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   ATS Formel 3 Cup I Übersicht      
Jim Clark Revival Hockenheim -  Saisonauftaktrennen im ATS Formel-3-Cup 
Vervisch Reloaded
Dem Schweizer Swiss Racing Team stockte während des Starts gemeinschaftlich der Atem, als Frederic Vervisch (Startplatz 6) sich gleich zu Beginn Platz 3 schnappte. Und er setzte seine Jagd nach vorn fort und holte sich in Runde 2 den 2. Platz. Der Belgier mit Podiumerfahrung schnupperte Siegerluft und blieb den führ- enden (Matteo Chinosi) auf den Fersen, dicht gefolgt von Sebastian Saavedra.
 © motion company
 Frederic Vervisch im starken Verkehr auf dem Hockenheimring

Jim Clark Revival Hockenheimring
Vervisch pushte und pushte, konnte den Speed vom Verfolger jedoch nicht Stand halten und musste seinen erkämpften zweiten gegen einen tollen dritten Platz eintauschen. Ein Podiumsplatz wurde es alle mal zur Freude des gesamten Swiss Racing Teams unter Leitung von Othmar Welti. Mitstreiter Max Nilsson musste leider im ersten Rennen in dieser Saison auf seine Zieleinfahrt verzichten. Der Schwede kämpfte sich hochmotiviert durch das Mittelfeldgetümmel auf Rang 13. Doch nachdem ihn Federico Glorioso im ersten Drittel des Laufes touchierte und sein Fahrzeug rennuntauglich machte, schleppte sich Max Nilsson(S) in die Box. "Wir wissen, dass wir noch jede Menge Arbeit haben. Und wir werden daran hart arbeiten. Schließlich haben wir ein gemeinsames Ziel", erklärt Erich Kolb Teammanager.

 Frederic Vervisch (BE) bei der Siegerehrung

ISo war die Aussage von Erich Kolb, Teammanager des Swiss Racing Team nach dem Zweiten Lauf der Saison im ATS Formel 3-Cup am badischen Hockenheimring. Das Lachende bescherte ihm und seinen Kollegen der Schwede Max Nilsson (Dallara F307 OPC-Challenge). Trotz ungünstiger Startposition(15), im unfallträchtigen Mittelfeld, ackerte er sich Lap um Lap auf Position 5 vor. " Max ist ein hervorragendes Rennen gefahren. Seine Rundenzeiten waren sehr
gut", resümierte Othmar Welti, Teamchef Swiss Racing Team. Zwei Runden vor Schluss machte der schnelle Philipp Eng Druck auf sein Heck, Nilsson gab nach und nimmt den sechsten Platz mit nach Hause. " Ich bin so froh, dass ich in die Punkte gefahren bin. Ich kann jetzt
entspannt nach Hause fahren", so Max Nilsson und lacht. Das weinende Auge tränte wegen Frederic Vervisch. Und dabei lief es anfangs so gut für ihn und sein mitfieberndes Team. Fast unglaublich wiederholte sich das Startgeschehen vom Vortagsrennen. Liegen gebliebene Fahrzeuge in der vorderen Reihe sorgten für Fahrzeugdefekte und einen Restart. Vervisch (Dallara F 307 OPC-Challenge) fädelte sich geschickt in die Spitzengruppe auf P2 ein und
hielt ihn konstant. Sein vertrauter Gegner Sebastian Saavedra wollte es in Runde 12 wissen und es kam in einer Kurve zum Crash.
Vervisch war außen und Saavedra hat sich in die Innenspur gebremst, hat jedoch seine Geschwindigkeit unterschätzt, sich dann raus gedreht und Vervisch kam wieder nach innen. Saavedra wollte abermals zumachen und es krachte. Das bedeutete das vorzeitige Ende des Rennens für Beide. Zur Schuldfrage gibt es unterschiedliche Aussagen, aber das ist Motorsport.
Spannend weiter geht es in zwei Wochen, 10.-11.05.08 in der Motorsportarena Oschersleben.

Max Nilsson in seinem Dallara auf dem 6. Platz in Hockenheim

Unter strahlend blauem Himmel haben sich an diesem Formel 3 Wochenende am Hockenheimring, nicht nur harte Motorsportler eingefunden, sondern auch Besuch
der besonderen Art: Auf Initiative von motioncompany kamen eine Gruppe körperlich und geistig beeinträchtigte junge Leute in Begleitung von Peter Rost (Ehrenamt), Schwester Maria Magdalena (St. Franziskuswerk Schönbrunn) und Msg. Robert Urland vom päpstlichen Corps Papst Benedikts XVI., eigens auf die Einladung hin aus Rom angereist. Diese konnten mit großer Begeisterung in die Faszination Motorsport eintauchen.
Ermöglicht hat das das Schweizer Swiss Racing Team. Alle waren begeistert an der Sache und zwei der Jungs durften unter Anleitung von Reto Camenzind (Mechaniker) beim Räderwechsel behilflich sein. „Ein außergewöhnlicher und unvergesslicher Tag für uns alle.“ bestätigten Schwester Maria Magdalena und Msg. Robert Urland gleichermaßen. Am späten Nachmittag fuhren alle aufgedreht und mit leuchtenden Augen, in ihren Alltag zurück. 
Dieser Tag hat nicht nur einen bleibenden Eindruck bei den Besuchern hinterlassen, auch Swiss Racing war sehr angetan von diesem Erlebnis. Danke an Othmar Welti und sein Team, ebenso an die Hockenheimring GmbH, die die Eintrittskarten kostenfrei zur Verfügung gestellt hatten.

motion company - auch Fotos
 
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Artikel vom 28.04.2008

   
   

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