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Der schnelle Sachse gewann am 20.Oktober den UHSport-Hockenheim-Pokal-07
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Jens Smollich - der 2. Titel für den Dresdener
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Die Automobilsportfaszination von Jens Smollich reifte schon als er noch Schüler
war. Jens Smollich, heute in Rennersdorf vor den Toren Dresdens als selbständiger
Automobil- unternehmer und Renn- stalleigner tätig, wurde in Jena geboren. Bereits
sehr früh faszinierte ihn der Automobilsport. Mit dem Fahrrad fuhr er an Wochen-
enden bis zu 100 Km weit um eines der vielen Autorennen in der DDR
besuchen zu können.
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Patrick Holzer |
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| Vom
Schrauber zum Teameigner |
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„Da wurde dann gezeltet oder im Freien geschlafen, nu“,
so der Dresdener noch heute voller Begeisterung in markanter sächsischer
Mundart. So kennt man ihn, den cleveren, enthusiastischen Teameigner und
Tourenwagenprivatier modernen Zuschnitts. Übrigens war einer war meist auf dem
Fahrrad mit dabei, Sein Jugendfreund Volker Henke. Volker und Jens waren in
Sachen Racing in jenen Jahren absolut unzertrennlich. Schon lange vor der Wende
bekam Jens Smollich ersten Kontakt mit den Aktiven seiner Heimat. Gerne
verdingte er sich ganz spontan als Schrauber wenn den heimischen Fahrern am
Rennwochenende ein Helfer ausgefallen war. „In jenen Tagen überhaupt eine
Helferkarte tragen zu dürfen war für mich als junger Bursche eine ganz
besondere Ehre“, so der mehrfache UHSport-Champion und Vizemeister Jens
Smollich heute und stolz mit hochgezogenen Augenbrauen. 1977
begann Jens schließlich als Profirennmonteur beim Champion Heinz Siegert
zu arbeiten. „Ab da gehörte ich sofort zum harten Kern der Rennszene in
meiner Heimat“. Später wechselte er als Techniker zum legendären Rennautobauer Melkus der von den Fans
europaweit ehrfurchtsvoll als „Mr. Lotus
des Ostens“ bezeichnet wurde – der Firma Melkus in Dresden. Bei Fahrer-
und Konstrukteurslegende dem bekannten Heinz Melkus kletterte Jens 1986 schließlich
erst-mals selber in ein Formelcockpit. „Mir lief’s damals kalt über den Rücken. Ich durfte endlich
selber fahren, Wahnsinn“, so erinnert sich der Dresdener. „Natürlich war
das immer mein Traum“. Das erste Rennen fuhr Jens Smollich auf einem Melkus MT
77 in Most. „Zu dieser Strecke habe ich seither immer eine ganz besondere,
fast innige und intime Bindung behalten. Dort mein erstes Rennen gefahren zu
sein. Das war und ist schlicht unvergessen“.
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Jens Smollich lernte im Ostblock
schnell alle wichtigen Rennstrecken kennen. Tschechien, Polen, Ungarn, Rumänien,
Russland oder Lettland. Nicht nur jene Rennstrecken in der DDR. 1990 holte er
den letzen Meistertitel in der kleinen Division der Formel Easter. Einen jener
Boliden hat er 2007 erworben und mit seinem Sohn Christian traumhaft
restauriert. Nach der Wende folgten Einsätze bei Sigi Müller in der Formel Opel-Lotus, in der
DTT,
dem Fiesta-Cup und dem Escort-Cup. Danach wagte der junge KFZ-Unternehmer den
Schritt zum Teamchef. Sein Betätigungsfeld wurde der neue UHSport-Divinol-Cup.
Jens setzte BMW M3 und 325i-Modelle ein. Die Marke BMW hatte es ihm schon vor
der Wende angetan. 2001 verhinderte nur das feh-lende Quäntchen Glück den Gewinn des deutschen Cups im
UHSport-Paket. Auch 2005 fehlten
Jens klitzekleine 1,5 Punkte zum Titelgewinn. Dazu schaffte Jens in der
EM-Trophy 2005 Platz 2. Und in der zum 4. Mal ausgetragenen UHSport-Winterserie
lag der schnelle Sachse ein Rennen vor Schluss ebenfalls auf Platz 2.
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Den Titel
holte sich Jens, den man wegen der vielen 2. Meisterschaftsplätze nun den
Stirling Moss im UHSport-Meisterschaftspaket nannte, aber dann doch beim
Saisonauftakt 2006 in Hockenheim. Das Eis war endlich gebrochen.
Sein Junior Christian, 2005 Gewinner des
Schrauberpokals im Cup, vertrat bei der Siegerehrung in Most den viel beschäftigten
Vater auf dem Treppchen, und das ganz oben.
Neuerlich siegt Chrissie selber regelmäßig in der Klasse bis 2,5L. Dazu holte
sich der junge Mann bereits den Bellofpokal für den besten Newcomer unter den
Fahrern. „Die Meisterschule lässt mir leider nicht genügend Zeit für alle
Rennen“, so der Junior. Übrigens saß auch bereits ein ganz Großer des int. Automobilsports in einem der
Smollich-Motorsport BMW’s. Graf Freddy Kottulinsky (V.l. Freddy Graf
Kottulinsky, W. Küther, P. Melkus), 1980 Gewinner der Rallye Paris-Dakar auf
einem VW-Audi-Iltis Jeep. „Der Jens macht als Teamchef und Fahrer wirklich
einen guten Job“, so der Graf, heute ab und an VIP-Instruktor bei Audi sowie
namhafter Promoter DER legendären ostdeutschen Strecke, dem Schleizer Dreieck.
Der Graf, dessen Bruder das Familienschloss in Österreich pflegt, wurde 75
Jahre alt. 2007 kam was kommen musste. Am Sachsenring saß der Graf erneut in einem
Smollich-325i. Aber nur im Training. Zwei Wochen später bestritt er mit Jens
gemeinsam in Schweden, des Grafen langjähriger Wahlheimat, sehr erfolgreich 2
Langstreckenrennen. Die Ex-Formel-1-Strecke von Anderstorp und das bekannte
Mantorp Park vor den Toren von Linköping gelegen, wurden für das
Smollich-Motorsportteam aus Dresden 2007zu einem Highlight. Und beim
UHSport-Cupfinale in Hockenheim gewann Graf Kottulinsky mit der Start-Nr. 51,
dem schneeweißen 325i von Smollich jr., seinen Lauf zum Saisonausklang
ebenfalls klar. Die Fortsetzung des Projektes Smollich/Kottulinsky erleben wir
wohl 2008 in der DMV-Tourenwagen-Challenge von Promoter Hoffmann. Wetten dass… Aber erst
folge mal einige Tage Urlaub in Österreich. „Aber wo, das wird nicht
verraten. Ruhe und Auftanken für 08 ist dort die Devise. Recht hat Teamchef
Smollich. HTS-MMM |
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HTS
Fotos: Patrick Holzer |
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Artikel vom 04.12.2007 |
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