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FIA GT1 Weltmeisterschaft 
Beste Performance zum Saisonabschluss in Südamerika
Zum letzten Rennen der neuen FIA GT1 - WM haben sich die zwölf Teams mit ihren Supersportwagen auf dem 6,27 km langen Kurs in San Luis in Argentinien getroffen. Der Kurs gilt allgemein als schwierig, da die Strecke abseits der Ideallinie sehr staubig ist und nur wenig Grip bietet. Das Swiss Racing Team ging wie gewohnt mit den Fahrerpaarungen Karl Wendlinger/Henri Moser und Seiji Ara/Max Nilsson in zwei NISSAN GT-R an den Start.
 © motioncompany
 Guter Abschluss der Saison in Argentinien
Schon im freien Training am Samstag hat sich abgezeichnet, dass die schwer abzustimmenden NISSAN GT-R eine gute Performance zeigen können. Henri Moser konnte enorm pushen und schaffte mit seinem Fahrzeugpartner Karl Wendlinger P11. Das Team hatte die Aussicht, erstmals im Qualifying ins Q3 zu kommen, da auch Wendlinger dem GT-R einiges abverlangen und das auch umsetzen konnte. Seiji und Nilsson erreichten hier P18. Wegen eines Unwetters wurde am Nachmittag das Pre Qualifying verspätet und in verkürzter Zeit durchgeführt. Die Strecke wurde bis auf einige Stellen wieder trocken, aber an diesen Stellen floss das Wasser wie in Bächen über den Teer. Swiss Racing und der Großteil der Teams entschieden sich, mit Regenreifen rauszugehen, da es unmöglich war, bei den Streckenverhältnissen Slicks zu verwenden. Vernünftige Platzierungen waren unter diesen Verhältnissen und der kurzen Zeit nicht zu erreichen, jedoch wurden Ara/Nilsson 13. und Wendlinger/Moser 18.

Swiss Racing Team in FIA GT1 WeltmeisterschaftIm ersten Qualifying konnte Wendlinger gut pushen und war zu Beginn immer im vorderen Feld, hatte aber das Gefühl, dass der Reifen hinten links nicht gut ist, worauf das Team vier neue Reifen aufzog, die sich aber überhaupt nicht entwickelt haben und der Österreicher damit keine Performance erreichte. Ein enttäuschender letzter Platz in Q1 war die Folge. Ebenso konnte sich der Japaner Ara nicht für Q2 qualifizieren. Dem Schwester-Team Sumo-Power erging es mit dem NISSAN GT-R mit der Startnummer #22 ähnlich.

Zur Vorbereitung auf das Qualifying Rennen ist der Schwede Nilsson mit seinem NISSAN im Warm-Up am Sonntagmorgen auf die Strecke raus und stellte nach vier Runden Geräusche im Motor fest. Nach Überprüfung entschied das Team, den Motor im Fahrzeug mit der Startnummer #4 zu tauschen. Obwohl das Team hervorragend gearbeitet hat, war die Zeit bis zum Qualifying Rennen, das 45 Minuten später begann, zu kurz, um einen Motortausch vorzunehmen. Das Auto blieb während der Session in der Box.

Im anderen Auto startete Henri Moser von der letzten Startposition und zeigte eine sensationelle Leistung. Bereits nach der ersten Runde befand er sich auf P17, eine Runde später auf P13, als das Safety-Car wegen eines Unfalls an einer engen Stelle auf den Plan gerufen wurde. Dadurch konnte sich der Schweizer auf P12 hinter dem Safety-Car einsortieren. Bis zum Öffnen des Boxenfensters kämpfte er sich noch um zwei Plätze vor und übergab bei einem guten Boxenstopp an Partner Karl Wendlinger. Auch er konnte sofort die Pace fortsetzen, erreichte Top-Rundenzeiten und konnte seine Position auf P7 bis zum Schluss behaupten. Das bisher beste Ergebnis für das Team in dieser Saison.

Der Ford GT von Leinders/Martin mit der Startnummer #40, der sich für das Hauptrennen vor dem Auto von Wendlinger/Moser qualifizierte, wurde wegen eines Motorwechsels noch um fünf Plätze zurückversetzt, so dass Wendlinger von Platz 6 aus ins Rennen starten konnte, gute Aussichten auf WM-Punkte. Aber nach bereits drei Runden meldete der Pilot über Funk, dass die Reifen vorne nicht OK sind, dass sie keinen Grip aufbauen. Die Folge war, dass die Rundenzeiten massiv eingebrochen sind und das Auto zum Fahrerwechsel in Runde 11 nur noch auf P14 lag. Das Team lieferte eine kurzen Boxenstopp und Moser übernahm das Fahrzeug. In seiner ersten Runde kämpfte er mit Tomas Enge (CZE) in einem Aston Martin um die Plätze und in einer Kurve wollte Moser an dem Tschechen vorbei, der zu machte und Moser keine Chance ließ. Sie berührten sich, Moser drehte sich raus und kam in die Box. Im Auto mit der Startnummer #4 startete Seiji Ara von der letzten Startposition, weil das Team im Qualifying Rennen nicht angetreten war. Ara und Nilsson lieferten eine solide Leistung und überfuhren die Ziellinie auf P13.

Teamchef Othmar Welti: „Wir haben uns über die anfängliche gute Performance sehr gefreut, mussten dann erneut feststellen, dass es mit dem NISSAN GT-R extrem schwierig ist, siegfähig zu sein. Im ersten Qualifying ist Karl Wendlinger anfangs sehr gut zurechtgekommen, bis wir den Reifensatz wechseln mussten, mit dem er dann Probleme hatte. Das ist nicht das erste Mal in dieser Saison, dass wir ab und zu Reifen von offensichtlich anderer Qualität zur Verfügung haben. Henri Moser ist in seinem Stint im Qualifying Rennen sensationell gefahren, ebenso Karl, der nach dem Wechsel sofort zwei Toprunden fuhr, jedoch dann mit dem NISSAN nur noch Mittelmaß erreichte. Im Hauptrennen hatten wir wieder das Gleiche und die Reifen bauten einfach keinen Grip auf und Henri drehte sich dann auch noch nach einem Unfall raus. Bei Seiji Ara und Max Nilsson fehlten die Kilometer vom Qualifying Rennen, die man für diese schwierige Strecke einfach benötigt.

Teammanager Erich Kolb: „Wir konnten mit dem Auto mit der Startnummer #3 eine gute Performance zeigen, die aber nicht durchgehend haltbar ist. Das war schon während der gesamten Saison mit beiden Autos so. Es ist schwierig, damit zu punkten. Ein dickes Lob muss ich unseren Mechanikern aussprechen, die nach dem warm up den Motor von Max aus Sicherheitsgründen wechseln mussten. 3.5 Stunden ist eine super Zeit und ermöglichte es Seiji und Max wenigstens am Hauptrennen teilnehmen zu können. Auch die Boxenstopps waren hervorragend und wir konnten im Rennen dadurch Plätze gewinnen.

motioncompany

Ara/Nilsson an der Box

motioncompany

Artikel vom 09.12.2010

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