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AvD 100 Meilen
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AvD 100 Meilen - Bender/Dechent gewinnen Saisonauftakt auf dem Nürburgring
Sieg in letzter Minute
Buchstäblich in letzter Minute gelang Jürgen Bender und Martin Dechent beim Saisonauftakt der AvD 100 Meilen auf dem Nürburgring der große Coup. Im Porsche 997 Cup holte das Duo den überraschenden Gesamtsieg, auch weil der bis dato Führende Thomas Probst 
(Porsche 993 GT2) sich schon im Ziel gewähnte hatte. Der im letzten Renndrittel einsetzende Regen spülte so manchen Favoriten von den vorderen Rängen. 
 © Patrick Holzer
 Start der  AvD 1oo Meilen am Sonntag
Das Podest komplettierten Andreas Senn (Porsche 997 Cup) und Jens Hochköpper (Porsche 911 GT2). Im verregneten Zeittraining am Sonntagmorgen diktierten zunächst die Fahrzeuge der ins Feld integrierten Spezial Tourenwagen Trophy das Tempo. Jürgen Alzen legte im Porsche 997 Turbo die schnellste Zeit vor. Das Feld der AvD 100 Meilen wurde von Sven Barth und Thomas Rudel im Ligier JS51 angeführt, die mit einer Zeit von 2.22,378 den fünften Startplatz einnahmen. Für den offenen Sportwagen, der schon bei den zwei Sprintrennen der Sports Car Challenge eine hervorragende Figur abgegeben hatte, war das Rennen jedoch gleich beim Start beendet. In einer großen Qualmwolke strandete der Ligier am Ende der Startgeraden.

Bei trockenen Bedingungen bestimmte in der Anfangsphase Michael Funke, der gemeinsam mit Gerhard Ludwig am Volant des BMW GTR E92 kurbelte, das Geschehen. Der erfahrene Motorsportler hielt Thomas Probst und Mirco Schultis (PRC Honda) zunächst auf Distanz. Dazu drängten Gerd Beisel (Norma Nissan) und Jens Hochköpper (Porsche 911 GT2) von den hinteren Rängen nach vorne. Da Jürgen Bender die klasseninterne Konkurrenz im Griff hatte, musste der Neckarsulmer das Tempo an der Spitze nicht mitgehen. In Runde 21 fuhr Bender zum Stopp an die Box. Die Übergabe an Martin Dechent klappte reibungslos, doch schon in der Outlap änderte sich das Wetter dramatisch. 

Jürgen Holzer

Hektik in der Boxengasse als der Regen kam

„Nach dem Fahrerwechsel mussten wir wegen des einsetzenden Regens gleich noch einmal rein. Das warf uns vom zweiten auf den siebten Platz zurück. Doch auf der nassen Strecke haben wir dann wieder Zeit aufgeholt“, erklärte Jürgen Bender. Am Ende war es sogar soviel Zeit, dass die Beiden zum ersten Mal im Gesamtklassement bei den AvD 100 Meilen ganz oben auf dem Siegertreppchen standen. Davon wusste Martin Dechent bei der Ankunft im Parc Fermé noch nichts. „Ich habe das erst später erfahren, da wir keinen Funk hatten. Aber das Rennen hatte es schon in sich. Im Pulk hat man kaum mehr als drei Meter gesehen. Gut war aber, dass es schon am Morgen geregnet hatte. So konnten wir das Auto für den Regen bestens abstimmen“, freute sich Dechent über das hervorragende Endergebnis.

Patrick Holzer

Die strahlenden Sieger Martin Dechent und  Jürgen Bender

Da Andreas Senn im Porsche 997 GT3 Cup mit einer starken Leistung auf den zweiten Gesamtplatz gefahren war und Jens Hochköpper im Regen sowieso eine Klasse für sich ist, bestand das Podium nur aus Fahrern der GT- und Tourenwagen Division. Die Sportwagen- fraktion hatte bei den widrigen Wetterverhältnissen weit mehr Schwierigkeiten. Gerd Beisel gewann zwar die Sportwagenwertung, war aber dennoch nicht ganz zufrieden mit dem Wochenende. Ebenfalls nicht wirklich glücklich war Division 2 Sieger Mirco Schultis, der sich mit Patrick Simon ebenfalls einen starken Partner mit in seinen PRC Honda geholt hatte.

„Zunächst musste ich wegen eines Kupplungsschadens an die Box. Wegen der defekten Kupplung habe ich die Schikane auslassen müssen und dafür eine Durchfahrtsstrafe kassiert. In meinen Augen ist das nicht angemessen, wenn man sich dadurch wie ich keinen Vorteil verschafft hat“, ärgerte sich der PRC Pilot. „Unser eigentlicher Stopp war aber nahezu zum richtigen Zeitpunkt, vielleicht hätte man den Fahrerwechsel auch etwas später machen können“, so Schultis weiter. Da der PRC aber seit der fünften Runde mit defekter Kupplung unterwegs war, stellte der Division 2 Sieg aber sicherlich mehr als nur ein respektables Ergebnis dar.

Jürgen Holzer

Sieger der Sportwagenwertung - Gerd Beisel im Norma Nissan

Weit weniger zufrieden war Thomas Probst, der bis in die vorletzte Rennrunde führte, sich dann aber in der Renndistanz vertan hatte. Zu allem Überfluss wurde er auch noch in der letzten Runde von einem Konkurrenten ins Aus befördert. Da konnte Aleidus Bosman (Porsche 997 Cup) bei seiner AvD 100 Meilen Premiere weitaus zufriedener sein. Er belegte in der am heftigsten umkämpften Division 3.5 noch vor Markenkollege Thomas Langer den dritten Platz. Durch das Missgeschick von Probst rückten Michael Funke und Gerhard Ludwig, der in der 23. Runde übernommen hatte, auf die dritte Position bei den Fahrzeugen der Division 3.7 nach vorne.

Nach einem turbulenten und spannenden Rennen bleibt den Fahrern und Teams nun erst einmal Zeit zum Durchatmen. In Hockenheim findet dann vom 19.-20. Juni der zweite Saisonlauf statt.

Jürgen Holzer

Das Siegerauto mit Martin Dechent und Jürgen Bender Porsche 997 Cup

Patrick Holzer

Artikel vom 05.05.2010

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