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| Radical Masters in Silverstone 2010 |
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| Britischer Rennsport bei “unbritischem” Wetter |
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Das einzige Treffen der Masters und der UK Cup Meisterschaft auf britischem Boden entwickelte sich zu
einem der spannendsten und aufregendsten Wochenenden in der Geschichte des
Radical- Rennsports. Terrence Woodward und Ross Kaiser konnten in ihrem SR8 nicht nur beide Rennen sondern mit dem 360°
Racing Team auch den Titel des Competition Car Insurance Radical UK Cup 2010 in der Master-Klasse
für sich entscheiden |
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Radical
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| Packendes
Finale der Radical Masters in Silverstone |
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Das 50 Fahrzeuge starke Starterfeld aus 17 verschiedenen Nationen war bereits die Garantie für ein
Feuerwerk an einmaligen Manövern und die Zuschauer in Silverstone wurden nicht enttäuscht, als beide
Rennen mit fast schon bizarren und dramatischen letzten Runden erst auf den letzten Metern
entschieden wurden.
Rennen 1
Während des ersten Rennens am Samstag musste der SR8 von Per Staaf von der Startaufstellung
geschoben werden und der Start verschoben werden. Nach dieser Verzögerung musste auch Kaiser
zurück in die Boxengasse, da auch sein Auto nicht mehr ansprang.
Als anschließend die roten Lichter ausgingen, fuhren die SR8 LM von Jamie Patterson und James Swift
Seite an Seite in Copse Corner, bis es Swift gelang sich an die Spitze zu setzen. „Es wurde ein wenig eng
und er hat mich dann bei Becketts doch gekriegt“, sagte Patterson.
Aber bereits eine Runde später errang Patterson kurz vor Luffield den ersten Platz zurück, dicht gefolgt
von Swift, Callum Lockie, Stuart Moseley und Patrice Guillaume bremste sich die fünfer Gruppe in die
Kurve. “Wegen zu wenig Haftung musste ich bei Abbey eine weite Linie nehmen und anschließend wieder
aufschließen“, schildert Moseley. Shaun Balfe folgte Moseley’s Linie, was in einer 360°-Drehung endete.
Auf seinem Weg zur Spitze überholte Moseley erst Lockie in der vierten Runde bei Valve und rückte so
auch wieder in Sichtweite zu Swift. Dieser war zu einem frühen Boxenstop gezwungen, was Moseley
ermöglichte Patterson zu jagen, während es auf die obligatorischen Boxenstops zu ging. Lockie war
immer noch auf der dritten Position, als auch Manhal Allos und die Verfolger Kaiser und Balfe nach dem
Ausscheiden Swifts in den Kampf um die Top Sechs zurück kamen.
Patterson war einer der Ersten in der Boxengasse, aber er hatte Pech. „Die Bremsen haben ab der
vierten Runde nicht mehr richtig verzögert, das Pedal ist mehrfach durchgerutscht und anschließend
haben noch die Hinterräder blockiert. Während des Stopps bemerkten wir das Bremsflüssigkeit auslief
und so musste ich aufgeben“, erklärte er. Moseley übergab das Lenkrad an Derek Johnston als neuer Führender vor Kaiser und Allos.
Aber kaum nahm Johnston im Auto Platz, kam das Safety Car zum Einsatz und sein komfortabler 21-Sekunden-
Vorsprung löste sich auf. Eine Runde nach der grünen Flagge übernahm Woodward die Führung,
gefolgt von Allos. Johnston stand nun unter Druck von Roger Bromiley/Balfe’s SR8 im Kampf um den
dritten Platz. Woodward baute seine Führung in den folgenden Runden weiter aus, konnte aber nicht
ahnen, was ihn noch erwartete. „Ross musste wie ein Besessener fahren um wieder im Wettkampf
mitreden zu können und dann half uns das Safety Car. Ich hatte einen guten Vorsprung als wir in die
letzten Runden starteten, aber ein Verfolger fuhr dicht auf und versuchte mich noch einmal in
Brooklands Corner herauszufordern. Dabei schlug er in meine Seite ein und ich musste mich mit einem
zerstörten Hinterrad ins Ziel schleppen, “ erklärte er. Allos war sowohl überrascht als auch begeistert als er sich plötzlich auf dem zweiten Rang fand. „Ich
habe mich gut entwickelt und wartete dass andere Probleme bekommen. Als dann das Safety Car raus
kam, half mir das sehr. Ich war mir nicht bewusst, dass das Auto, das Terrence bedrängte, drei Runden
hinter uns lag, “ berichtet er. Bromiley gelang noch der Sprung vor Johnston auf den dritten Rang in den letzten Runden. „Dritter zu
werden war atemberaubend, das letzte was ich in diesem Rennen und mit dieser Konkurrenz erwartet
habe war ein Platz auf dem Podium“, erzählt Bromiley.
Ian Flux/Christian Droop’s SR8 LM erreichte noch einen starken fünften Rang vor Lockie/Jacobs in der
letzten Runde. „Ich wollte nur das Auto in einer aussichtsreichen Position übergeben“ erklärt Droop. „Ich
habe die Ratschläge ignoriert und bin mit den weichen Federn ins Rennen gegangen, da ich dachte es
würde regnen. Ferner habe ich den Wagen beim Verlassen der Boxengasse abgewürgt“ fügte Flux
hinzu. Richard Fearns/Tom Ashton wurden Siebter. “Richard machte sich Sorgen, ob er das Auto in heilem
Zustand an mich übergeben könnte, aber es war super,” berichtet Ashton. Kurz vor dem Safety Car, lag
Jaap Bartels noch auf dem 11. Rang, aber ein gelungener Sprint ließ ihn noch auf Rang Acht
abschließen. „Ich habe mich in der ersten Kurve gedreht und konnte dann nach dem Safety Car wieder
Plätze gut machen, wurde gerammt und musste alles wieder von vorne anfangen, aber alles in allem
wirklich angenehm,“ erzählt er.
Stefan Müller’s SR8 LM erreichte den neunten Rang, gefolgt von den Siegern der Supersport-Klasse
Andrea Fausti/Marco Cencetti als Letzte der Top Ten. „Ich denke wir sind wahrscheinlich die beste
Paarung unserer Klasse. Wir fahren so schnell wir können, aber auch immer so sicher wie möglich,“
erklärt Fausti. Colin Noble wurde Zweiter der Klasse, aber Rang Drei reichte für Ross Allen und Chris Dymond um den
Gesamtsieg des UK CUP zu sichern. „Wir hatten nicht ein einziges Problem und haben heute alle
möglichen Neuteile ins Auto gepackt. Das hätten wir ohne KB Developments nie geschafft, ein
brilliantes Team, das uns das ganze Jahr über ein zuverlässiges Auto vorbreitet haben“, bedankt sich
Allen. Peter Osborne und Alex Kapadia wurden die Vierten der Klasse, gefolgt von Jassim al Shamsi und Tom
Stubbe Olsen.
Rennen 2
Patterson gelang der beste Start im morgendlichen Rennen am Sonntag und so setze er sich vor
Woodward, Bromiley, John Stanley, Per Staaf und Allos. Aber erneut musste das Safety Car zum Einsatz kommen, als mehrere Fahrzeuge in Copse von der
Strecke abkamen. „Ich konnte gut starten, musste dann allerdings hart bremsen, war eingeklemmt und
wurde dann von beiden Seiten berührt – danach war mein Rennen vorbei,“ berichtet Johnson, einer
der Betroffenen. Während Patterson und Woodward sich freikämpften, kämpfte das folgende Trio hart um den dritten
Rang. Stück für Stück gelang es Staaf sich von Bromiley und Stanley abzusetzen. Patterson konnte seine
Führung bis zu den Boxenstops ausbauen und als Woodward in Copse Corner durch das Öl von Jacobs
Fahrzeug zu weit nach außen geriet, konnte Staaf sogar den zweiten Rang belegen. Bromiley sicherte
sich den vierten Platz vor Stanley, dicht gefolgt von Allos. Patterson schloss schnell wieder zu den Vier auf, aber sowohl Staaf als auch Kaiser ließen nicht nach.
Diese beeindruckenden Rangeleien hielten die Zuschauer bis zu den letzten Runden in Atem.
„Ich hatte die Führung, aber wurde dann durch ein langsameres Fahrzeug aufgehalten und konnte
meine Geschwindigkeit nicht mehr halten,“ erklärte Staaf.
„Ich fuhr auf Rang Drei, konnte zu Jamie aufholen und dann konnte er sich doch wieder absetzen. Ich
hätte einen harten Angriff fahren müssen, was aber zu riskant war. Ich konnte mich dann vor Per setzen
und Jamie weiter jagen, als er nach einem Dreher eines Konkurrenten dessen Wagen traf und sein
Rennen nicht mehr fortsetzen konnte.“, erklärte Kaiser. „Ich hatte alles im Griff, kam um die Kurve und
da war das andere Auto – ich konnte nicht mehr ausweichen,“ erzählte Patterson.
Der 360° Fahrer bahnte sich seinen Weg durch die Trümmer und errang den zweiten Sieg des
Wochenendes vor einem sehr zufriedenen Staaf auf Rang Zwei. Stanley/Swift sicherten sich Platz Drei
nachdem sie sich gegen Greg Hart durchsetzen konnten. Allos und Müller vervollständigten die Top
Sechs nachdem Balfe durch eine defekte Benzinpumpe zwei Runden vor Schluss ausschied.
Es folgten Robert Enestedt und Jürgen Güllert, die beide davon profitierte, dass Fearns in den letzten
Minuten des Rennens durch Öl auf der Strecke in Copse von der Strecke flog.
Droop/Flux wurden Neunte, vor den Supersport-Klassensiegern Allen/Dymond. Aber Dymond musste
hart ran um eine Runde vor Schluss die Führung der Klasse von Greensall/Woolhead, die das gesamte
Rennen führten, zu erringen. Mark Smithson war hocherfreut den zweiten Rang der Klasse zu belegen, „Ich habe mir den Ratschlag
zu Herzen genommen und mich aus allem Ärger rausgehalten, aber ich hatte einen Dreher in der ersten
Runde,“ berichtet er.
Phil Abbott hätte das Podium auch erreichen können, wurde aber durch einen späten Dreher daran
gehindert. „Ich habe leider den Platz verloren, den James uns so hart erarbeitet hatte,“ erklärte er.
Stattdessen wurde Zbynek Passer Dritter, vor Osborne/Kapadia, Fausti/Cencetti und auf Rang Sechs das
Vater-Sohn-Gespann Abbott.
Woordward und Kaiser verließen Silverstone nicht nur als Jahresgesamtsieger der Masters-Klasse des UK
Cups, sondern auch mit einem Spitzenergebnis für den Kampf im Finale der Masters in Abu Dhabi. Kaiser
kämpft auch weiterhin mit 107,5 Punkten in der Sunoco Rolex Daytona Challenge gegen den britischen
Formel3 Meister Jean-Eric Vergne mit 105,83. „Vergne braucht nun noch zwei Siege, zwei Pole Positions
und eine schnellste Runde in Brands Hatch um Ross die Gewinnerfahrt in Daytona abnehmen zu
können,“ erklärte Anglo American Oil Chef Anders Hildebrand. |
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| Peter Scherer |
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Artikel vom 17.09.2010
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