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Aschewolke gefährdete FIA GT1 WM-Einsatz in Silverstone
SRT-Köpfe organisierten außerplanmäßige Rückflüge mit der AUA
Die Aschewolke über Europa legte bekanntlich den Flug- verkehr in Europa komplett lahm und viele Teilnehmer der FIA GT1 Weltmeisterschaft mussten ihren Aufenthalt in Abu Dhabi unfreiwillig ver- längern. Es begann ein Wettlauf mit der Zeit um Mensch und Material termin- gerecht für das kommende Rennen in Silverstone nach Europa zu bringen. Othmar Welti (Teamchef Swiss Racing Team) und Erich Kolb (Teammanager Swiss Racing Team) nahmen die Situation selbst in die Hand.
 © motioncompany
 Wettlauf mit der Zeit vor Silverstone 
Hilfe boten langjährige, freundschaftliche Motorsportverbindungen zu Jetalliance. Ein Anruf von Othmar Welti bei Teamowner Lukas Lichtner-Hoyer genügte und die „Rettung“ kam ins Rollen. Lichtner-Hoyer setzte sich sofort ein. Erst war eine Maschine aus Moskau im Gespräch. Es bedarf vieler Bemühungen, überhaupt Überfluggenehmigungen zu bekommen. Das ist keine Sache von einer Stunde. Diese Länder haben eine ganz andere Behördenstruktur als wir. Das alleine dauert eine Weile.“ erklärte Welti. Pilot Werner Langer (Austrian Airlines Pilot und Freund des Teams und Jetalliance) klinkte sich ein. Er ging direkt zur Direktion der AUA, beschrieb die Situation und erfragte ein Flugzeug für die Rückreise der „Gestrandeten“.

Unkompliziert und hervorragend durchorganisiert, wurde eine Maschine und letztendlich sogar noch eine Weitere eingesetzt, um circa 200 Personen nach Europa zu fliegen.
Viele angebliche preisgünstige Flugangebote verzögerten zwischenzeitlich den Ablauf unnötig, so dass es anfangs Zusagen für die Rückflugteilnahme gab, die dann aufgrund unmöglicher Gegenanbieter wieder zurückgezogen wurden. Keiner dieser Flüge fand je statt. Endlich kam das Bewusstsein, dass der Einsatz der GT1 im britischen Silverstone am kommenden Wochenende massiv gefährdet ist. SRO-Chef Ratel klinkte sich mit ein, buchte 180 Plätze für die anderen Teams und so konnten alle am Donnerstagmorgen die Heimreise antreten.

„Vielen Dank an die AUA, an Jetalliance-Chef Lukas Lichtner-Hoyer und Werner Langer. All die haben sich enorm für uns eingesetzt. Das war eine organisatorische Meisterleistung. Langer kam mit der Aussage: er schickt die Kavallerie um uns raus zu holen.“ Othmar Welti freudig. Die Rennautos wurden inzwischen nach Luxemburg geliefert und um keine Zeit zu verlieren, wurde in der Nähe vom Nürburgring eine Werkstatt angemietet um die zwei leicht beschädigten Nissan GT-R wieder auf Vordermann zu bringen.

„Wir arbeiten am Limit und fahren am Mittwochmorgen nach Silverstone. Das Team ist immer noch mit dem Aufbau der Autos beschäftigt und macht einen tollen Job“ lobt Erich Kolb.
Christian Hohenadel Presse

Artikel vom 27.04.2010

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