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Marc Roth und Jörg Bernhard -
Motorsport wie er sein sollte...
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Wie
ein schweizer Uhrwerk |
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Gekonnt wussten die Akteure in der DMV Tourenwagen Challenge die Spannung bis zum letzten
Saisonlauf auf dem Hockenheimring aufrecht zu erhalten.
Vor allem der Zwei- kampf der Zweiliterpiloten Marc Roth und Jörg Bernhard sorgte die gesamte Saison über für unterhaltsame
Rennwochen- enden. Nach Abzug der Streichergebnisse setzte sich der Schweizer Marc Roth mit 55,15 Punkten gegenüber
Jörg Bernhard knapp durch. |
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Patrick Holzer |
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| Marc
Roth holte sich den Titel in der DMV Tourenwagen Challenge |
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Damit trat der Toyota Corolla Pilot die Nachfolge von Landsmann Pierre von Mentlen an. Dabei hatte Marc Roth einen großen Vorteil gegenüber dem Konkurrenten aus dem badischen Schriesheim. Der Schweizer kennt seinen Toyota Corolla aus dem ff. 20 Jahre lang begleitete der weiße Corolla Marc Roth auf dem Weg zu zahlreichen
Meistertiteln in der Schweiz. Vom braven Gruppe N Renner
mauserte sich das weiße Coupé zu einem siegfähigen 2-Liter
Ass. Kein Berg war vor dem Gipfelstürmer sicher, jede Pylone
dafür um so mehr. Denn in der Schweiz gehören auch die Slaloms
zu einer wichtigen Motorsportdisziplin. Der Corolla entpuppe
sich wie sein Fahrer als ein Allroundtalent. |
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Patrick Holzer
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Jörg Bernhard trug
bereits zweimal die "1" im Cup
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Ein Erfahrungsschatz, den sich Jörg Bernhard bei seinem Honda S2000 erst noch erarbeiten muss. Ende 2006 gab er beim Finale in Hockenheim sein Honda Debüt im
Divinol-Cup. Zuvor wurde die Neuerwerbung erfolgreich auf der Nordschleife im Rahmen der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft getestet. Die Rückkehr in den Divinol-Cup glückte und weckte Lust auf mehr. Zweimal hatte Jörg Bernhard das Championat gewinnen können. 2000 holte er sich in seiner ersten vollen Saison im Gruppe N BMW M3 den Meistertitel. In der Folgesaison wanderte der Titel erneut nach Schriesheim/Altenbach. Nach Abstechern in die GTP Szene und die Classic Formula Ford Competition kehrte
der 44-jährige Architek in den Divinol-Cup zurück. 2007 konzentrierte man sich erst einmal darauf den Honda an die Bedürfnisse der Serie anzupassen.
Während der kleine GT in der Langstrecke mittlerweile zur
festen Größe in der 2-Liter Klasse geworden ist, war Jörg
Bernhard der Erste der auf die Sprintqualitäten des schnittigen
Japaners setzt. Auf dem Sachsenring gab es den ersten Klassensieg für das Team rund um Mechaniker Klaus Kemmer und Alexandra Bernhard, früher selbst im Cup aktiv, zu feiern.
Der Grundstein für ein starkes und konkurrenzfähiges Paket war
gelegt. |
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Patrick
Holzer
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Das Duell des Jahres -
Jörg Bernhard gegen Marc Roth
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Die Entwicklungsarbeit in der 2007er Saison zahlte sich für Jörg Bernhard aus. Schon beim ersten Lauf in der unterkühlten Eifel kündigte sich an, dass der Titel nur über beiden schnellen 2-Liter Piloten führen wird. Auf feuchter Strecke holte sich Jörg Bernhard mit seinem Honda S2000 den ersten Sieg in der Saison 2008. Im zweiten Durchgang konterte Marc Roth, musste sich aber hinter Thomas Horacek im Skoda Octavia anstellen. Eng wurde es beim zweiten Lauf im tschechischen Most, wo Roth mit gerade einmal 0,859 Sekunden Vorsprung auf Jörg Bernhard den Klassensieg einfuhr. Rennen Nummer zwei wurde erneut zur Honda-Beute. Das Duell der japanischen Samurai setzte sich in Hockenheim fort und wieder wurden die Klassensiege gerecht aufgeteilt. Zwei Wochen später ging es erneut nach Hockenheim, nur diesmal siegte Roth doppelt. Dabei sah es im zweiten Durchgang schon nach einem Sieg für Jörg Bernhard aus, doch ein Getriebeschaden warf ihn in Runde neun aus dem Rennen. Zuvor boten die beiden aber Motorsport vom aller Feinsten und zeigten, dass man nicht nur einen großen Porsche benötigt um gute Motorsportaction zu bieten. Dennoch, und dies betonten alle zwei Fahrer, die Zweikämpfe waren stets fair. "Marc Roth ist ein sehr guter Fahrer und toller Sportsmann. In keinem Rennen gab es eine diskussionswürdige Situation zwischen uns. Es war immer fair, egal wie eng es zuging", urteilte Bernhard über seinen Konkurrenten. Ein Lob, welches Marc Roth gerne zurückgibt. "Es hat viel Spaß gemacht, gerade weil es immer faire Zweikämpfe waren", so Marc Roth im Fahrerlager in Hockenheim. Oschersleben stellte für Marc Roth Neuland dar, doch in gekonnter Manier schoss er sich schnell auf die unbekannte Strecke ein. Das erste Rennen entschied er für sich, während Jörg Bernhard im zweiten den Sieg souverän über die Ziellinie brachte.
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Patrick
Holzer
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In Führung liegend
stoppte Jörg Bernhard ein Getriebeschaden
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Da in der Schweiz Rundstreckenrennen nicht erlaubt sind, muss Dijon quasi als Exil für den Schweizer Motorsportler herhalten. Dementsprechend motiviert war Marc Roth beim Auftritt in der französischen Senfregion. Im Training schien sich zu bestätigen, dass Marc Roth bei seinem "Heimrennen" nur sehr schwer zu schlagen sein wird. Im 1600er Corolla mischte er sich mitten unter die PS überlegene Konkurrenz. Jörg Bernhard fehlten auf dem anspruchsvollen Kurs fast zwei Sekunden. Doch Roth erwischte ein rabenschwarzes Wochenende. Im zweiten Training explodierte das Schwungrad und die Truppe aus Schaffhausen musste einpacken. Der Klassensieg war für Jörg Bernhard ohne Konkurrent Marc Roth so in Rennen eins nur noch Formsache. Nach der Pflicht folgt ja bekanntlich die Kür und die wurde zur großen Bernhard-Show. Bei starkem Regen trumpfte der Honda Pilot auf und stieg hinter den 700 PS starken GT2 Porsche aufs Treppchen. In Monza wollte Bernhard die gewonnene Tabellenführung verteidigen. Der Highspeed-Kurs lag dabei dem knapp 250 kg leichteren Corolla besser. "Ein Vorteil, den ich mit paar mehr PS und 2000 ccm nur selten wett machen konnte", resümierte Bernhard.
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Patrick
Holzer
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Marc Roth setzte sich
knapp gegen Jörg Bernhard durch
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Mit zwei Klassensiegen im Gepäck reiste Marc Roth voller Vorfreude einen Monat später zum Finale nach Hockenheim. Auf der Motorradvariante der badischen Rennstrecke sollte die Meisterschaftsentscheidung fallen und die Konkurrenten trafen direkt aufeinander. Das hatte es lange nicht mehr gegeben, denn häufig dominierte in der Vergangenheit ein Fahrer seine Klasse. Dementsprechend entschied eher die Starterzahl in der Klasse über die Punktvergabe und nicht das Duell auf der Strecke. Im Training wurde das Terrain abgesteckt und Marc Roth legte mit zwei Bestzeiten in der Klasse vor. Jörg Bernhard folgte mit wenig Abstand dicht dahinter. Er hätte sich für das Finale sicherlich wie schon in Dijon Regen gewünscht. Der Morgennebel wurde jedoch bald von der aufgehenden Sonne verscheucht und so war alles vorbereitet zum großen
Show-Down. Dazu sollte es leider nur ganz kurz kommen, denn schon nach acht Runden war für Bernhard das Rennen gelaufen. Mit einem Doppelsieg in der Klasse machte der Schweizer den Titel perfekt. Nach Abzug der Streichresultate hieß es 55,15 zu 54,50 für Marc Roth. Dennoch kann sich auch Jörg Bernhard als Sieger sehen, denn der tolle Motorsport die ganze Saison über war beste Werbung für den Sport. Die Freunde und Fans der DMV Tourenwagen Challenge hatten jedenfalls ihren Spaß und die beiden Protagonisten sicherlich auch.
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Patrick Holzer
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Artikel vom 03.11.2008 |
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