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Nicht überall steht Audi drauf wo Audi drin ist

Herold hat schon Düchting will siegen

UHSport-Divinol-Cup ist auch ein sehr erfolgreiches Spielfeld für die Marke mit den 4 Ringen auf der Frontverkleidung. Willi Herold auf seinem atemberaubenden S2-Quattro-Cou-pe und Michael Düchting auf seinem extrem leichten Hecktriebler schreiben die neuen Kapitel zum Thema Audi-Power im Bereich Kundensport der Spitzenklasse. Willi Herold bringt einen Turbo in extremer Frontmotoranordnung an den.. 
 © Patrick Holzer
 Audi im UHSport-Divinol-Cup

Start. Michael Düchting dagegen verfügt über ein Mittelmotorkonzept vorn. Das Audi-Aggregat seines Donki liegt hinter der Vorderachse. Beide, Willi wie auch Michael treten mit 2L Hubraum an. Und beide sind sie Siegkandidaten. Beide starten in der GT-Klasse. Höhepunkt der Erfolge der Marke mit der großen Tradition war bisher der Titelgewinn des Skitrainers Dieter Heubacher (Foto mit Vater Bellof) aus Österreich. Der Tiroler, längere Zeit Nationaltrainer der Skidamen in Lichtenstein, führte am 20.04. 1996 ein besonders ehrgeizige Projekt in Hockenheim zum Auftakterfolg. Doppelsieg am Beginn einer beispiellosen Erfolgsserie im UHSport-Divinol-Cup. Ein mit eigener Crew aufgebauter Audi Urquattro und einem Motor des Liechtensteiner Tuners Heinz Lehmann setzte Dieter Heubacher so gekonnt ein, dass er nicht nur den UHSport-Divinol-Cup 97 gewann, sondern seit jener Zeit auch in der Ewigensiegerliste noch immer vor einer ganzen Meute von Porschepiloten auf Rang 3 zu finden ist. Das wird übrigens auch 2007 so bleiben. Denn verdrängen vom „Ewigenstockerl“ kann den Tiroler heuer niemand mehr. Dieter Heubacher war übrigens auch der erste ausländische Titelträger im UHSport-Meisterschaftsgeschehen überhaupt. Doch er blieb nicht der einzige Erfolgskutscher der Ingolstädter Quattro-Liga mit den 4 Ringen auf der Kühlerverkleidung. 1998 gelang es Oliver Mayer seinen frisch erworbenen Audi STW-Renner in Deutschland und Belgien gleich 6 Mal zum Sieg zu katapultieren. Unvergessen ist dabei Mayers Erfolg in Zolder. wolkenbruchartiger Regen bereits am Start und Sturzbäche quer über den Asphalt waren für den Ingolstädter und seinen Audi-Quattro kein Problem. Heute coacht Olli, wie ihn seine vielen Freunde liebevoll nennen, seinen Junior Max. Und das mit Erfolg. Der junge Mayer ist im Formel Junior Rennwagen vorne schon kräftig mit dabei. Bereits 1996 gelang Klaus Dupree der Sieg auf einem Audi S2 Coupe in Zweibrücken. Aber es gab noch viele andere Audi-Sieger im Cup. Leichter Schnürleregen auf dem Salzburgring ließen die STW-Heros Joachim Duscher und Werner Huber 2000 absolut zur Hochform und je einem Sieg auflaufen. In den kleineren Klassen, angefangen beim beliebten Audi 50 wurde unter etlichen Audipiloten ebenfalls mit viel Einsatz gefightet. In Hockenheim läutete Willi Herold 2002 die „Neuzeit„ der Quattros im Cup ein. Doppelsieg im Oktober auf dem kleinen Kurs dort war die Basis für den Gewinn der UHSport-Winterserie 02/03 von Hero-Herold. 2003 dann der in Dijon Gesamtsieg von „Lima“, dem Schweizer Tourenwagenmeister. 

Willi Herold siegte anschließend am Eurospeedway weiter. In der Saison 2004 schrieb sich erstmals einer in die Liste der Sieger im Cup ein der als Audianer sozusagen „undercover“ unterwegs war. Renningenieur Michael Düchting. Der Paderborner feuerte seinen Donkervoort-Audi mit TT-Power nach einer phänomenalen Schlacht mit den Porschekollegen Klaus Horn und Chaouki Chikhani (LIB) sowie Audiass Willi Herold in Belgien zum Sieg. Und weil es so schön war wiederholte Düchting den Siegesritt 14 Tage später gleich in Oschersleben. Dort gewann der Deutsche Donkervoortimporteur erneut 2005 relativ mühelos. Willi Herold hielt 2006 die Audifahne mit einem weiteren Sieg in Hockenheim hoch. Das gleiche Kunststück brachte der Eschauer vor wenigen Wochen in Oschersleben fertig. Und zwar auf trockener Strecke. Willi ist also keineswegs nur der Mann der übers Wasser gehen kann. Der kann’s auch perfekt auf trockener Bahn. Erfolgstechniker Herold sah in weiteren Rennen der Saison ebenfalls schon fast wie der sichere Sieger aus. Unvergessen werden in dem Zusammenhang wohl die Fights mit dem „passatgesichtigen“ V8Star des Schweizers Pierre von Mentlen bleiben. Es gab darüber hinaus für die Technik mit den 4 Ringen im Cupgeschehen etliche Spitzenpositionen und Klassenerfolge für Fahrer der schnellen Donkis mit Audi-Power. Die Erfolge von Jo Kreuer darf man dabei schon getrost als eine „Bank“ ansehen. Der Frankfurter „Bänker“ gewann zeitweise wie er wollte. 6 weitere Donkervoortpiloten griffen in der Vergangenheit ebenfalls regelmäßig kräftig „Pötte“ ab. Reichlich Pötte sammeln, das tat 2005 auch der Audi-TT-Hero Martin Zondler. Lange Zeit gehörte der Graben-Neudorfer sogar zu den Titelaspiranten im UHSport-Meisterschaftspaket. Erst ein geschäftlich bedingter Startverzicht warf ihn entscheidend zurück.

Foto:MMM

2005 feuerte der Belgier Ruben Maes Roland Gumperts aller ersten Apollo mit Audi-V8-Power in Hockenheim aus dem Stand aufs Treppchen. Und das gegen den Sieger und späteren Champion Tommy Probst sowie Rekordsieger Klaus Horn. Michi Besler aus Hamburg ist dabei die Gumpert-Apollo-Geschichte zukünftig weiter zu schreiben. Besonders viele Freunde unter den Racefans hat momentan jener Mann, der nicht nur im A4-V8 sondern 2007 in einem liebevoll vorbereiteten Urquattro unterwegs ist. Spediteur Rüdiger Noll aus dem Westerwald. Er setzt jenen Meisterschaftswagen mit viel Feuer am Endrohr ein, den Dieter Heubacher (A) bereits zum Titel steuerte. „Seit der Zeit hat sich technisch sehr viel getan“, sinniert UHSport-Urgestein Rüdiger Noll. Das ist absolut richtig. Die Fans wissen den Einsatz von Nolls Urquattro bei jedem Rennen jedoch ganz besonders zu schätzen und zu würdigen. In Most musste Vollblutracer Noll mit einem kleinen Defekt leider auf den Start verzichten. Ein Tscheche war sehr enttäuscht „Ich bin nur gekommen um gerade diesen Wagen hier sehen“, so der Mann aus Prag untröstlich. Abwarten bitte. Rüdiger Noll kommt wieder, versprochen. HTS-MMM


 
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Artikel vom 25.08.2007