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24h-Rennen 2011 auf dem Nürburgring
International ins „Rennen der Rennen“
Bereits zum neunten Mal bereichert Götz Motorsport mit seinen Autos das härteste, spannendste und gleichzeitig schönste Langstreckenrennen der Welt – das 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Wenn sich am 25. und 26. Juni 210 Teams der Herausforderung „Grüne Hölle“ stellen, schickt das aus Beilstein stammende Team zwei bärenstarke Audis mit internationaler Besetzung ins Rennen und hofft auf ein gutes Ergebnis.
 © Meuren
 Zum neunten Mal beim 24h Rennen am Start  
Selbst wenn die Performance von Mensch und Material stimmt, die Vorbereitung so akribisch wie möglich abgeschlossen und die Motivation nicht mehr zu steigern ist, hält das 24h-Rennen auf dem Nürburgring doch immer eine Überraschung parat. Dieter Götz, Teamchef von Götz Motorsport kann das sprichwörtliche Lied von Überraschung und Härte des Rennens singen: „2005 lagen wir bis rund 1,5 Stunden vor Rennende auf dem vierten Gesamtrang, als uns ein Schaden am Turbolader ereilte und wir das Rennen beenden mussten. Vier Jahre später schien uns das gleiche Schicksal zu ereilen:
In aussichtsreicher Position liegend blieb das Auto mit einem Motorschaden liegen, doch diesmal konterten wir dem Defektteufel: Wir wechselten den Motor und überquerten als 80. im Gesamtklassement und als Zweiter der Klasse SP8 die Ziellinie – ein grandioser Erfolg der gesamten Mannschaft.“ Götz Motorsport setzt seit dem Einstieg in den Langstreckensport auf Fahrzeuge der Marke Audi. „Dem nationalen Gedanken haben wir damit zur Genüge Rechnung getragen“, erklärt der Teamchef, der in das wohl weltweit größte Rennen zwei Audi RS 4 mit fast vier Litern Hubraum, 500PS und Allradantrieb schickt. Besonders der Antrieb lockt dem Teamchef ein Grinsen aufs Gesicht: „Insgeheim hoffen wir natürlich auf Regen. Auch wenn es für die Fans nicht so schön ist –
eine nasse Piste ist unser Metier.“

Erfahrung ist die halbe Miete
Bisher konnte der Teamchef sieben Piloten bestätigen, die allesamt reichlich Erfahrung mitbringen. Zum Beispiel Christian Kohlhaas, der insgesamt 28 24h-Rennen hinter sich gebracht hat – 14 davon mit dem Auto, sechs mit dem Motorrad und acht mit dem Fahrrad. Oder die beiden Neuseeländer Stu Owers und Lewis Scott, die bereits zum dritten Mal beim Rennen zweimal rund um die Uhr am Start waren. Mit den beiden US-Amerikanern Vic Rice und Shane Lewis, die weltweit je ca. 30 24h Rennen
absolviert haben, sind zwei weitere Rennfahrer im Götz-Audi unterwegs, die seit Jahren eine extrem weite Anreise in Kauf nehmen, um beim größten Rennen der Welt dabei zu sein. Axel Duffner aus Hornberg / Niederwasser vervollständigt die Audi-Fahrerriege. Auch Duffner verfügt über reichlich Erfahrung auf der über 25 Kilometer langen Rennstrecke aus seinen Einsätzen bei sieben 24h- Rennen und unzähligen Starts in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. „Die Erfahrung unserer Piloten ist durch nichts zu ersetzen“, betont Dieter Götz mit Nachdruck, „gerade in der Nacht sowie in den Übergängen zur Dunkelheit oder im anbrechenden Morgen sind Streckenkenntnisse
wichtiger als jeder Bleifuß.“ Wenn es in die Dunkelheit geht, beginnt die Zeit erster
Ermüdungserscheinungen – nicht nur bei Mensch, sondern auch beim Material. „Eine Runde Nordschleife entspricht unzähligen Kilometern auf der Landstraße. Man kann sich an fünf Fingern ausrechnen. wie schnell das Material altert und nachgibt, wenn die Vorbereitungen am Auto nicht akribisch durchgeführt wurden.“ Die Menschen haben zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Stunden hinter sich – schließlich sind insgesamt vier Trainingsläufe vorm Rennstart zu absolvieren.

Fragt man Teamchef, Fahrer und Mechaniker nach dem „Warum“, so erhält man eine einstimmige Antwort: „Weil es das Rennen der Rennen ist. Keine Motorsportveranstaltung kann sich mit dem 24h- Rennen auf dem Nürburgring messen. Die Atmosphäre rund um die Rennstrecke ist einmalig, die Nähe zu den Fans unvergleichlich. Gleichzeitig ist es eine enorme Herausforderungen an alle Beteiligten, sich mit dem Wettbewerb zu messen und gemeinsam die „Grüne Hölle“ niederzuringen.“

Eines ist schon jetzt gewiss: Wenn das schwarz-weiß karierte Tuch das Rennen am Sonntag nach 24 langen Stunden beendet, fiebern alle schon dem Startschuss der 40. Ausgabe entgegen!
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Meuren

Artikel vom 14.06.2011

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