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Jubiläumsveranstaltung - 40. Rheintalrennen auf dem Hockenheimring am 8./9. Oktober 
Das Rheintalrennen bietet wieder zahlreiche motorsportliche Höhepunkte 
Als 1970 unter Rennleiter Heinz Hartmann die erste Auflage des Rheintalrennens in Hockenheim stattfand, ahnte beim Veranstalter Rheintal- MSC, Kirrlach noch niemand, welche Namen sich im Lauf der Jahre auf dem Siegerpodest und in den Ergebnislisten finden würden. Damals 
hätte auch noch keiner erwartet, dass hier irgendwann Rennwagen mit bis zu 700 PS antreten würden, dass ein Siegerfahrzeug der 24 h von Le Mans, der Porsche Typ 956 hier am Start stehen würde.
 © Patrick Holzer
 Andreas Fiedler siegte 2009 in der Sports Car Challenge  
Aber in den folgenden Jahren tauchten Namen in den Starterlisten auf, die später in der Formel 1 und in der Sportwagen Weltmeisterschaft bekannt wurden, wie Hans Joachim Stuck, Marc Surer, Takuma Sato, Eddie Cheever und Michael Bartels. 
Mit Keke Rosberg war sogar ein späterer Formel 1 Weltmeister am Start und auch Bernd Schneider, fünfmaliger Deutscher Tourenwagen Meister war schon in den Ergebnislisten des Rheintal MSC ganz weit oben zu finden. 

Ein Holländer namens Arie Luyendijk, der am Rheintalrennen teilnahm, stand einige Jahre später, 1990 und 1997 auf dem Siegertreppchen des berühmtesten Rennens in den USA – den 500 Meilen von Indianapolis. Eine solche Historie ist für den Veranstalter Rheintal-MSC Ansporn und Verpflichtung zugleich und so erwarten Rennleiter Heinrich Kurz, seine Sportfunktionäre und die rund 80 freiwilligen Helfer aus verschiedenen Ortsclubs des ADAC Nordbaden auch bei der 40. Auflage des Rennens interessante und seltene Rennwagen mit bekannten Fahrern aus 10 europäischen Ländern am Start:
In der DMV Tourenwagen Challenge kämpfen Ferrari und Porsche 997 GT3 untereinander und mit dem DTM Audi des Schweizers Edy Kamm um den Pokal.

In der Formel Ford werden 35 einsitzige Rennwagen mit 1,6 oder 2,0 l Ford Motoren ihre Runden drehen. Das Fahrerfeld ist bunt gemischt mit Teilnehmern aus England, Irland, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und der Schweiz. Im 'Austria Formel 3 Cup', dem Lauf zur österreichischen Formel 3 Meisterschaft sind mehr als 30 Formel 3 Rennwagen am Start. In solchen einsitzigen Formelwagen mit ca. 220 PS starken, von Serienmotoren abgeleiteten Triebwerken erwarben Fahrer wie Nick Heidfeld, Ralf und Michael Schumacher und Sebastian Vettel wertvolle Erfahrung für die anschließende Formel 1 Karriere. Beim Rheintalrennen als letztem Lauf dieser Meisterschaft kämpfen Starter aus mehr als 10 Nationen um den Sieg. Wenn in den vorherigen Rennläufen im August und im September keine Vorentscheidung fällt, wird der Sieger am 9. Oktober in Hockenheim ermittelt. Auch in der „Interserie“ sind einsitzige Formelwagen am Start, jedoch sind hier Rennwagen verschiedener Rennformeln, sowie zusätzlich zweisitzige offene Sportprototypen zugelassen. Der Veranstalter rechnet mit etwa 25 Teilnehmern, vorwiegend aus Österreich, der Schweiz und Deutschland.

Jürgen Holzer

Pierre von Mentlen wird auch in Hockenheim wieder am Start sein

Beim AvD Race Weekend kämpfen Sportwagen von Ferrari, Porsche, BMW, Lotus und Dodge Viper mit zweisitzigen Rennwagen um den Serientitel. Es werden insgesamt rund 30 Teilnehmer erwartet. Als „Königsklasse“ beim Rheintalrennen gelten die Sportprototypen und offenen zweisitzigen Rennwagen der Sports Car Challenge. Diese vom Rennwagenbauer und Organisator Walter Pedrazza aus Österreich gemanagte Serie sieht Fahrzeuge am Start, wie sie Fernsehzuschauer von den 24 h von Le Mans kennen. Die aus Hitechmaterialien wie Molybdänstahl, Alulegierungen, Magnesium, Titan, Kohlefaserbauteilen und verschiedenen weiteren Kunststoffen aufgebauten Fahrzeuge haben ein vorgeschriebenes Mindestgewicht von 700kg und in der großen 
Hubraumklasse über 2,5 Liter Motorleistungen bis zu 500 PS. Es kommen speziell entwickelte Rennmotoren von Honda, BMW, Nissan, Alfa Romeo, Ford, usw. zum Einsatz. Die Aerodynamik der Karosserien wird per Computersimulation und in Windkanaltests entwickelt und optimiert. Auf Rennstrecken mit langen Geraden erreichen die schnellsten dieser Fahrzeuge Geschwindigkeiten von fast 300 km/h.

Mitch Mitländer auf Norma Nissan führt derzeit die Wertung an, gefolgt von Sven Barth auf Ligier-Honda. Als schnellste Lady im gesamten Feld steuert Sabrina Hungerbühler aus der Schweiz einen hochmodernen PRC-Turbo des Pedrazza Rennstalls. Damit alle Trainings- und Rennläufe dieser Serien an zwei Tagen reibungslos ablaufen können, braucht es eine ausgefeilte Organisation, die in der Lage ist, den folgenden straffen Zeitplan einzuhalten: 

Freitag von 9:00 - 18:00 Trainings- und Qualifikationsläufe zur Ermittlung der Startaufstellung

Samstag von 9:00 - 18:00 Rennläufe mit Siegerehrung

Patrick Holzer

Bunter Mix an Fahrzeugen bei den AvD 100 Meilen

Presse Rheintalrennen

Artikel vom 29.09.2010

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