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9. Lauf KW Berg-Cup in St.Agatha
Hovemann ist durch
Nach Jahren mit spät- sommerlich warmen Tempera- turen über 20 Grad und strahlendem Sonnenschein gab’s diesmal nur Düsternis wie im November und Tempera- turen, die kaum 10 Grad erreichten. Jedenfalls viel zu kalt für die Jahreszeit. Dennoch stand eine bemerkenswert große Anzahl an Zuschauern an der Bergstraße von Esthofen nach St.Agatha im grauen Oberösterreich.
 © Joy Schneider
  Michael Funke pilotiert den Lamborghini Gallardo
Allerdings waren es verständlicherweise weniger Fans als in den letzten Jahren. Unweit der Dreiflüßestadt Passau gingen insgesamt 168 Piloten aus 8 Nationen an den Start. Dies waren zwar mehr als in den letzten Jahren, doch die Top-Piloten waren eher dünn gesät.

Der Renntag begann mit dem üblichen Warm Up auf trockener Piste. Der Startschuss zum erste von zwei Rennläufen fiel pünktlich um 13 Uhr. Mitte des 1. Rennlaufs kreuzte dann ein starker Regenschauer über dem Renngelände auf, der nur ungefähr 10 Minuten dauert, jedoch vor allem die Zwei-Liter-Klasse der Gruppe H/E1 auf den Kopf stellt. Die Feuchtigkeit auf der Strecke bleibt bis zum Ende des ersten Laufes. Mitte des 2. Rennlaufs setzte erneut Regen ein. Diesmal allerdings deutlich stärker und länger, nämlich eine halbe Stunde lang.

Bei diesen Straßenverhältnissen und mit überragender Allrad-Technik im Ford Escort Cosworth WRC fährt Andi Gabat (Sohn des langjährigen Spitzenfahrers Günter Gabat) schon im ersten Lauf trotz nasser Strecke die drittbeste Gesamtzeit und nutzt auch im zweiten Rennlauf die Vorteile seines "Untersatzes" gnadenlos aus und sichert sich so seinen ersten Gesamtsieg bei einem internationalen Bergrennen.

In der "Königsklasse" der Tourenwagen (E1 über 2000 ccm) war im ersten Lauf Andreas Gabat das Maß der Dinge, vor Alex Strobl, KW Berg-Cup Pilot Norbert Handa, Herbert Pregartner und Felix Pailer. Im 2. Lauf bestätigte sich dies "Hackordnung" weitgehend. Norbert Handa gewinnt das prestigeträchtige Lancia-Duell mit Felix Pailer, der aber den mit Heckantrieb benachteiligten Porsche-Piloten Herbert Pregartner noch überholt. Eine weitere spannende Episode dieses Vergleichskampfs steht den Fans am ersten Oktoberwochenende in Mickhausen bevor. Kuriosum am Rande: Der Vorarlberger Walter Terler im APT-Opel Astra V8 DTM fährt im Training auch in dieser Klasse, wird aber nach Beschwerden einiger Landsleute zu den beiden Rennläufen in die Gruppe E1-FIA umgereiht. Bei den H/E1-OSK/FS hätte er ohnehin nur Platz 9 belegt.

In den Stammklassen des KW Berg-Cup gewann Jörg Eberle überraschend überlegen bei den 1150ern gegen Jürgen Hessberger (beide Fiat 127 Sport) und vor Fiat-Markenkollegen Franz Koob und Torsten Voit. In der Klasse bis 1300 ccm waren die Deutschen Starter unter sich, da die Österreicher traditionell bis 1400 ccm ausschreiben. Bemerkenswert deutlich siegte hier Gerhard Moser über Klaus Bernert (beide VW Polo 16V). Die weiteren Starter waren hier chancenlos. In der bereits angesprochenen Klasse H/B/E1 bis 1400 ccm die nicht zum KW Berg-Cup zählt, ging Platz 3 an den Deutschen Georg Scheppach (Suzuki Swift GTi) hinter dem Schweizer Martin Bürki (VW Polo) und dem Österreicher Andreas Lattner (Suzuki Swift). Die Klasse bis 1600 ccm beherrschten die Deutschen mit einem Doppelsieg durch Lokalmatador Helmut Maier und Valentin Schneider (beide VW Golf 16V), erst dahinter platzierte sich der beste Österreicher mit Franz Roider im Ford Fiesta.

Da es mitten im 1. Lauf zu regnen begann, gab es in der Klasse bis 2000 ccm ein ziemliches Durcheinander. Nach dem 1. Lauf führt Außenseiter Franz Probst aus Salzburg (VW Golf I) vor dem Steirer Andi Marko in seinem neuen Einsatzgerät, einem ex-STW Audi A4 Quattro. Mondeo-Mann Christian Auer verliert in diesem Lauf 4 Sekunden, Andreas Kokor und Hans-Peter Eller je 8 Sekunden und Holger Hovemann gar 9 Sekunden. Der Tabellenzweite des KW Berg-Cup Björn Wiebe (Renault Clio) fällt auf gerade noch feuchter Strecke mit technischen Defekt aus und besiegelt so die erfolgreiche Titelverteidigung für Hovemann. Im 2. Lauf herrschen halbwegs gleiche Verhältnisse, es regnet allerdings immer stärker. Andy Marko nützte den Allrad-Vorteil seines Audi aus und gewinnt mit 11 Sekunden vor Roland Eder und Franz Probst. Christian Auer und Andreas Kokor scheiden nach heftigen Crashs aus. Hovemann wird als 5.Platzierter bester KW Berg-Cup-Pilot vor Hansi Eller (VW Scirocco) und Kurt Flatz im APT-Opel Vectra. Auf Rang 9 betoniert Bernd Ehrle (Opel Kadett C) seinen Triumph in der Jahreswertung der KW 8V-Trophy der Division II, indem er Norbert Wimmer im BMW 2002 8V bezwang.
Werner Schneider
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Artikel vom 23.09.2008