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24-Stunden-Rennen Nürburgring
Ausfall kurz nach Halbzeit
Eigentlich wollte der Bad Saulgauer Rennfahrer Thomas Kappeler beim diesjährigen 24h-Rennen auf dem Nürburg- ring und der Nordschleife nicht an den Start gehen. Doch einer Einladung seines „alten“Teams konnte er nicht widerstehen und eine Unterstützung seiner Sponsoren SGT Sicherheitsglas und Späh Dichtungen machten den Start möglich. Auf einem BMW 330i in der mit zehn Startern besetzten Klasse SP5 ging Thomas Kappeler an den Start zum 24h-Rennen. 
 © Uwe Meuren
 Frühzeitig Feierabend für Kappeler und das Team
Das Besondere daran: Er startete im Auto eines in der Langstreckenmeisterschaft konkurrierenden Teams. Thomas Kappeler: „Ich bin bereits 2008 als Fahrer für das Team Live Strip an den Start gegangen. Als die Teamchefs hörten, dass ich beim diesjährigen 24h-Rennen auf einen Start mit eigenem Auto verzichte, haben sie mir angeboten, bei ihnen mitzufahren. Nach kurzer Rücksprache mit meinen Sponsoren und deren Unterstützung konnte ich zusagen.“

Doch vorm Start galt es für alle Teilnehmer sich in zwei Trainingsläufen zu qualifizieren. Bei den im Training vorherrschenden Witterungsverhältnissen keine leichte Aufgabe. Kappeler erklärte nach dem Training: „Wir hatten beim Donnerstagnachttraining Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und beim Tagtraining am Freitag lagen die Temperaturen unterm zweistelligen Bereich. Hinzu kam ein eiskalter Wind, der heftige Regenschauer über den Nürburgring trieb. Bei solchen Witterungen schnell zu fahren, ohne das Auto zu beschädigen ist nicht einfach.“ Doch der Bad Saulgauer, der sich mit drei weiteren Fahrern das Cockpit des bärenstarken BMW teilte, meisterte die Aufgabe mit Bravour, während schon im Training zahlreiche Teilnehmer ihre Wagen beschädigten.

Sonne zum Start

Pünktlich zum Start des Rennens riss die Wolkendecke auf und ließ der Sonne freien Lauf. Der Wetterumschwung freute nicht nur die Rennfahrer, sondern auch die über 220.000 Zuschauer rund um die gut 25 Kilometer lange Rennstrecke. Kappeler sollte als dritter von vier Fahrern ins Rennen gehen, jeder Fahrer hatte bei optimalem Verlauf knapp zwei Stunden Rennzeit zu bewältigen. „Mein erster Stint ging in den Abend hinein und war geprägt von vielen Gelbphasen durch Unfälle. Ich fand nie so wirklich meinen Rhythmus, da ich ständig vom Gas gehen musste. An manchen Stellen mussten sogar die Leitplanken repariert werden“, so Kappeler nach dem Rennen.

Seinen zweiten Turn hatte der Bad Saulgauer Rennfahrer von 03:00 bis etwa 05:00 Uhr zu bewältigen. „Das Auto lief optimal, alle Komponenten arbeiteten tadellos zusammen“, so Kappelers Erklärungen. „Es war etwa gegen vier Uhr, als ich mich einer Unfallstelle am Streckenabschnitt Schwalbenschwanz näherte. Gelbe Flaggen signalisierten eine Gefahrenstelle und verboten jegliche Überholmanöver. Vor mir hatte ich einen Mini, der ebenso wie ich mit angemessenem Tempo die Gefahrenstelle passierte.“ Als die Streckenposten den Teilnehmern freie Fahrt signalisierten, gab Kappeler dem Mini per Lichthupe zu verstehen, dass er sofort überholen werde. Der Mini ließ eine Lücke, in die Kappeler hinein fuhr – dann zog der kleine Rennwagen plötzlich nach links und schob den BMW von Live Strip in die Leitplanke. „Ich hatte keine Chance“, erklärte Kappeler frustriert kurz vor seiner verfrühten Fahrt ins heimische Bad Saulgau, „der Mini schob mich in die Planken, was einen großen, irreparablen Schaden am BMW verursachte. Auszufallen ist immer ärgerlich. Wir hatten das schlimmste, nämlich die Nacht, fast hinter uns gebracht und wären bis zum Ende nur noch „durchgerollt“. Schade – es sollte offenbar nicht sein. Danke an das Team für ein wirklich gutes Auto und die tolle Zusammenarbeit. Danke meinen Sponsoren, ohne die ich hätte gar nicht an den Start gehen können.“
Uwe Meuren

Artikel vom 19.05.2010

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