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   DMV Tourenwagen Challenge I Übersicht      
DMV-Tourenwagen-Challenge 2008 powered by UHSport 
Der Chef schafft gerne selber mit
Dass er es auch selber kann, zeigte er von Beginn an im Rennsport. Und er half auch gerne mal auch einem Wett- bewerber wenn Not am Mann war. Dadurch verlieh er einem Gegner uneigennützig und sehr sportlich Flügel. PvM als Schweißer und Reiniger. Der gelernte Metallbauer warf sich vor 2 Jahren in Hockenheim unter den aufgebockten Por- sche GT2 seines Gegners Klaus Horn um dessen Abgasanlage zu schweißen. 
 © Patrick Holzer 
 PvM immer zur Stelle
„Es war eine schwierige Stelle. Keiner wollte ran an die Sache. Die Zeit drängte aber. Da habe ich es kurz entschlossen gemacht“, so der Tessiner. Was er nicht sagte. Er hatte seinen sauberen Overall bereits angezogen um selber ins alles entscheidende Training zu gehen. Jeder Andere hätte da abgewinkt mit dem Gedanken…Pech für den Jungen, wieder einer weniger den ich niederringen muss… nicht so Pierre von Mentlen. Auch in Oschersleben erwischte ihn die Kamera eines Schreiberlings einmal als er dabei war, nach der Tagesarbeit intensive Reinigungsarbeiten selber in die Hand zu nehmen. „Meine Jungs waren in der Box von Most noch mit einer Einstellarbeit beschäftigt. Da habe ich zum Schlauch gegriffen um alle abmontierten Karossenteile zu säubern. Ein Heidengeschäft sage ich dir. Aber wer bei einem leichten Ritt in die Wiese Kies mit an die Box bringt, darf auch ruhig mal mit dem Schlauch rangehen“, lacht und verpasst einem vorbeifahrenden Wettbewerber einen dicken Strahl auf die Frontscheibe. 

Foto: HTS

Der Neue Teamboss fand ganze Sekunden
Als er mit Richard James Green, dem Briten aus der Schweiz im UHSport-Renngeschehen auftauchte, kannten ihn die Insider bereits aus der Porscheszene. Der Mann aus dem Münsterland, einer Gegend die eher für Turnierpferde steht – „Passt doch“, lacht der Tuner schlagfertig, „ein paar Pferde mehr sind bei mir immer willkommen“. Die Rede ist von Aref Kaup. „Dem kannst im Dunkeln einen Motor und Werkzeug hinstellen. Der zerlegt und montiert dir das Ding perfekt“. Ein wirklich ganz dickes Lob eines Fahrers und Kunden. Doch der Reihe nach. Mr. Green und Herr Kaup tauchten 007 beim UHsport-Cuppaket in Oschersleben auf. Man war sofort vorne dabei, fuhr aufs Treppchen, führte sogar und kam anschließend wieder um 2 Doppelsiege zu stemmen. Nun tauchte Herr Kaup zusammen mit Herrn zum Saison-auftakt am Ring wieder auf. Und was passierte. Der Mann aus Münster nahm sich der Porschetechnik von ‚Schorsch’ Schwittay an. Resultat – schnellster 996 im ersten Training. Im 2. Training hatte Frank Schreiner die Nase 2/10 vorn. Schorsch war im Spiel voll dabei. Rennen 1 dann das Treppchen und Rennen 2 Platz 2. Und das im 996er. Noch Fragen? 

Foto: HTS

Ferrari ist auch eine Leidenschaft
Echte Szenekenner kennen ihn, Loris Kessel Racing aus der Schweiz. Loris Kessel brachte es 
in den 90ern bereits zu einigen Formel-1-Starts. Heute betreibt er von der Schweiz aus ein Ferrariteam in der Ferrari-Challenge und der FIA-GT. Ein Profi dem man sich als Racer mit der Technik und dem Service gerne anvertraut. So hält es auch der Kilchberger Arthur Gresser. Er brachte zum DMV-Challengeauftakt einen Ferrari 430-Challenge an den verregneten Nürburg-ring. Ein Rennwochenende für Männer. Wind, Regen und nur ein paar Grad über Null. Der studierte Bauingenieur begann seine Rennleidenschaft in Deutschland. Als Student in Berlin lernte er nicht nur die Avus kennen, sondern auch den einen oder anderen Slalomkurs. Seinen ersten Pokal nahm er bei einem Slalom in Tempelhof entgegen. Ein Elan von Lotus war seinerzeit der schnelle Untersatz. Auf der Avus pilotierte Arthur Gresser in seinen frühen Jahren des Automobilsports auch einen Lotus-Alfa-Porsche-Rennsportwagen. „Ein abenteuerliches Gerät“, erinnert sich der Schweizer noch heute schmunzelnd. „Damals machte ich nicht nur Rennsport“. Auch für den eigenen Körper tat der Schweizer was. Handball bei den „Reineckendorfer Füchsen in Berlin“ waren eine ernste Sache für den angehenden Bauinge-nieur. Später brachte er es in seiner Heimat neben Beruf und Familie in dieser Sportart sogar bis hinauf in die Nationalliga-B der Sportart. Respekt!
Vor 2 Jahren fand Arthur Gresser wieder etwas Zeit für den ge-liebten Rennsport. „Verloren habe ich den Automobilsport natürlich nie ganz aus den Augen“, lacht der Mittfünfziger am Nürburgring. Über den Züricher Karl Foitek, eine Legende im Rennsport schlechthin, führte der Weg zu Teamchef Loris Kessel. Der Mann fuhr selber mal kurz in der F1-WM. „Der Loris hat ein beachtliches Einsatzteam beieinander. Dort einen Ferrari zu fahren macht Sinn. Arthur Gresser steuerte übrigens den ersten Kessel-Racing-Ferrari in der DMV-Challenge aufs Treppchen. Gleich auf Platz 2 neben dem jungen Sieger Kees Kroon aus den Niederlanden, das motiviert sicher ganz besonders. 

HTS

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Artikel vom 19.05.2008

Sportgate - Mehr muss man über Sport nicht wissen