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Sportwagen-Pilot Stefan Mücke holt als Fünfter in Silverstone erste Weltmeisterschafts-Punkte 
Mit Christoffer Nygaard im Aston Martin DBR9 einen Platz vorgerückt
Sportwagen-Pilot Stefan Mücke, im Aston Martin DBR9 zusammen mit seinem dänischen Fahrerkollegen Christoffer Nygaard vom Team Young Driver AMR (Paderborn/ Kopenhagen) im vierten Saisonlauf der FIA GT1 World Championship am Sonntag (2. Mai) als Sechster ins Ziel gekommen, ist einen Platz aufgerückt und wird nun als Fünfter gewertet. Somit holte der Berliner bei der zweiten Station im englischen Silver- stone seine ersten zehn WM-Punkte. 
 © Alexander Trienitz/Motorsportbild.de

 Erfolgreicher Start in Silverstone 

Der Aston-Martin-Werksfahrer ist damit Gesamtneunter. Der Brite Darren Turner und der Tscheche Thomas Enge, ebenfalls vom Team Young Driver AMR im DBR9, die zunächst als Sieger ins Ziel kamen, wurden Stunden nach dem Rennen nachträglich aus der Wertung genommen. Bei der technischen Nachkontrolle stellten die Kommissare fest, dass die am Unterboden montierte Holzplanke unterhalb des vom Reglement vorgegebenen Mindestmaßes lag. Das Team hat gegen den Wertungsausschluss Berufung eingelegt. Als vorläufige Sieger wurden die Briten Warren Hughes und Jamie Campbell-Walter im Nissan GT-R erklärt.

Trotz ihrer ersten WM-Punkte hatten Mücke/Nygaard allerhand Pech. Das Duo, das im Qualifying Race am Samstag (1. Mai) auf der 5,9 Kilometer langen Piste wegen eines Reifenschadens vorzeitig ausschied, musste tags darauf vom Ende des Feldes starten. Die Aufholjagd wurde dann nach 28 Runden mit den ersten Zählern belohnt. „Die Punkte waren das Beste an diesem Wochenende, an dem wir einige Probleme hatten. Es war mehr möglich“, sagte Stefan Mücke.

Der Berliner hatte das Rennen begonnen und wurde gleich in der ersten Runde von mehreren Mitkonkurrenten touchiert. „Dennoch konnte ich einige Plätze gutmachen, doch dann fuhr mir in der zweiten Runde ein weiterer Mitkonkurrent ins Auto, das sich drehte und einen Reifenschaden erlitt“, berichtete Stefan Mücke, der zum Reifenwechsel in die Box musste. „Uns kam da zwar eine Safety-Car-Phase entgegen, doch aufgrund der streng limitierten Reifensätze musste das Team ältere Reifen aus dem freien Training und dem Qualifying Race aufziehen. Da ging nicht mehr viel, denn am Ende war kein Gummi mehr drauf.“ Als Christoffer Nygaard nach einer halben Stunde auf Position 13 übernahm, konnte er noch einen guten Satz Reifen verwenden und weiter nach vorn fahren.

„Das war richtig gut und zeigt, was ohne das Pech im ersten Abschnitt möglich gewesen wäre. Ich denke, das Podium war in Reichweite“, sagte Stefan Mücke, der bereits am kommenden Wochenende (7. bis 9. Mai) seinen nächsten Einsatz bestreitet. Er wird zusammen mit Enge und Nygaard beim zweiten Lauf der Le Mans Series (LMS) im Aston Martin DBR9 das 1000-Kilometer-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps in Angriff nehmen. Im ersten LMS-Rennen war der 28-Jährige im Acht-Stunden-Rennen im französischen Le Castellet (11. April) im geschlossenen LMP1-Sportwagen-Prototypen Lola-Aston Martin sehr guter Zweiter geworden. „In Spa werde ich allerdings im GT1-Renner sitzen. Das wird bestimmt auch sehr interessant“, glaubt Stefan Mücke. 
Roland Hanke

Artikel vom 04.05.2010

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