|
Für den mittlerweile 60 Lenze zählenden „Bergkönig“ bedeutete dies die 8. Bergmeisterschaft und der neunte DMSB-Titel am Berg. Auf dem x-ten Hochpunkt seiner seit 1972 laufenden Karriere denkt Brenner ans Aufhören. „Ich hatte vor nach dem nächsten Titel den Helm an den Nagel zu hängen, jetzt ist es soweit und ich bin am Zweifeln“. Verständlich, den Brenner hatte seine Gegner in den Gruppen E1 und H sicher im Griff. Meisels Tourenwagen-Rekord von 1.16.24 aus dem Vorjahr griff Brenner klugerweise nicht an um nicht noch die Meisterschaft mit einem Crash aufs Spiel zu setzen. Die Bestzeit von 1.17,42 reichte völlig aus. Dennoch mussten die Brenner-Fans an der Strecke im letzten Lauf noch zittern. Der rote Astra rauchte mächtig aus dem linken hinteren Radkasten. Beim Startvorgang verharke sich der Holz-Unterlegkeil des Starters, der dass Zurückrollen verhindert. Außer besagter Rauchentwicklung blieb das Missgeschick folgenlos.
Aller Ehren wert war die Bestmarke (1.19,91) des Vorarlbergers Walter Terler, bei seinem erst zweiten Start im Opel Astra V8. Der Nachfolger von Werner Jetzt im Ammann-Team legte pro Lauf eine Sekunde zu und möchte sich in den restlichen Saisonläufen weiter an den Ex-DTM Boliden gewöhnen um für 2009 fit zu sein. Norbert Handa im Lancia Delta Evo III hatte bereits das Nachsehen gegen den ehemaligen Formel 3 Vize-Meister aus Österreich.
Im achten Lauf des KW Berg-Cup eroberte sich „Mister Gruppe H“ Holger Hovemann (Opel RISSE Kadett C 16V) die Tabellenführung zurück, die der Odenwälder nach seinem ersten Ausfall in Osnabrück an „Jungstar“ Björn Wiebe im Renault Clio 16V verloren hatte. Dank der Streichresultate kann Hovemann bereits am kommenden Wochenende im oberösterreichischen St.Agatha zum fünften Mal in Folge die Gesamtwertung des KW Berg-Cups gewinnen. In Unterfranken fiel Hovemanns Klassensieg knapper aus als noch zuletzt.
Dieter Rottenberger im Ex-STW BMW 318is ärgerte den Abo-Sieger mit der schnellsten 2-Liter und Gruppe H Zeit (1.24,23) des Wochenendes und fing somit Andreas Kokor (Ford Escort RS) und Günther Göser (Opel Kadett C 16V) ab. So gut wie sicher hat Bernd Ehrle (Opel Kadett C) die 8V-Subwertung der großen Division in der Tasche. Der Allgäuer lieferte sich ein beinhartes Gefecht mit Gaststarter Norbert Wimmer (BMW 2002) und unterlag hauchdünn. René Fußenegger überschlug sich mit seinem grünen Minichberger 8V-Golf im Training auf nasser Piste und war danach im Krankenhaus zur Untersuchung. Der anvisierten zweiten Abschlussrang in der KW-8V-Trophy ist somit dahin und Sebastiano Pagano (Opel Kadett C) kann beruhigt in die Stauden fahren.
Bei den „Kleinen“ steht Jürgen Hessberger im Fiat 127 Sport vor dem Gewinn der Division I, inklusive KW 8V-Trophy. Der Franke siegte erneut in der Klasse H 1150 ccm. Rechnet man auch hier mit den Streichern, kann nur Klaus Bernert (VW Polo 16V) mit zwei weiteren Siegen in der Klasse H 1300, Hessbergers Triumph abwenden. Die in Eichenbühl schnellsten 8V-Piloten bis 1,3 Liter Armin Ebenhöh und Bernd Letmade (beide VW Polo) können Hessbergers 8V-Meisterschaft bereits nicht mehr verhindern.
Bis 1600 ccm versage wie zuletzt in Osnabrück die Kurbelwelle am VW Scirocco 16V des Hans Paulitsch und Helmut Maier siegte vor Manfred Lewe (beide VW Golf). Über 2 Liter profitierte Werner Olijniyk von einem Dreher seines Markenkollegen Markus Wüstefeld im Mercedes 190 Evo II und gewann.
Gesamtsieger inklusive Streckenrekord wurde Jörg Weidinger (Osella BMW CN) vor Marcel Steiner, der mit seinem Martini BMW CN beim Finale von Mickhausen nur noch das Ziel erreichen muss um erstmals die Deutsche Bergmeisterschaft der Rennwagen zu gewinnen. Der scheidende Bergmeister Uwe Lang (Osella BMW CN) vervollständigte das Siegerpodium. |
|