Mediadaten I Werbung I Kontakt I Impressum

Diverse
SERIEN REGIONAL REPORT AUTO&TECHNIK TERMINE GALERIE LINKS RENNSPORTMARKT DATENBANK FOTOSERVICE
Start I STT I DMV TW Challenge I AvD 100 Meilen I PCCT I ADAC Procar I Histo I Langstrecke I GT/Sportwagen I Tourenwagen I Berg I Marken I Diverse
Start > Diverse
ADAC Zurich 24h-Rennen
Gemeinsam zum Klassensieg
Team Derscheid Motorsport (Much) und Matthes Motorsport (Meiningen- Dreißigacker) machten beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring gemeinsame Sache und gingen vereint an den Start. Die Idee wurde prompt mit einem ungefähr- deten Klassensieg belohnt. Mit geändertem Regelwerk, deutlich weniger Startern und dem neuen Motorsportteam „Derscheid & Matthes“ ging das diesjährige 24h-Rennen in seine 37. Auflage. 
 © Redaktionsbüro Meuren 
 Neues Team mit Start-Ziel-Sieg in der Klasse V3
Klug gefahren, nichts riskiert

In der wiederkehrenden Reihenfolge Jestädt, Flehmer, Schlehecker, Derscheid startete das Team ins Rennen. Exakt 13 Mal steuerten die Piloten während der gesamten Renndistanz die Box an, um neue Reifen zu montieren und den Wagen kontrollieren zu lassen, zu tanken und um den Fahrerplatz zu tauschen. Den Grundstein zum späteren Erfolg legte eindeutig Michael Jestädt, der den guten Startplatz ausnutzte und sich Runde für Runde vom Verfolgerfeld absetzen konnte. Jestädt legte ein derartiges Tempo vor, dass er in seiner zehnten Rennrunde bereits den Letzten der Klasse überrundete und den Wagen mit gut drei Minuten Vorsprung an seinen Kollegen übergab. 

Flehmer, Schlehecker und Derscheid trugen dafür Sorge, dass der Vorsprung zu keiner Zeit geringer wurde, im Gegenteil: Nach bereits sechs Stunden Renndauer lag das Team mit drei Runden Vorsprung souverän auf Platz eins der Klasse V3 – was sich bis zum Zieleinlauf nicht mehr änderte. 

„Rollen lassen, schonen und rund fahren“ lautete die Devise des Teamchefs Peter Matthes, an die sich die vier Fahrer vorbildlich hielten. Ohne jegliches Risiko einzugehen, drehten sie ihre Runden, machten den deutlich schnelleren Fahrzeugen ausreichend Platz und überholten langsamere Autos ohne Einsatz der Brechstange. Am Sonntag zur Mittagszeit meldete sich die Ölleitung der Servolenkung zurück: Erneut trat Öl aus einem Leck aus und Michael Jestädt musste sein gesamtes Können aufbieten, um den Wagen auf der Strecke zu halten, da das Öl bis auf die Räder spritzte. 

Nur wenige Minuten nahm der Austausch der Leitung in Anspruch, ehe der BMW wie gewohnt weiter seine Runden drehen konnte. Am Sonntagnachmittag um 16 Uhr beendete die schwarz-weiß-karrierte Flagge das Rennen und das noch „junge“ Team Derscheid & Matthes gewann die Klasse V3 überlegen mit insgesamt 125 gefahrenen Runden, was einer Gesamtdistanz von fast 3 200 Km entspricht. Übrigens: Für Matthes war es der zweite Klassensieg in Folge!

Redaktionsbüro Meuren 

Das neue Team Derscheid & Matthes schaffte den Sprung aufs Podium 

Stimmen nach dem Rennen

Peter Matthes, Teamchef:
„Wir haben bereits vor dem Rennen versucht, alle Unwegsamkeiten auszuschalten und den Wagen bis zur letzten Schraube kontrolliert und bei Bedarf Teile ersetzt. Alle im Team waren sich einige, dass es wichtiger ist das Ziel zu erreichen, als einige wenige schnelle Runden zu fahren. Die Fahrer haben alles richtig gemacht und versucht, erst gar keine brenzligen Situationen entstehen zu lassen. Alle Vier sind nahezu identische Rundenzeiten gefahren, die stets deutlich unter dem Niveau der Konkurrenz lagen. Michael Jestädt hat den Grundstein zum gemeinsamen Erfolg in seinem ersten Turn gelegt. Ich bin stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft und freue mich besonders über die erfolgreiche Verteidigung des Klassensieges.“

Rolf Derscheid, Fahrer:
„Beide Mannschaften haben hervorragend harmoniert: Hand in Hand wurde gearbeitet, geschwitzt und gefahren – eine wahrlich tolle Leistung. Das Auto war bestens vorbereitet, der Motor lief gut, das Fahrwerk zeigte keine Schwächen. Ein Leck in der Ölleitung der Servolenkung ist bei einem solchen Rennen eine Panne, die zu vernachlässigen und auf die extreme Beanspruchung zurück zu führen ist. Mein Dank gilt den vielen helfenden Händen bei Mechanik, Catering und Zeitnahme - ohne die wir nicht hätten fahren können. Lob an Andreas Matthes, der die Mechaniker-Crew bestens organisiert und im Griff hatte, so dass es nie zu Tumulten oder Missverständnissen kam. Ich bin stolz auf die Leistung – auch darauf, als 59. der Gesamtwertung ins Ziel gekommen zu sein. Es ist schade, dass die kleineren im nächsten Jahr nicht mehr starten dürfen. Schließlich waren wir schneller als viele Große und die Leistung hängt nicht nur vom Auto, sondern wesentlich vom Fahrer ab.“

Michael Jestädt, Fahrer:
„Ein schönes Rennen mit großem Erfolg. Danke an das Team und alle fleißigen Hände im Hintergrund. Dass wir Siegchancen hatten, zeigte der Wagen schon im Training: Immer lagen wir deutlich vorm Wettbewerb, egal ob im Regen oder trocken. Ich hatte immer sehr schöne Stints, mit fairen Kämpfen und stets ohne Risiko. Als die Ölleitung am Sonntag Leck schlug, saß ich hinterm Lenkrad. Das Auto war kurzzeitig mit Rauch und Ölnebel gehüllt und gefüllt. Kurz dachte ich an einen größeren Schaden, konnte aber die Box anfahren und war beruhigt über den kleinen Fehler.“

Michael Flehmer, Fahrer:
„Ich bin zu keiner Zeit ein Risiko eingegangen, weder im Training noch im Rennen. Mir war es nicht wichtig, die schnellste Rundenzeit zu fahren, sondern kontinuierlich flott unterwegs zu sein und den Wagen stets ohne Schäden an meine Fahrerkollegen zu übergeben. Es gab viele Unfälle und sehr viel Schrott auf der Strecke, während der gesamten Distanz. Man musste stets höllisch aufpassen, um nicht über Teile zu fahren oder auf Schmutz auszurutschen. Ich glaube während der 24h nicht eine echte freie Runde gehabt zu haben. Danke an Matthes für das gute Auto, danke an alle Helfer!“

Werner Schlehecker, Fahrer:
„In der Nacht trennt sich die Spreu vom Weizen: Die Zeiten des Wettbewerbs lagen vor allem bei Dunkelheit deutlich über unseren. Ich hatte nur eine Schrecksekunde, als ein langsameres Auto vor mir aus heiterem Himmel scharf bremste und ich ihm auf die Ecke fuhr. Gott sei dank ist keinem etwas passiert, aber der Schreck saß tief. Der Wagen war erstklassig vorbereitet und lief sehr gut. Auch beide Teams haben sich gut arrangiert: Es gab keine Reibungsverluste und eine klare Kommunikation. Alles in allem hat es viel Spaß gemacht und ich bin stolz auf den Klassensieg.“
Redaktionsbüro Meuren

Artikel vom 27.05.2009

Anzeige

AutoScout24 - Deutschlands bekanntester Automarkt

Home I STT DMV TW Challenge I AvD 100 Meilen I PCCT I ADAC Procar I Historische I Langstrecke I GT/Sportwagen I Tourenwagen

Berg I Marken I Diverse I Slalom I Rallye I Verschiedenes I Reportage I Museen I Messen I Auto I Technik I Industrie I Tuning I Zubehör

Termine National I Termine Regional I Galerie I Links I Rennsportmarkt I Fahrer I Fahrzeuge I Serien I Ergebnisse I Strecke

Fotoservice I Mediadaten I Impressum

top