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Meisterschaftskampf in der SCC weiterhin offen
Stimmen zu den Rennen
Beim vorletzten Saisonlauf auf der Highspeedstrecke in Monza konnte Exmeister Wolfgang Payr einen zweifachen Sieg landen. Der in der Meister- schaft führende Mitch Mitländer punktete in den beiden Rennen und fährt mit einem Punktepolster auf Sven Barth zum Saisonfinale nach Hockenheim. Der junge Österreicher Sandro Bickel sorgte mit seinem Sieg in der Division 2 für eine faustdicke Überraschung. Hier die Stimmen zu den beiden Rennen.
 © Jürgen Holzer
 Mitch Mitländer punktet auch in Monza
Sandro Bickel: Ich bin total erleichtert, dass ich das erste Mal gewonnen habe, das ist super. Jetzt muss ich das alles erst einmal realisieren. Das ist viel auf einmal. Ich habe vor Monza überhaupt nicht damit gerechnet. Heute hat einfach alles gepasst, das Auto, die Geschwindigkeit und auch die anderen Fahrer sind fair gefahren, also alles tipp topp. Die letzten Rennen war ich immer mittendrin, aber für das erste Jahr hat das da schon gut gepasst. Mehr hatte ich eigentlich nicht erwartet.

Jürgen Holzer

Große Freude beim Überraschungssieger Sandro Bickel in der Division 2

Thorsten Rüffer: Ich habe meinen ersten richtigen Fahrerfehler im Rennen gemacht. Zu Beginn hatten die Vorderreifen offensichtlich nicht genügend Temperatur. Ich war meine Regenrennlinie noch gewöhnt und bin die Parabolica dann ganz weit außen angefahren. Schon beim Anbremsen habe gemerkt, dass das überhaupt nicht passt und bin dann mit Untersteuern nach außen auf den Grid gekommen, an den ich nicht gedacht hatte, dadurch dann aufs Grün und danach gefühlte 250 Meter durch das Kiesbett an den Reigenstapel entlang gepflügt. Danach habe ich alles gegeben und ich habe mit minimalen technischen Problemen mit der Benzinzufuhr noch den zweiten Platz belegt. Ich war dann schon überrascht, als Sven und Sandro vor mir auftauchten, da die beiden mich schon beim Start überholt hatten. In dem Moment wurde ich auch noch von hinten an geschupst und nach dem Ausritt durchs Kiesbett hatte ich mich im Grunde abgeschrieben.
Beim ersten Rennen war mein Grinsen wie festgetackert. Letzter gewesen, die Ampel nicht gesehen und dann voll in die Gischt reingefahren. Als ich dann die erste rote Lampe sah, habe ich gedacht, jetzt bremst du auch einmal. Die Jungs haben das Auto perfekt eingestellt, es lag super und es hat einen riesen Spaß gemacht das Feld von hinten zu durchpflügen und auch noch Mitch zu überholen, der aber Probleme mit seinen Reifen hatte.

Jürgen Holzer

Wolfgang Payr zweifacher Sieger in Monza

Wolfang Payr: Das hat schon gepasst. Jetzt ist das Auto wieder umgebaut worden nachdem wir zu Beginn noch viele Probleme hatten. Heuer hat es endlich so funktioniert, wie es funktionieren soll. Ich glaube, dass wir jetzt alle Kinderkrankheiten ausgemerzt haben. Es war schon Zeit jetzt wieder einmal ganz rauf aufs Siegerpodest zu klettern. Das war das vorletzte Rennen in der Saison. Bis jetzt gab es nur Ausfälle und Probleme, also es hat schon gepasst. Ich bin gleich gut weggekommen und wenn man durch die ersten Schikanen gut durchkommt, hat man gleich 50 Meter Vorsprung und dann ist es ein glückliches Rennen. Ich habe eigentlich das gesamte Rennen über niemand im Rückspiegel gesehen.  

Im ersten Rennen hatte ich eigentlich schon einen relativen guten Vorsprung herausgefahren. Beim Raus beschleunigen, bin ich auf die weiße Linie gekommen, dadurch das neue Auto hinten recht groß und breit ist, und habe mich gedreht. Ich bin dann von der Piste gerutscht, der Motor ist abgestorben und da es immer eine Zeit dauert einen heißen Motor zu starten sind einige Mitbewerber durchgerutscht und die musste ich mir dann wieder holen. Ich aber immer an den Sieg geglaubt. Die Hoffnung gibt man nie auf und wenn die Möglichkeit da ist, greift man. Dies ist gut aufgegangen.

Patrick Holzer

Sven Barth -nach tollem Quali im Rennen weniger glücklich

Mitch Mitländer: Regen gefällt mir eh nicht so besonders, aber das liegt an mir. Wir müssen aber jetzt noch mit dem Auto arbeiten, so dass wir eine gute Abstimmung finden. Beim Rennen haben wir auf der einen Seite festgestellt, dass sich die Reifen aufgelöst haben, aber auf der anderen Seite fahren wir auf Punkte. Das hat ganz klar oberste Priorität. Lieber weiter hinten ankommen und sich aus allem raushalten. Bei solchen Bedingungen können schon drei, vier km/h zu viel ausschlaggebend sein, dass man ins Kiesbett fährt. Auch für das zweite Rennen war das die oberste Devise. Wir kämpfen immer noch mit Sven Barth um die Meisterschaft, der bei einem Ausfall theoretisch immer noch gewinnen könnte. Daher müssen wir genauso wie bisher weitermachen, also keine Spirenzchen, alles muss auf den Punkt passen und ankommen.

Im ersten Rennen war für mich persönlich die Devise aufzupassen, da ich wusste, dass die vier hinter mir Kampfhähne sind. Bevor da etwas passiert mache ich lieber Platz und so ist es dann auch passiert. Danach war es ein tolles Rennen bis zum Schluss, als das Auto stark nachgelassen hat. Im Trockenen beim zweiten Rennen habe ich dann gleich von Beginn an Gas gegeben und bin gleich weit nach vorne gekommen. 

Sven Barth: Nach dem tollen Quali bin ich natürlich mit dem weiteren Verlauf des Wochenendes nicht zufrieden. Das Setup hat einfach nicht hingehauen. Ich konnte nicht angreifen und musste immer zusehen den Platz ins Ziel zu bringen. Schade, dass meine Pole Position vom zweiten Rennen gestrichen wurde. 
Patrick Holzer

Artikel vom 27.09.2010

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