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NAVC Rundstreckenrennen Hockenheim 8.11.2009 - Favorit Fiedler ausgefallen
Paul Walczok nicht zu schlagen 
Zum Saisonabschluss der RSM 2009 auf dem Hockenheimring hatte die Sportabteilung des Deutschen NAVC geladen und 51 Teilnehmer folgten gerne dem Aufruf. Gegenüber der Auftaktveranstaltung im März waren das 18 Starter mehr. Morgens regnete es so vor sich hin, die Strecke war nass und glitschig. Das mussten einige Teilnehmer schon im freien Training mit leichten Blechschäden bezahlen. 
 © Klaus Berberich
  51 Fahrer sorgten für ordentliches Starterfeld
So konnte man im Zeittraining schon einige Kunstwerke aus Tape, Kabelbindern und Blechschrauben bewundern. Auch mein A112 hatte nach einen Kontakt mit dem Honda CRX von Günter Sauer eine lädierte Hinterachse. Die Strecke trocknete zusehends ab und bereits im Zeittraining fuhren einige mit Slicks. Favorit Andreas Fiedler hatte anscheinend in seinem PRC zu viele PS, jedenfalls konnte er aufgrund eines Getriebeschadens nicht mehr zum Zeittraining starten. So sicherte sich Paul Walczock auf Porsche 996 Turbo mit 2,5 sec. Vorsprung auf Michael Horn die Pole.

Die Startaufstellung erfolgte in zwei Gruppen. Dies entzerrte den Stress bei so vielen Teilnehmern erheblich. So konnte pünktlich um 13:15 zum ersten Lauf gestartet werden. In der ersten Rechtskurve nach dem Start war das Gerangel groß, doch alle Fahrzeuge kamen ohne Blessuren aus dem Gedränge. Die Spitze zog sich schnell auseinander, nach 10 Runden flog Walczok`s Porsche über die Ziellinie, im Respektabstand folgte Michael Horn mit seinem BMW und den dritten Platz sicherte sich Christian Bert auf VW Corrado. Eine Ölspur in der Einfahrt zum Motodrom erforderte volle Konzentration der Piloten, einige schöne Drifts und leider auch der eine oder andere Abflug ins Kiesbett konnten die zahlreichen Zuschauer beobachten.

Immerhin noch 38 Fahrzeuge hatten den ersten Lauf überlebt und starteten bei leichten Sonnenschein zum zweiten Lauf. Auch hier konnte Paul Walczock den ersten Platz verteidigen. Christian Bert profitierte von einer Durchzugsschwäche des Hornischen BMW`s und beendete 30 sec. nach Walczok das Rennen als Zweiter. Dirk Hemmerlein konnte diesmal zeigen, zu was ein Radical fähig ist und folgte Bert auf den dritten Platz.

Die Klasse 2 war mit drei Startern besetzt. Das Team Rübel / Klingel auf VW Golf kämpfte mit dem Honda CRX von Karl Heinz Weiand. Die bessere Trainingszeit des Golfes entschied hier über den 1. Platz. Aufgrund einiger Ausrutscher reichte es für Sauer/Litzenberger, ebenfalls auf Honda CRX, nur für den 3. Platz.

Turbopower gegen Hubraum war die Devise der Klasse 3. Wolfgang Herrmann profitierte vom Ausfall von Thorsten Schulz im ersten Lauf und trieb seinen Renault 5 Turbo auf den ersten Platz vor Claus Schölzke auf VW Golf. Den zweiten Lauf gewann zwar mit deutlichen Vorsprung Thorsten Schulz auf Vauxhall Astra, die 0,00 Punkte aus dem ersten Lauf bedeuteten allerdings nur Rang 3.

4600ccm, verteilt auf 8 Zylinder, das hubraumstärkste Fahrzeug im Feld bewegte wie immer Jürgen Zimmermann von der Scuderia Augustusburg Brühl. Diesem gewaltigen Hubraum hatten die 2,5ltr. Fahrzeuge der anderen Teilnehmer nichts entgegenzusetzen und so landete der Ford Mustang ganz oben auf dem Treppchen. Den zweiten Platz sicherte sich Felix Kroner auf Porsche 944, gefolgt vom Team Melcher/Koch auf BMW 325. Der Vierte im Bunde, Jannis Bernd betätigte sich als Kiesräumfahrzeug, es blieb leider nur der 4. und letzte Platz in der Klasse für ihn übrig.

Gut besetzt war diesmal die Klasse 5+6. Acht Starter kämpfen um den Sieg. Allerdings war auch das Autosterben überdurchschnittlich hoch, gleich 5 Starter konnten zum 2. Lauf nicht mehr antreten. Diese Chance nutzte Rolf Burs mit seinem VW Derby und gewann souverän vor vor Nikki Daut und Kurt Jüttner, beide auf VW Polo.

Klaus Berberich

Positionskämpfe in den einzelnen Klassen

Mit 12 Startern war die Klasse der verbesserten Tourenwagen bis 1800 ccm am stärksten besetzt. Dementsprechend eng lagen auch die Trainingszeiten der ersten Vier. Die Platzierungen der beiden Läufe wurden auch wild durcheinander gewürfelt. Am Ende hatte Josef Dauerer vom MSC Hansenried die Nase vorne, knapp dahinter folgte Günter Stubenrauch vom Wildsau Racing Team, beide auf VW Scirocco. Nur knapp geschlagen erreichte Günter Schütz aus Merchweiler den Dritten Platz. Der Favorit dieser Klasse und trainingsschnellste Marcel Ernst von der Scuderia Wiesbaden musste seinen Golf bereits nach der ersten Runde am Seitenstreifen abstellen.

Mit dem hubraumschwächsten Fahrzeug in der Phalanx der Fahrzeuge bis 2500ccm kämpfte Stephan Welsch mit wenig Grip auf der Hinterachse und drehte sich nach einem guten Start in der Spitzkehre ins Aus. Mit einer grandiosen Aufholjagt arbeitete Welsch sich mit seinem Peugeot 309 auf einen guten 2. Platz vor. Wäre der zweite Lauf noch über ein paar Runden mehr gegangen, hätte er vielleicht auch den Sieger dieser Klasse, Christian Schulze auf BMW 325i, schlagen können. Die schlechtere Trainingszeit, bei gleicher Gesamtpunktzahl, bedeutete für das Team Koch/Vongries den dritten Podiumsplatz.

Die sechs Starter der Klasse 9 hatten den 420 Turbo-PS des Porsches 996 von Paul Walczok nichts entgegenzusetzen und so landete Michael Horn mit fast einer Minute Rückstand auf Platz 2 vor Patrick Rauscher auf VW Golf.

Nachdem der Siegesabonnement der Eigenbau- und Spezialfahrzeugeee Andreas Fiedler seinen Pedrazza mit Getriebeschaden bereits nach dem freien Training abstellen musste, hatte Christian Bert auf VW Scirocco freie Fahrt und landete auf Platz 1. Beide Radicals vom Team KaJo Motorsport hatten der geballten Power nichts entgegenzusetzen und teilten sich das Treppchen auf Platz 2 und 3.

Kurz nach Ende des zweiten Laufes erfolgte auch zügig die Siegerehrung und alle in Wertung gelangten Teilnehmer erhielten einen Siegerpokal.

Ergebnisliste Hockenheim

Patrick Holzer

Marcel Ernst noch trainingsschnellster mit frühem Aus

Rainer Thiel Deutscher NAVC

Artikel vom 18.11.2009

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