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Mühlner Motorsport mit Top Ergebnissen beim ADAC GT Masters in Hockenheim: Sieger am Samstag und Dritter am Sonntag
Führung in der Teamwertung & Bergmeister Zweiter bei den Fahrern
Das im belgischen Spa- Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team nahm am dritten Wochenende des ADAC GT Masters auf dem Hockenheim Ring wieder mit drei Porsche 911 GT3 R (Modell 2010) teil. Startnummer 10 wurde wie bereits am Sachsen ring von den beiden Berg meister Brüdern Tim und Jörg (beide Langenfeld) gefahren. Dr. Jürgen Häring (Bubsheim) und Taki Konstantinou (Waldorfhäßlach) teilten sich den METATOP Porsche mit der Startnummer 11.
 © ADAC GT Masters
 Die beiden Porsche von Mühlner Motorsport
Frank Schmickler (Rösrath) fuhr auf dem WEG Porsche mit der Startnummer 12 mit dem dritten Partner im dritten Rennen: nach Kevin Estre in Oschersleben und Charlie Geipel am Sachsenring war es nun in Hockenheim das Supercup Ass René Rast (Steyerberg), der bereits zusammen mit Tim Bergmeister das Sonntagsrennen beim Saisonauftakt in Oschersleben auf dem Mühlner Porsche 911 GT3 Cup S gewonnen hatte.

Die Freien Trainings am Freitag waren schwierig. Da laut Reglement mit den am Sachsenring gebrauchten Reifen gefahren werden muss und diese absolut fertig waren, konnte man keine verwertbaren Erkenntnisse für das Set Up sammeln. Im Qualifying 1 fuhren Tim Bergmeister, Schmickler und Konstantinou daher nur auf die Plätze fünf, neun und dreizehn der 26 teilnehmenden Fahrzeuge. Im zweiten Qualifying fuhren dann Jörg Bergmeister, Rast und Häring auf die Plätze fünf, sechs und sechzehn. Rast fuhr zwar eine Runde, die ihn auf Startplatz 4 gebracht hätte, diese wurde ihm aber aberkannt, da er in einer Kurve mit allen 4 Rädern außerhalb der weißen, die Strecke markierenden, Linien war.

Das erste Rennen war für Schmickler vorbei noch bevor es richtig losgegangen war. Bereits in der ersten Kurve wurde er in die Zange genommen, konnte aber weiterfahren bevor ihm dann kurze Zeit später ein Audi so heftig ins Heck fuhr, dass er wiederum vorne auf ein Auto geschoben wurde und sich den Kühler beschädigte. Tim Bergmeister kam auf Platz vier vor und Konstantinou fuhr auf einen bemerkenswerten achten Rang, den er allerdings kurz vor dem Boxenstopp wieder verlor und dann als Zehnter an Häring übergab. Dieser fühlte sich mit dem Set Up des METATOP Porsche nicht wohl und fiel in der Folge auf Rang 13 zurück. Jörg Bergmeister war nach dem Fahrerwechsel Dritter und profitierte dann von den Fehlern der vor ihm Liegenden. Erst musste der Zweitplatzierte eine Stop and Go Strafe absolvieren, da er einen zu kurzen Boxenstopp absolviert hatte und dann bekam der Führende eine Durchfahrtsstrafe, da er dreimal mit allen vier Rädern die Strecke verlassen hatte. So ging der Sieg an die beiden Bergmeister Brüder, die damit den 100. Sieg in der Teamgeschichte von Mühlner Motorsport einfuhren.

Für das Sonntagsrennen galten dann schon die durch die Ergebnisse des Samstagsrennens zustande gekommenen Erfolgsgewichte. Schmickler und Rast durften 30 Kilos ausladen und die Bergmeisters mussten 30 Kilos zuladen. Daher konnte Rast im WEG Porsche nun die Pace mitgehen und fuhr aus eigener Kraft auf Platz 2 vor. Jörg Bergmeister hingegen, nun mit 45 Kilo mehr als Rast an Bord, folgte auf Rang 4. Häring im Metatop Porsche kam nun mit dem für das Sonntagsrennen verändertem Set Up perfekt zurecht und wurde von Runde zu Runde schneller bis ihn ein technischer Defekt bremste und er ohne Vortrieb ausrollte.

Upietz

Bernhard Mühlner mit seinen beiden Siegfahrern Jörg und Tim Bergmeister

Teamchefin Renate-Carola Mühlner, an der Boxenmauer für Zeitnahme, Taktik und Strategie zuständig, bewies ein weiteres Mal ihre Erfahrung und Coolness und holte Rast zum Fahrerwechsel an die Box, als dieser von einem überrundeten Audi aufgehalten wurde und ließ Bergmeister bis zum Ende des Pit-Stop-Fensters fahren, sodass dieser gerade mal 11 Sekunden vor Ablauf der Zeit die relevante Linie der Boxeneinfahrt überquerte.

Da Rast im WEG Porsche auf der In-Lap von dem überrundeten Audi aber nicht nur aufgehalten sondern auch in eine Kollision verwickelt wurde, kam Schmickler nur als Dritter wieder auf die Strecker zurück. Tim Bergmeister, der den Porsche mit der Startnummer 10 zwei Runden später von seinem Bruder Jörg übernahm, lag somit schon in Schlagdistanz auf einen Podiumsplatz. Als in Folge der Kollision mit dem Audi auch noch die Servolenkung im WEG Porsche den Dienst quittierte, erbte Bergmeister kampflos den 3. Rang und konnte ein weiteres Podiumsergebnis einfahren. Schmickler hingegen kämpfte mit unglaublich hohen Lenkkräfte und brachte den WEG Porsche mit viel Einsatz immer noch auf Platz 4 ins Ziel.

„Das war mal wieder ein durchaus erfolgreiches Wochenende. Der 100. Sieg in unserer Teamgeschichte am Samstag und ein weiteres Podium trotz hohem Gewicht am Sonntag waren nach der Speed im Qualifying nicht unbedingt zu erwarten. Schade, dass die Ergebnisse des WEG Porsche von Frank und René in beiden Rennen von zwei Audis negativ beeinflusst wurden und dass unsere beiden Amateure Jürgen und Taki im zweiten Rennen ohne Vortrieb stehen blieben. Aber so etwas kann immer einmal passieren. Wir haben die Führung in der Teamwertung zurückerobert und Tim ist jetzt Zweiter in der Fahrerwertung. Insofern überwiegt deutlich das Positive“, bilanziert Bernhard Mühlner das ADAC GT Masters Rennwochenende in Hockenheim.
Presse Mühlner Motorsport

Artikel vom 01.06.2010

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