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Sensationelles Wochenende in Oschersleben -  Zajicek ist „Halbzeitmeister
Schrey und Herold holen sich Gesamtsieg 
“ Wäre fast zu schön gewesen“ so der deutsche Donkervoortimporteur auf die Frage was ging schief in Rennen 1. Dann fängt er sich und fasst zusammen. Eigentlich war er ja ein kleiner König im Training. Alle hatten das erwartet. „Der Michael Düchting wird hier in Oschersleben voll brillieren“, so ein Mitstreiter am Donnerstag. Bereits im ersten Training krallte der ...
 © Eike Funke
   UHSport Divinol Cup mit erfolgreichem Rennwochenende
audibefeuerte Paderborner Renningenieur eine tiefe 32er Zeit in die Bahn. Nur Michael Schrey legte die Latte noch einen Tick höher. 1.31,926 war die Polezeit des Porsche-Super-Cuproutiniers aus Wallenhorst. Rund 2/10 sec nur zwischen dem 1. und dem 2. Der Wahnsinn. Die Leistungsdichte im UHSport-Divinol-Cup ist enorm. Fahrer und Teams sind auf reproduzierbare Topzeiten vorbereitet. Auf freier Bahn gelingt das. Überrundungen sind dabei jedoch absolutes Gift. Das gilt auch für die Rennen. Neben Schrey stand Michael Düchting am Start. Mike & Mike. Würde das gut gehen? Zwei ganz heiße Siegkandidaten in Reihe 1. Aufregung am Vorstart. Klaus Horn, wenige Minuten zuvor noch sehr zuversichtlich, muss plötzlich noch in der Box schrauben. Techniker Harald steckt voll unter der Motorhaube. Die Einführungsrunde ist gelaufen. Schrey schieß mit seinem 700 PS Heckmotor 996er einen hauch schneller in Richtung der ungeliebten neuen ersten Schikane. Beide, Schrey und Düchting fädeln sich ein. Fast nebeneinander. Dahinter versucht Pierre von Mentlen (CH) Boden gegen Willi Herold (Audi) gut zu machen. Herold, mit 200 PS weniger unter der Haube, kann aber auf die perfekte Traktion seines Quattroantriebes bauen. Im Genick hat er den UHSport-Debütant Richard Green (GB). Der Brite hatte aus Reihe 2 kommend das Spiel dabei perfekt im Auge. Ihm saßen die Herren Ring (S), Besler – im ersten Gumpert-Apollo der neuen Generation – Bezak (CH), Holden (DK), Kreuer, Schwittay, Schreiner, Noll und Bernhard im Nacken. Dann der Aufschrei des Sprechers. Düchting kommt nicht aus Runde 1 zurück. Differentialschaden, wird man später erfahren. Schrey kann sicht nun neu ausrichten. Dahinter Richard Green, einst Renninstruktor in Brands Hatch. Um Platz 3 geben von Mentlen und Herold einmal mehr alles. Der knallgelbe V8Star und der maseratirote Audi Quattro heizen sich ein als wären ihnen Flügel gewachsen. Yellow-Bull gegen Red-Bull im wahrsten Sinne des Wortes hier also in Oschersleben. Diese beiden Fighter begeisterten die Fans und Zuschauer riesig. Später dann eine Info von Herold. Ich hatte keine Servounterstützung mehr in der Lenkung. Willi, knapp geschlagen, sank nach dem Rennen in einen Stuhl und versuchte sicht zu sammeln. V. Mentlen dagegen marschierte zu Michael Schrey und Richard Green aufs Treppchen.

v.l. Richard Green, Michael Schrey und Pierre von Mentlen

Im Mittelfeld waren Horn und Martin Zajicek damit beschäftigt kräftig Boden gut zu machen. Zajicek kam nach einem Getriebeschaden im Training von ganz hinten. Und das machte er bravourös. In Runde 5 dann das Aus für Horn. Kein Ladedruck mehr. Die Chance auf Platz 5 verlor der schwedische Eurosport-Journalist Tony Ring als er direkt im Windschatten von Michi Besler Rene Keysel überrunden wollte. „Der muss nur den Gumpert-Apollo gesehen haben“, so der Schwede. Beide berührten sich und Ring schob Keysels Puma quer ins Grün. „Das konnte ich danach zeitlich nicht mehr aufholen“, so Tony Ring, froh darüber, dass sein Ferrari nicht sonderlich beschädigt wurde. Zajicek dagegen klopfte bereits bei Jan Jez an. 15 Plätze hatte der Mann aus Most mit der Nr.1 auf seinem Skoda bereits gut gemacht. Am Ende waren es 26 Leute die er überholt hatte. Seine Klasse gewann Martin vor Architekt Jörg Bernhard, Jaromir Stadler, Vaclav Novak und Martin Skala. Die Klasse mit 8 Fahrern alleine aus der Tschechei, bot und bietet ständig perfekten Tourenwagensport. Zajicek ist bei Halbzeit klarer Tabellenführer. In der kleinen Klasse bis 1,6L hat sich Peter Schaub perfekt etabliert. Klassenpole und Doppelsieg waren am Ende der ein verdienter Lohn. Man darf gespannt sein auf das Heimspiel der schnellen Jungs aus Neustadt. Die Klasse bis 2L wurde zur Beute der Wickinger. Steffen Larsen und Ex-Formelchampion Hendrik Larsen holden sich die Siege. Björn Smedegaard wurde zweimal 2. in der Klasse bis 2,5L holten sich Jens Smollich und Chris langer je einen Sieg. Wolfgang Küther gönnte sich einen Start am Geburtstag. Leider aber sah „Wolle“ das Ziel nicht. Wolle, kein Problem. Hockenheim wartet schon auf Dich. Pargende, Sedlmaier, Willy Reichel so der Einlauf bis 3,2L. Jo Kreuer hielt sich gekonnt die Kollegen Paul und Noll vom Hals. Der Schweizer Milan Bezak zeigte das Potential des 997er Porsche mehr als deutlich auf. Als Zuschauer sahen wir Chaouki Chikhani und „Doc Henry“ im Fahrerlager. „CC“ erlitt einen nicht mehr zu reparierenden Motorschaden. Der „Doc“ flog im Training ab. Chikhanis noble Geste dem Berliner „Doc Henry“ einige Teile seines Autos zum Umbau anzubieten, konnte wegen unterschiedlicher Technikstände nicht wahrgenommen werden. Die Folgen von „Freitag dem 13.“ 

 
Rennen 2 schien nach Ladedruckproblemen bei Klaus Horn und Michi Schrey zur sicheren Beute für Richard Green (GB) zu werden. Schien aber nur. Reichlich eine Runde vor Rennende beendete ein Ausrutscher die überzeugende Fahrt des schnellen Mannes aus Coventree. Willi Herold hatte Green über die volle Distanz gejagt und konnte nun ganz nach oben aufs Treppchen steigen. Er, der Mann der in Most einer problematischen Organisation zur Folge sichere Siege aus der Hand geben musste. Dahinter Pierre v. Mentlen und ein sehr starker 2. Schweizer, Milan Bezak auf einem kleineren GT3. Klaus Horn rettete trotz Ladedruckverlust Platz 4 vor einem erneut über die volle Distanz sauber agierenden Michi Besler. Der Hamburger Werbeexperte fuhr den Gumpert-Apollo zu zwei guten 5. Gesamträngen. „Eine überschaubare Basis auf die wir jetzt in allen Details aufbauen können“, so der Hamburger sehr zuversichtlich. Man darf auf Hockeheim gespannt sei. Dort wo die Altenburger Crew vor 2 Jahren im UHSport-Divinol-Cup mit dem Rennsport begann. Christer Bohlin (S) brachte den Cup-Ferrari auf Platz 6 ins Ziel. Dicht gefolgt dahinter die Herren Kleeschulte, Kreuer, Zajicek, Bernhard, Schwittay, Schreiner und Adamski. Man muss nach Oschersleben auf Hockenheim in 3 Wochen sehr gespannt sein. Donkervoort, V8Star, Gumpert-Apollo. alle wollen Porsche und Audi dort schlagen.HTSMMM

 
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Artikel vom 15.07.2007