. Mit Rang sieben war er
selbst dennoch nicht ganz zufrieden: "Ich hatte in meiner Referenzrunde ein
Überholmanöver, das meine Zeitenplanung gestört hat. Da wäre sicherlich mehr
drin gewesen." Daniel Lang und Christian Aeschbach fuhren als elfter bzw.
dreizehnter in die Wertung. Christian Nägele bestritt wegen eines
Geschäftstermins diese Prüfung nicht, bringt das Wochenende jedoch auf den
Punkt: "Das Fahren mit dem GT3 macht einfach süchtig. Ich bin auf jeden Fall
beim nächsten Mal wieder mit von der Partie."
Die nächste Veranstaltung des Porsche SportsCup Suisse findet am 25. Juni im
französischen Le Castellet statt. |