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Herold und v. Mentlen (CH) siegen erneut - EM-Trophy an Martin Zajicek (CZ)

Horn brillant unterwegs - großes Pech für Chikhani (LIB)

Nach 10 Rennen im UHSport-Divinol-Cup können die Fans bereits 7 verschiedene Gesamtsieger in der Meisterschaft bejubeln. „Spannung pur darf man wohl sagen“, so Promoter Hoffmann nicht ohne Stolz. Und es gibt nach dem Sachsenringrennen nun 3 Herren denen es bereit zweimal gelang als Gesamtsieger nach ganz oben aufs Trepp-chen zu steigen. Nach dem Angloschweizer Richard Green in Hockenheim 
 © Eike Funke(4)
 Weiterhin Spannung im UHSport Divinol Cup

schafften das jetzt auf dem Sachsenring auch Willi Herold und Pierre von Mentlen (CH). Porsche kontra Audi und V8Star. Die Piloten verwöhnten die Zuschauer am Sachsenring wieder sehr. Herrliches Spätsommerwetter und eine Strecke die es in sich hat. Die Fans, am Sachsenring, seit vielen Jahrzehnten absolute Kenner des Motorsports, lieben diese tolle Naturrennstrecke. Und die Fahrer? Die haben den Sachsenring absolut ins Herz geschlossen. Alle 42 Starter im UHSport-Divinol-Cup legten dem Promoter der Serie ans Herz, mit dem UHSport-Cup-Meisterschaftspaket doch bitte auch 2008 wieder auf diese Strecke zu kommen. „Ich tue was ich kann“, lächelte Gerd Hoffmann, der Serienmacher von der Saar.

Das Training förderte eine besondere Überraschung zu Tage. „Rainman“ Willi Herold setzte sich prächtig in Szene. Auf trockener Bahn wohl gemerkt. „So stark hatte ich Willi hier nicht erwartet“, so Chaouki Chikhani (LIB). Auch Klaus Horn betrachtete die Trainingsergebnisse lange und nachdenklich. „Mir liegt die Strecke“, so der Audianer aus Eschau. Und sein Audi-Quattro scheint dem Sachsenring technisch auf den Leib geschneidert zu sein. Zweimal Pole also für Herold. Dahinter in Lauerstellung Pierre v. Mentlen (CH), Klaus Horn, Chaouki Chikhani (LIB), Tony Ring (S), Mike Holden (DK) und Egmar Klemmer (Hawaii). Ein Leckerbissen für die Fans im Teamzelt von Swissracing. Der Chef, Pierre von Mentlen hatte Willi Herold und seinem Audi-Team am Sachsenring einen Platz im Swisszelt angeboten. Die beiden Frontrunner am Wochenende also unter einem Dach. Apropos unter dem Dach. Unter dem Dach des Teams Smollich-Motorsport entdeckte man einen berühmten Fahrer aus Schweden. Graf Freddy Kottulinsky lebt neuerlich in Deutschland. Der Promoter des Schleizer Dreiecks war er hier auf einem 325i von Jens Smollich unterwegs. Und zwar auf Anhieb recht flott. Und das ohne den Wagen vorher je gefahren zu sein.

Die UHSport-EM-Trophy hatte am Sachsenring ihren Finallauf. In der Tabelle war es Martin Zajicek (Skoda), Jörg Bernhard (Honda S2000) und Jan Jez (Alfa) die auf den Plätzen 1–3 zum Sachsenring gekommen waren. Mit einem 2. Rang in der Klasse der TW bis 2L konnte Martin Zajicek in Rennen 1 den Gewinn der EM-Trophy-07 sicher-stellen. Aber Jörg Bernhard ist dran. Er hat seinen Honda S2000 GT in der Saison ganz hervorragend weiterentwickelt. Platz 3 in Rennen 1 und der Sieg in Rennen 2 zeigen das der schnelle Heidelberger Ingenieur 2008 ein ganz harter Brocken im Kampf um den Titel werden dürfte. Am Sachsenring schlug er sich rundenlang mit einem Ferrari, einem Porsche und einem Nissan. Bernhard hat Erfahrung. Er ist der einzige Pilot der den UHSport-Divinol-Cup bereits zweimal gewonnen hat. Dazu den Hockenheim-Pokal und die EM-Trophy. Und er scheinbar will’s erneut wissen.  

9. Lauf zur Meisterschaft

Der Start zum ersten Rennen, dem 9. Lauf zum UHSport-Divinol-Cup-07, fegte das Fahrerlager kurzzeitig leer. Man hatte den Eindruck jeder stünde am Zaun der Strecke um das Feld der 42 GT’s und TW starten und fighten zu sehen. Vor dem Start verriet Willi Herold dass er wohl damit rechnen müsse von den Hubraumgiganten um ihn herum am Start gepackt zu werden. Aber der „Audianer“ war auf der Hut. Geschickt gestaltete er den fliegenden Start so für sich, das er Pierre von Mentlen und Klaus Horn vor der ersten Rechtskurve nach dem Start auf Distanz halten konnte. „Danach achtete ich nur noch auf meine Technik“, so der spätere Sieger nach dem Rennen. Hinter Herold waren es v. Mentlen (CH) und Horn die den Zuschauern eine Show der Sonderklasse boten. Lau-fende Positonswechsel, meist auf der Bremse eingeleitet, sorgten für heiße Diskussionen der vielen Racefans neben der Strecke. Hut ab. Horn und v. Mentlen taten am Sach-senring was für die Fans.

Nur Renningenieur „Ralle’s“ Vater blieb ganz cool und genoss das Rennen an der Zielgeraden sichtlich. Großes Pech hatte Chaouki Chikhani. Sein nagelneuer Motor hauchte nach behutsamem Training sein „Leben“ bereits in Runde 3 Eingangs Gegen-gerade aus. Noch einen erwischte es. Egmar Klemmer, der Mann aus Hawaii stellte seinen Ferrari F355 in Runde 9 mit einem Motorbrand ab. „Schade, wir hätten gerne beide Rennen beendet“, so der Amerikaner. Nun heißt es „auf ein Neues in Hockenheim“. Am Ende gewann Willi Herold vor Pierre v. Mentlen (CH), Klaus Horn und Tony Ring (S).

Nicht nur vorne wurde gefightet als ginge es um Werksverträge. Die Verfol-gergruppe Tony Ring (S), „Doc Henry“, Rüdiger Noll und Mike Holden (DK) pirschten sich aneinander heran. Dahinter ging es um die TW-Führung. Jan Jez behielt die Nase vor Tabellenführer Martin Zajicek. Der hatte nach leichtem ausritt Probleme mit der Kupp-lung. Jo Kreuer fuhr im Feld erneut unter die ersten 10. Eine problemlose Fahrt auch bei den „Schulz-brothers“ im neu aufgebauten Nissan 350Z gefolgt von Ralf Symanzick (CH) im Lubner Opel. Erstmals am Start war der Schweizer Beat Eggimann auf einem Crossle Spyder. Bekommen die Donkis nun Konkurrenz? Wir wollen in dieser nach unserer Ansicht tollem Championat einfach Rennen fahren“, so Beat Eggimann aus der Schweiz strahlend. In den Klassen waren es Peter Schaub (VW) aus Neustadt, Nico Unbehaun (Alfa) aus Erfurt, Jan Jez (Alfa) CZ, Christian Kunick (BMW) Dresden, Jo Kreuer (Donker-voort-Audi) Frankfurt, Lars Pergande (BMW) Köln und Michael Holden (Porsche GT3) DK die ihre Klassen gewannen.Neben dem zierlichen Irischen Crossle-Spyder aus der Schweiz wurde von den Racefans besonders der Audi A4-V8 von Rüdiger Noll bewundert.

Pierre von Mentlen, Willi Herold, Klaus Horn

10. Lauf zur Meisterschaft
Rennen 2, der 10. Lauf zum UHSport-Divinol-Cup-2007, wurde zur Beute von Pierre von Mentlen. Der Schweizer Teameigner konzentrierte sich darauf Klaus Horn auf Distanz zu halten. „Ich war mir nicht absolut sicher das Willi Herold bei flotter Gangart auch im 2 Rennen des Tages problemlos über die Distanz kommen würde“, so der Schweizer vor dem Rennen. Und er sollte Recht behalten. So war es v. Mentlen der den knallgelben V8Star hier am Sachsenring einen 2. Gesamterfolg 2007 pilotierte. Das dunkle Grollen des V8-Boliden ging den Fans runde um Runde durch Mark und Bein. „Ein Wahnsinnsgerät“, so ein Zwickauer Fan ehrfürchtig zu einem Freund.  Der D-Zug Holden (DK), „Doc Henry“, Noll, Bohlin (S), Bernhard, Schulze, Horacek (CZ) und Schreiner wechselte 2 Runden vor Schluss noch die „Lokomotive“. „Doc Henry“ schnappte sich seinen jungen Fahrerkollegen aus Dänemark und beendete das Rennen als Gesamtdritter. „Jarnich schlecht fürn Pilot’n menes Alters“, so oder so ähnlich der nette Kommentar des Berliner Filmproduzenten zu Teamchef Olli Dutt.
In den Klassen holten sich Rene Keysel (Ford) aus Espenheim, Nico Unbehaun (Alfa) aus Erfurt, Jörg Bernhard (Honda) aus Heidelberg, Sebastian Görnitz (BMW) aus Niederschöna, Werner Cvetko (Seat) aus Kirchdorf, Michael Schulze (Nissan) aus Tagewerk und Michael Holden (Porsche) DK die Klassensiege.Vom Pech verfolgt – Willi Herold, Jo Kreuer, Reiner Scherer, und Chris Kunick. Sie sahen das Ziel leider nicht. Am Ende wurde wie immer zusammen gezählt. Martin Zajicek liegt auf Platz 1 im UHSport-Divinol-Cup. Dahinter lauert der Schweizer Pierre v. Mentlen, Klaus Horn und der Däne Michael Holden. Sehr international das Championat, oder? Also Freunde des Rennsports – bis Hockenheim – bis zum großen Finale 007.

Pech für Chaouki Chikhani mit Motorproblemen

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Artikel vom 18.09.2007