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Der Brite behauptet sich erneut gegen Lokalmatador Stuart und Bachler
Adrian Campfield stürmt in Assen mit Doppelsieg an die Tabellenspitze
An Adrian Campfield führte in Assen kein Weg vorbei. Der 19 Jahre alte Brite vom Dorstener Team ma-con war auch beim zweiten Rennen der Formel ADAC auf dem nieder- ländischen Traditionskurs von der Konkurrenz nicht zu halten und feierte am Sonntag seinen zweiten Sieg des Wochen- endes. Wiederum standen Klaus Bachler (URD Rennsport) und Lokalmatador Liroy Stuart (Van Amersfoort Racing) mit auf dem Podium, diesmal hatte allerdings Stuart die Nase als Zweiter vorn.
 © ADAC Formel Masters
 Erneuter Sieg für Campfield am Sonntag
Stuart, der von Platz zwei gestartet war, lag in der turbulenten Anfangsphase des Elf-Runden-Rennes an der Spitze, als das Feld nach einem Unfall von Rene Binder (17, Österreich/Abt Sportsline) bereits im ersten Umlauf vom Safety Car eingefangen wurde. Doch nach dem Restart des Rennens musste sich der Niederländer bald den Attacken von Verfolger Campfield geschlagen geben. "Ich war in den Kurven schneller als Adrian, doch in den Geraden hatte ich keine Chance gegen ihn", berichtete Stuart. "Ich habe noch versucht gegenzuhalten, wobei es sogar zu einer kleinen Berührung kam, aber letztlich musste ich ihn ziehen lassen, auch wenn ich bis zum Schluss wie im Qualifying gefahren bin, um noch einmal an ihn heranzukommen. Mit zwei Podiumsplätzen bei meinen Debüt in der Serie bin ich aber mehr als zufrieden." Zur Belohnung für den erfolgreichen Einstand versprach Teamchef Frits van Amersfoort Stuart einen Test im Formel-3-Auto.

Nach dem geglückten Überholmanöver gegen Stuart ließ Campfield nichts mehr anbrennen, auch wenn sein Vorsprung im Ziel mit 1,3 Sekunden nicht ganz so groß ausfiel wie am Vortag. "Ein unglaubliches Wochenende mit zwei perfekten Rennen", jubelte der 1,85 Meter große Student nach dem zweiten Sieg innerhalb von 24 Stunden. "Das waren die besten Rennen meines Lebens." In der Tabelle liegt Campfield nach dem Doppelschlag mit 65 Punkten an der Spitze vor Bachler mit 57 Punkten. Bachler lieferte eine starke Aufholjagd ab. Von Platz zehn gestartet fiel er sogar noch zwei Plätze zurück. "Durch den Unfall in der ersten Runde bin ich wieder auf Platz sieben vorgerückt und war deutlich schneller als meine Vorderleute. Es war aber trotzdem Schwerstarbeit, zu überholen. Dass ich es von Startplatz zehn noch auf das Podium schaffen würde, hätte ich nie gedacht. Hätte man mich vor dem Rennen gefragt, wäre ich über Platz fünf schon zufrieden gewesen. Dritter ist natürlich viel besser, auch hinsichtlich der Meisterschaft", resümierte Bachler.

Stark war einmal mehr Kartaufsteiger Patrick Schranner (18, Ingolstadt/Buchbinder Rent-a-Car by emotional engineering), der wie am Vortag Vierter wurde. Ganz zufrieden war er damit aber nicht: "Bei einer Berührung hat mein Flügel etwas abbekommen. Danach war das Auto kaum noch fahrbar, sonst wäre wohl mehr drin gewesen." Polesitter Liam Kenney (17, USA/ma-con) hatte sich ebenfalls mehr erhofft, doch wie schon am Samstag warfen ihn stark durchdrehende Räder beim Start zurück. Am Ende wurde er Sechster im umkämpften Mittelfeld hinter Kevin Friesacher (18, Österreich/TNB). Seine ersten beiden Punkte in der Formel ADAC strich Neueinsteiger Toni Koitsch (21, Döbeln/KSW-Motorsport) mit Platz neun ein.
ADAC Formel Masters

Artikel vom 12.05.2009

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