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| Wallenwein übernimmt DRM Führung - Bernhard mit erster DRM-Bestzeit |
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| Herbold / Kölbach gewinnen ADAC Wikinger Rallye |
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Strahlender Sonnenschein, fast 100 Starter aus vier Nationen, darunter
die Top-Piloten aus Deutschland und Dänemark, anspruchsvolle
Wertungs- prüfungen in Angeln, dem ‚hügeligen Land’ mit einem riesigen
Zuschaueransturm und nicht zuletzt ein Rallye- Fest auf dem zum
Service- Platz umfunktionierten Marktplatz inmitten von Süderbrarup: Die
ADAC Wikinger Rallye (24. – 26. März 2011) zeigte sich von ihrer
attraktivsten Seite. |
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Jürgen Hahn
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| Wallenwein
übernimmt Führung |
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Schon beim Shakedown, dem letzten Test unter Wettbewerbsbedingungen am
späten Donnerstag, zeigte sich das sportliche Potential der nördlichsten
Rallye Deutschlands. Der Thüringer Olaf Dobberkau, im Porsche 911 GT3
einer der vielen Favoriten auf den Gesamtsieg formulierte: „Eine
wunderschöne Strecke, das ist der selektivste Shakedown den ich bis
jetzt gefahren bin. Und er hat alles, was die Schwierigkeiten dieser
Rallye ausmacht. Hier ist sowieso das Zusammenspiel zwischen Fahrer und
Co-Pilot extrem wichtig.“ Nach der Besichtigung der Strecke ging es
dann am Freitag ab 18.00 Uhr auf dem Markplatz in Süderbrarup endlich los.
Vier anspruchvolle Prüfungen standen vor der Übernachtungspause auf dem
Programm. Auf der Startrampe schickte Bürgermeister Johannes Peter
Henningsen die Teilnehmer auf die Reise. „Die ADAC Wikinger Rallye ist
für Süderbrarup und die ganze Region ein großer Gewinn, deshalb
unterstützen wir die Veranstalter gerne. Eigentlich sollte ich hier nur
die Spitze starten, aber jedes der 97 Teams hat es verdient, dass ihnen
der gebührende Respekt gewährt wird, deshalb blieb ich bis zu den
letzten Teilnehmern.“
Der Auftaktlauf zur Deutschen und Dänischen Rallye-Meisterschaft wurde
sportlich zu einer Solovorstellung für Felix Herbold (Ismaning) und
seinen Winterwerber Co-Piloten Michael Kölbach. Auf den anspruchsvollen
Wertungsprüfungen fuhren sie im Ford Fiesta S2000 elf von zwölf
möglichen Bestzeiten und waren mit einer Gesamtfahrzeit von 1:18:58,4
Stunden um mehr als 2 Minuten schneller als der beste Verfolger. Der
25-jährige ADAC-Youngster Felix Herbold war nach seinem Erfolg
begeistert, aber fast sprachlos: „Ich weis gar nicht was ich sagen
soll. Ich kann es kaum glauben.“ Co Michael Kölbach ergänzt: „Das sind hier schon sehr anspruchsvolle
Prüfungen. Für den Co-Piloten ist es sehr schwierig, bei den vielen
Kuppen und Kurven den Überblick zu behalten und den richtigen Zeitpunkt
für die Ansagen zu finden.“
Bei seiner Premiere in der DRM entriss Rundstrecken-Profi und Porsche-Werkspilot Timo Bernhard (Dittweiler) mit Co Marco Glasen
(Freisen) Herbold im Porsche 911 GT3 auf der letzen WP die einzige
Bestzeit. Das Podium vervollständigten die Dänen Brian Madsen /
Jens-Christian Anker und Christian Jensen / Sören Tönborg in ihren
beiden Peugeot 207 S2000. Mit dem vierten Gesamtrang und dem klaren
Sieg in der Division 2 eroberten Sandro Wallenwein / Marcus Poschner
(Stuttgart / Laubach) im Subaru Impreza mit 29 Punkten die DRM-Führung.
Im kleinen Citroën C2R2max sicherten sich Lars Mysliwietz / Oliver
Schumacher (Nalbach / Fluterschen) den Sieg in der Division 4. Durch
die Zusatzpunkte für den neunten Gesamtrang liegen sie in der DRM-Wertung
nun auf Rang zwei (24 Punkte) vor den vierfachen Deutschen Rallyemeistern Hermann Gaßner / Siggi Schrankl (Surheim/Obing) mit 23
Zählern. Der nächste Lauf zur DRM findet vom 15.-16. April bei der ADAC
Hessen Rallye Vogelsberg in Schlitz statt. |
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Jürgen Hahn
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Felix Herbold / Michael Kölbach Ford Fiesta S2000, Div. 1 |
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Begeisterter Wallenwein übernimmt DRM-Führung
Sandro Wallenwein strahlte auf der Zielrampe in Süderbrarup: „Das ist
doch ein gelungener Einstand in die neue DRM-Saison. Und nach dem
ersten Lauf habe ich noch nie die DRM angeführt“, erläuterte der Stuttgarter,
der zuletzt dreimal in Folge Vize-Meister wurde. „Wir sind im Subaru
Impreza bestes Nicht-Super 2000-Team und haben unsere Division klar
gewonnen. Natürlich wäre ich noch gerne aufs Podium gefahren, aber das
Risiko dazu war zu groß.“ Mit einem Schlussspurt, „am Freitag war ich
einfach zu langsam“ fuhr der vierfache Meister Hermann Gaßner noch auf
Gesamtrang fünf. Welches Potential in der Kombination Gaßner mit Co
Siggi Schrankl und dem Mitsubishi Lancer Evo X steckt, unterstrichen
sie mit der zweiten Gesamtzeit in der zehnten Prüfung. In der Meisterschaft
liegen sie jedoch einen Zähler hinter Mysliwietz / Schumacher, die im
Citroën C2R2max die Division vier klar für sich entschieden und auf den
sensationellen neunten Gesamtrang nach vorne fuhren. „Als ich am Anfang
hier hingefahren bin hatte ich nicht so ein gutes Gefühl und bin
dementsprechend erleichtert, dass ich hier die Klasse gewinnen konnte.
Aber die Jungs in der Division 4 sind verdammt stark. Das wird im Laufe
des Jahres noch richtig eng.“
Timo Bernhard musste bei seiner DRM-Premiere die Freitagsetappe auf der
vierten Prüfung vorzeitig beenden - der Keilriemen zur Wasserpumpe war
gerissen. Die daraus resultierende Strafzeit warf den Porsche-Werkspiloten ins Nirvana der Gesamtwertung zurück. Wie schon
bei dem defekten Anlasser nach dem Shakedown sorgte sein Team für die
Reparatur. Am Samstag kämpfte sich der Saarländer mit Top-5-Zeiten
wieder nach vorne, bis ihm in der letzten Wertungsprüfung die erste
Gesamtbestzeit in der DRM gelang. „Diese Bestzeit wollte ich unbedingt.
Auf dem ersten Durchgang der Prüfung bin ich kurz vor dem Ziel leicht
rausgerutscht. Aber für mein Team, die hier einen so tollen Job gemacht
haben wollte ich einfach diese Belohnung. Es hat dann im zweiten Anlauf
geklappt, obwohl ich mir auf den letzten Metern noch einen Plattfuß
vorne rechts eingefahren habe.“ Einige DRM-Piloten mussten trotz toller
Leistungen ohne DRM-Zähler die Heimreise aus dem hohen Norden antreten.
Der Sachse Carsten Mohe lag im neuen Renault Megane RS auf dem achten
Gesamtrang als er nach einem Ausritt aufgeben musste. Der Bayer Robert
Pritzl rangierte im Subaru Impreza in der Spitzengruppe der Division 2,
als er in WP sechs ebenfalls in einem der vielen Gräben entlang der
Prüfungen in Angeln, dem hügeligen Land, seine Hoffnungen versenkte.
Kleine’ ganz vorne dabei
Durch die Siege in der Division 5 und 6 fuhren sich zwei Teams mit
jeweils 20 Punkten aus den vermeintlich kleineren Divisionen in die
Top-5 der DRM-Zwischenwertung. Marijan Griebel (22, Hahnweiler) und
Co-Pilot Alexander Rath (Korlingen) gewannen im Suzuki Swift bei ihrer
DRM-Premiere die Division 5. „Die Strecken hier sind sehr selektiv,
dies
ist vor allem auch für die Beifahrer eine große Herausforderung. Es
macht deshalb wahnsinnig viel Spaß hier zu fahren“, erklärte der
Mittelrhein-Youngster.
Die Diesel-Division ging an Michael Abendroth / Frank Oschmann im Fiat
Punto Abarth: „Wir haben unser Dieselprojekt sehr kurzfristig
gestartet. Und einen Tag vor Nennungsschluss beschlossen, dass wir hier fahren.
Insgeheim habe ich schon gehofft hier in der Division vorne mitfahren
zu können. Hätte aber nicht erwartet, dass wir hier gleich gewinnen
können.“ Den zweiten Rang sicherten sich die Nordhessen Björn Mohr /
Oliver Becker (Opel Astra GTC). Die aktuellen Titelträger der
HJS-Dieselmasters übernahmen auch nach dem ersten Saisonlauf 2011
sofort wieder die Führung. „Ich freue mich riesig schnellster HJS-Diesel zu
sein und würde natürlich gerne dieses Jahr die HJS Dieselmasters wieder
gewinnen können.“
Die Divisionen 7 – 9
Für die Fahrzeuge, deren Sportzulassung bereits abgelaufen ist, gibt es
– je nach Leistungsstärke – Punkte in den Divisionen 7 bis 9. Die
stärkste Division 9 ging an den Holsteiner Landwirt Kai-Dieter Kölle
mit Co-Pilotin Bianca Hutzfeldt im Porsche 911 Carrera. Hier waren lange
der Hamburger Jan Becker (Subaru Impreza WRX) und der Hunsrücker Georg
Berlandy (BMW M3) in der Spitze, bis sie mit Motorschaden (Becker) bzw.
nach einem Ausritt aufgeben mussten. In der Division 8 siegten die
Hessen Marcel Mahr-Graulich / Nadja Hartung im Mitsubishi Lancer. Die
kleinste Division ging an Nils Heitmann / Daniel Hammerich (Hamburg /
Gettdorf). Die amtierenden ADAC Rallyemeister sicherten sich so ihre
ersten DRM-Punkte. |
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| Jürgen Hahn |
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Artikel vom 30.03.2011
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