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Jim
Clark Revival Hockenheim - ATS Formel-3-Cup
- Erfahrung siegt |
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Start-Ziel-Sie beim Auftakt: Matteo Chinosi |
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Spannender hätte das erste Rennen des ATS Formel-3-Cup auf dem Hockenheimring nicht sein können. Nachdem die beiden HS Technik
Motorsport- Piloten Sebastian Saavedra und Philipp Eng (beide Dallara F307 Mercedes) ihre Autos abgewürgt hatten, übernahm der Italiener Matteo Chinosi
(Dallara F307 Mugen-Honda) die Führung und brachte sie 16 Runden später erfolgreich ins Ziel.
Ein tolles Rennen fuhr auch Saavedra. Nachdem er |
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Patrick Holzer |
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Spannung beim Saisonauftakt in Hockenheim |
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sich nach dem Start im Mittelfeld wiederfand, hatte der Kolumbianer eine gehörige Portion Wut im Bauch. Doch er bewies sein Können, machte Platz um Platz
gut und freute sich am Ende über den zweiten Platz. Große Freude auch bei Frédéric Vervisch (Dallara F307OPC-Challenge), der auf dem dritten Rang ins Ziel kam.
Schon beim Start in die Einführungsrunde wurde es hektisch in der Startaufstelllung. Sebastian Saavedra und weitere Piloten hatten ihren Motor abgewürgt.
Zu Saavedras Glück fuhr er vor dem Safety Car wieder los und durfte so seinen angestammten Startplatz wieder einnehmen. Für Al Fardan lief es nicht
so gut. Bei ihm war die Antriebswelle gebrochen und er musste aufgeben. Dann der Start: Die rote Lampe erlosch und beide Piloten der ersten Startreihe
kamen nicht von ihren Plätzen los. Zum Glück behielten die folgenden Fahrer eine kühlen Kopf und kamen unbeschadet durch. Pech hatte allerdings
Laurens Vanthoor (Dallara F307 Volkswagen). Der Belgier kam hinter Eng zum Stehen und würgte ebenfalls seinen Motor ab. Da er ihn nicht gleich zum
Laufen bekam, musste er von der Boxengasse aus dem Feld hinterherfahren. Noch nie waren in der Formel 3 so viele Fahrzeuge stehen geblieben!
Inzwischen hatte sich Chinosi an der Spitze von Vervisch absetzen können, der von Rang sechs einen tollen Start hatte. Auch der Brasilianer
Rafael Suzuki (Dallara F307 OPC-Challenge) nutzte die Gunst des Startchaos und fuhr auf Rang drei. Aber die Sensation passierte weiter hinten im
Feld. Saavedra holte alles aus seinem Boliden heraus, was nur möglich war und war zeitweise über eine Sekunde schneller als die Spitze. So
pflügte der Brasilianer durch das Feld und lag in der sechsten Runde schon auf dem fünften Rang. Nur zwei Runden später war der Ukrainer
Sergey Chukanov an der Reihe überholt zu werden. Eine Runde später war Saavedra schon dritter, nur um wenig später auch noch Vervisch zu
kassieren. Doch das war ihm nicht genug und er startete den Angriff auf Platz eins. In der letzten Runde klebte er schon im Heck des blauen
Ombra von Chinosi. Doch der ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und sah als Erster die Zielflagge.
Matteo Chinosi: Ich bin sehr glücklich. Das ist mein erster Sieg in einem Formelfahrzeug. Ich konnte am Start von den Fehlern der HS Technik
Fahrer profitieren. Erst gegen Ende kam mit Saavedra gefährlich nahe. Ich musste ein paar mal die Tür zumachen, konnte ihn aber hinter mir halten.
Sebastian Saavedra: Wir hatten beide Probleme am Start. Aber danach war es ein geniales Rennen für mich. Kaum hatte ich mein Tempo gefunden,
ging es wie von selbst. Auch das Auto war toll vorbereitet.
Frédéric Vervisch: Ich freue mich sehr über den Podiumsplatz. Damit hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet, da wir noch einige Probleme mit dem Auto
haben. Ich hatte einen guten Start und habe anschließend versucht zu pushen, aber die Geschwindigkeit ist noch nicht da.
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Foto:
Jürgen Holzer |
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Erneut: Start verpatzt, Rennen verloren Gerhard Tweraser (Dallara F307 Mercedes)
Der Österreicher Gerhard Tweraser (Dallara F307 Mercedes) ist der strahlende Sieger des zweiten Saisonlaufs des ATS Formel-3-Cup auf dem Hockenheimring. Der 19-Jährige aus Spielberg profitierte dabei allerdings vom Missgeschick der beiden Teamkollegen Saavedra und Eng (beide Dallara F307 Mercedes).
Denn erneut kam es beim Start zu Problemen. Hauptverursacher waren wie gestern die beiden HS Technik Motorsport-Piloten Philipp Eng auf Startposition
eins und Sebastian Saavedra auf zwei. Beide blieben wieder beim Erlöschen der Startampel stehen, ebenso wie Hamad Al Fardan (Dallara F307 Mercedes)
auf Platz drei. Doch dieses Mal blieb das Durcheinander nicht ohne Folgen: Kevin Mirocha (Dallara F307 OPC-Challenge) konnte Al Fardan nicht mehr
rechtzeitig ausweichen und erwischte ihn am Hinterrad. Mirocha drehte sich, blieb entgegen der Fahrtrichtung stehen und erlebte bange Sekunden, als
die Konkurrenz an ihm vorbeiflog.
Um eine sichere Bergung zu gewährleisten schickte die Rennleitung das Safety Car auf die Strecke. Tweraser war zu diesem Zeitpunkt schon der führende
Mann vor Frédéric Vervisch (Dallara F307 OPC-Challenge), Laurens Vanthoor (Dallara F307 Volkswagen) und Matteo Chinosi (Dallara F307
Mugen-Honda). Der Restart nach eine Runde verlief ohne Probleme. Doch Vanthoor wurde in den folgenden Runden immer weiter nach hinten durchgereicht, bis er in der
siebten Runde zu viel riskierte und in der Sachskurve von der Strecke flog. Tweraser enteilte während dessen dem Feld immer weiter. Nach dem missglückten
Start konnte sich Saavedra noch im vorderen Mittelfeld einreihen, während es seinen Teamkollegen Eng auf die 26. Position verschlug. Beide starteten eine
grandiose Aufholjagd. Saavedra übernahm in der achten Runde sogar schon wieder Platz drei und begann mit dem Angriff auf Vervisch. Doch vier Runden
später war für beide das Rennen beendet: sie hatten sich bei ihrem Positionskampf berührt und ihre Auto beschädigt. Davon profitierten die
Ombra-Teamkollgen Matteo Chinosi und Federico Leo, die nun beide den Sprung aufs Podest geschafft hatten.
Philipp Eng kämpfte furios, kam immer weiter nach vorne und beendete das Rennen auf dem vierten Rang. Auch Hamad Al Fardan zeigte eine tolle
Leistung. Der Bahraini kam nach der ersten Runde in die Box, um sich einen neuen Hinterreifen zu holen. Bei einem Sprintrennen wie im ATS Formel-3-Cup
bedeutet das normalerweise das Aus, doch er fuhr weiter und überquerte als starker 14. die Ziellinie.
Auf dem Siegerpodest der ATS Formel-3-Trophy-Wertung stand eine der drei schnellen Damen. Shirley van der Lof (Dallara F304 OPC-Challenge) fuhr ein
starkes Rennen und sicherte sich Rang drei. Sieger der internen Wertung wurde Bernd Herndlhofer (Dallara F304 Opel) vor Dennis Swart (Dallara F304
OPC-Challenge).
Gerhard Tweraser: Mein Rennen war sehr gut. Ich habe am Start davon profitiert, dass die ersten stehengeblieben sind. Diese Chance habe ich genutzt.
Ich habe im Anschluss versucht vorne wegzufahren, was mir gut gelungen ist. Deswegen bin ich am Ende auch nicht mehr voll gefahren.
Matteo Chinosi: Ich bin sehr glücklich. Wir haben im Vorfeld eine neue Einstellung der Kupplung gefunden, wodurch mein Start besser wurde. Ich hatte
Glück, dass ich heil durch das Chaos gekommen bin. Da hat mir meine Erfahrung aus dem letzten Jahr sehr weitergeholfen.
Federico Leo: Das Rennen hat mir viel Spaß gemacht. Tweraser war sehr, sehr schnell weg. Ich kam zwar an Matteo ran, habe aber nicht versucht
ihn zu überholen. Ich freue mich sehr, noch aufs Podest gekommen zu sein.
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Presse
Formel3 Cup Fotos: Patrick Holzer |
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Artikel vom 25.04.2008 |
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