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Rennsportszene viel, sehr viel Geld, im Spiel war.
Also managte er Rennfahrer. Einer der frühen Heros, die auf die Ratschläge des zähen Briten setzten, war ein Deutscher mit öster-reichischem Pass, Jochen Rindt. Das Ergebnis ist bekannt. Rindt wurde Weltmeister. Leider nur postum. Ecclestone war schwer getroffen. Er dachte in Sachen Racing ans Aufhören. und er sah dass die F1-Technik nicht ungefährlich war. Später erkannte er, dass die Rennwagenhersteller viel zu viel Zeit damit verplemperten, die F1-WM durchführen zu können. Er fasste die Teams zusammen und man trat fortan gemeinsam unter seiner Leitung auf. Bernie bestimmte fortan wo und für welchen Preis gefahren wurde. Werbung kam ins Spiel, TV-Rechte wurden gebündelt vergeben und Bernie kaufte sich ein eigenes Team, die Firma Brabham-F1. Das Abenteuer zwischen Werbeinteressen, den Interessen von Automobilherstellern, Geg-nerteams - deren Interessen er ja auch vertreten sollte - und den Fans weltweit, führte dazu, dass sich der schlaue Londoner als Teamboss wieder verabschiedete. Bernie tat fortan was er am besten konnte, er managte den F1-Circus. Und das mit gigantischem Erfolg. 20 Rennwochenenden zwischen Ende März und Anfang November sind heute Programm. Was dabei zukünftig ganz sicher auf der Strecke bleiben wird sind die „Zwischenhochs“ in der Formel-1. Zuschauer wollen sich nicht durch Fahrer- oder Teambestrafungen und Gelbphasen künstlich Spannung basteln lassen. Auch ist es nicht sicher wie viele Automobilhersteller, es waren ja schon mal 7 an der Zahl, mittelfristig bei der Stange bleiben werden. Wer nicht siegfähig ist oder Saisonhighlights (Siege) holt, der wird das Handtuch schmeißen. So retteten Alonso und Briatore mit den letzten Siegen das Renaultinteresse erst einmal. Toyota sieht neuerlich ebenfalls Licht am Ende eines langen Tunnels. Die Japaner liebäugeln aber auch bereits ganz offen mit Le Mans. Und Honda? Ross Brawn hat 3 Jahre Zeit das Blatt dort zu wenden. 2009 muss schon ein bisschen kommen. Derweil machen vorne Ferrari und Mercedes die Pace. BMW ist nahe dran. Red Bull oder besser noch Toro Rosso, sorgen im Verfolgerfeld für ordentlichen Wirbel. Kess gewann die A/I-Truppe in Monza den Grand Prix. Unabhängig vom sensationellen Finale 2008 stehen nun erst einmal 5 Monate F1-Pause an.
Da müsste nicht so sein. Im Deutschen Saarland gibt es einen Promoter, der das in seiner nationalen Serie mit internationalem Touch besser macht. „Wir haben zwar nur 8 Raceweekends mit 16 Rennen, aber wir haben das Geschehen für Fahrer, Teams, Sponsoren und Fans auf eine andere Art sehr spannend gestaltet“, so Gerd Hoffmann, der agile und äußerst mobile Manager aus dem Grenzland zwischen Deutschland und Frankreich. Hoff-mann entwarf zusammen mit einer erfahrenen und engagierten Crew ein Meisterschaftspaket mit 4 Wertungen. Neben seiner recht erfolgreichen DMV-Challenge für GT- und Tourenwagen werden eine EM-Trophy, ein Hockenheim-Pokal und als besonderer Hightight eine jahresübergreifende Winterserie ausgeschrieben. Und diese 4 Wertungen gewann nie ein Fahrer alle alleine. Ein wahrhaft spannendes Meisterschaftspaket wie immer mehr Wettbewerber leicht neidvoll erkennen müssen.
Was könnte der gute Bernie also vom cleveren Gerd lernen? Neben der WM sollten eine EM-Trophy und eine Asien-Trophy ausgetragen werden. Wenn Bernie die Spannung über den Winter höher haltem möchte, dann wäre eine Winterserie nach Hoffmanschem Muster doch auch nicht übel. So z.B. mit den beiden letzten Rennen einer Saison in Asien und Südamerika sowie einem Saisonauftakt in Australien. Und um diesen „winterlichen Spannungsmacher“ noch attraktiver zu gestalten, sollte man ein Zwischen rennen im Rahmen eines Test in einem Land in Südeuropa mit einschieben – für die in der Winterserie führenden 10 oder 15 besten Fahrer dieser Tabelle. Natürlich testete Serienveranstalter Hoffmann auch bereits neue Ideen für die Saison 2009 und 2010.
Immer wieder hört man aus F1-Kreisen Kritik an der Punktvergabe. „Zu wenig Anreiz ein Rennen gewinnen zu wollen“, heißt es da regelmäßig.
Dem könnte man abhelfen. Ein Vorschlag Mr. Ecclestone. „Schreiben Sie 2009 doch einfach eine EM-Trophy und einen Asien-Pokal nach einem neuen Punktschema Ihrer Wahl aus“. Dann wird man sehen was passiert. Manches Team wird doppelt rechnen. Einmal in der WM-Denke und parallel in der zu testenden EM/Asia-Trophydenke.
Übrigens – Saarbrücken hat einen Flugplatz. Von London dort rüber dauert es im Jet keine Stunde. Da könnte man doch alles mal von racer (GB) zu Racer (D) diskutieren.
Natürlich zunächst mal ohne lästige Journalisten im Gefolge. HTS |
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