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AvD 100 Meilen
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Sportwagen-Titel geht erneut an Thorsten Rüffer
„Lucius Fox“ sichert sich im Herzschlagfinale den Titel
„Lucius Fox“ und Thorsten Rüffer hießen nach einem hoch spannenden Finallauf die neuen Meister der AvD 100 Meilen. Vor allem bei den GT- und Tourenwagen war die Meisterschaftsentscheidung von ganz besonderer Spannung geprägt. Lange sah es so aus, als ob Jürgen Bender an „Lucius Fox“ vorbeiziehen und sich den dritten Titel nach 2007 und 2008 sichern könnte. Das Wetter sollte die entschei- dende Rolle spielen.
 © Jürgen Holzer
 "Lucius Fox" holte den GT-Titel
Während „Lucius Fox“ bei wechselhaften Wetterbedingungen mit Slicks auf volles Risiko ging, wählte Bender mit Regenreifen die vermeintlich sicherere Variante. Die falsche Entscheidung. Bei abtrocknender Strecke zog „Lucius Fox“ knapp vor Schluss vorbei und sicherte sich den Titel.

Im Qualifying markierte Jürgen Güllert mit 1.56,678 vor Jens Hochköpper die Bestzeit. Das Duo Hotz/Chiciello im Ligier JS 51B stand in der zweiten Startreihe neben einem sehr interessanten Fahrzeug, einem Gloria C8 P. Der kleine Sportwagen wird ähnlich wie ein Radical von einem Suzuki Hayabusa Motor befeuert. Mit dem FIA-GT erfahrenen Italiener Davide Amaduzzi drehte zudem ein schneller Fahrer am Volant. Die dritte Startreihe teilten sich Thorsten Rüffer (Norma Honda) und das Duo Bender/Dechent. GT-Tabellenführer „Lucius Fox“ stand eine Reihe dahinter auf Startposition sieben.

Patrick Holzer

Jens Hochköpper schießt in Führung

Starke Anfangsphase von Hochköpper
Jens Hochköpper erwischte einen Bombenstart, während Jürgen Güllert mit Slicks Vorsicht walten ließ. Dadurch kam erst einmal das halbe Feld am Radical vorbei, der bis auf Position 13 zurückfiel. Jürgen Bender überrumpelte die offenen Sportwagen beim Start und schob sich hinter Hochköpper auf die zweite Gesamtposition. Der Porsche 997 GT3 Cup vom Team Zander-Event mit der Fahrerpaarung Zander/Gazelkowski folgte vor Thorsten Rüffer und Amaduzzi/Glorioso im Gloria C8 P auf Position drei. Für „Lucius Fox“ lief es zu diesem frühen Zeitpunkt des Rennens alles andere als optimal. Auf Gesamtrang zehn war er in der Division 3.1 sogar hinter Andreas Senn und Theo Herlitschka (beide Porsche 997 Cup) zurückgefallen. Das Duo Hans-Peter Koller/Beat Ganz war zwar ebenfalls vorbeigekommen, doch als Gaststarter nicht punkteberechtigt.

An der Spitze drehte Jens Hochköpper in beeindruckender Manier seine Runden. Nach vier Runden lagen bereits 22 Sekunden zwischen ihm und dem Porsche 997 Cup von Jürgen Bender. Der geriet zunehmend unter Druck von Amaduzzi/Glorioso, die mit abtrocknender Strecke immer schneller wurden. In Runde sechs holte sich das italienische Duo den zweiten Gesamtplatz. Auf Position vier lag Thorsten Rüffer, der eigentlich nur ins Ziel kommen musste, um den Titel nach 2008 erneut einzufahren. Koller/Ganz, Zander/Gazelkowski, Theo Herlitschka und „Lucius Fox“ folgten auf den weiteren Plätzen. 

Jürgen Holzer

Jens Hochköpper verbuchte an diesem Wochenende drei Siege

Bender mit großem Vorsprung auf „Lucius Fox“
Mit einem Vorsprung von über einer Minute auf „Lucius Fox“ schien Jürgen Bender auf dem besten Weg zur Titelverteidigung zu sein. In Runde neun stoppte Jens Hochköpper, wodurch die Führung im Gesamtklassement wechselte. Amaduzzi/Glorioso lagen damit mit 29,685 Sekunden Vorsprung auf Thorsten Rüffer in Front. Die sich bessernden Streckenbedingungen kamen auch Jürgen Güllert zugute, der in Runde elf Jürgen Bender überholte. Mirco Schultis nutzte ebenfalls die Gelegenheit um an Bender vorbeizuziehen. Da aber „Lucius Fox“ ebenfalls mit den sich immer stärker abnutzenden Regenreifen zu kämpfen hatte, lief alles für Jürgen Bender. Für Thomas Probst kam in Runde 15 das Aus, als der Porsche 993 GT2 mit gebrochener Hinterachse im Motodrom strandete.

Nach 18 Runden mussten Amaduzzi/Glorioso mit Problemen die Box aufsuchen. Bis zu seinem Stopp führte danach Thorsten Rüffer, ehe in Runde 19 Jürgen Güllert die Spitze übernahm. Erst einmal die Führung in der Tasche, gab der Radical Pilot diese nicht mehr her. „Das war ein ganzes Stück Arbeit“, freute sich Jürgen Güllert nach 80 Minuten über seinen dritten Saisonsieg. Mirco Schultis war gegen Rennende noch einmal mächtig nahe an den Radical herangerückt. Letztlich reichte aber der bereits herausgefahrene Vorsprung zum Sieg. Ganz stark unterwegs war im letzten Rennabschnitt der Ligier von HORAG Racing aus der Schweiz. Nach dem Fahrerwechsel drehte der ehemalige Formel 3 Cup Pilot Patrick Cicchiello mächtig auf und verringerte den Abstand zur Spitze auf 8,676 Sekunden. Mit 1.43,364 ließ sich der Schweizer zudem die schnellste Rennrunde notieren. Wäre das Rennen nur ein paar Minuten länger gestanden, hätte die Reihenfolge im Ziel wohl anders gelautet. So reichte es zu Gesamtplatz drei.

Patrick Holzer

Patrick Cicchiello drehte die schnellste Rennrunde

Thorsten Rüffer verteidigt den Sportwagen-Titel
Weiter vorne hätte wohl auch Jens Hochköpper landen können, dem ein zusätzlicher Stopp viel Zeit gekostet hatte. Mit Gesamtplatz vier sprang dennoch der Sieg bei den GT- und Tourenwagen heraus. Mit drei Siegen, zuvor hatte Hochköpper bereits zweimal in der DMW Tourenwagen Challenge gesiegt, schaffte der Lüdenscheider die Maximalausbeute an diesem Wochenende. Thorsten Rüffer stoppte ebenfalls zweimal, nachdem er sich beim ersten Stopp mit der Reifenwahl vertan hatte. Der siebte Gesamtplatz reichte dennoch zum Gewinn der Sportwagenwertung bei den AvD 100 Meilen vor Jürgen Güllert und Mirco Schultis. „Ich musste als Dritter ins Ziel kommen. Das war unser Mindestziel. Unser großes Problem war an diesem Wochenende der fehlende Boxenfunk. Wir haben dann mit den Regenreifen die falsche Wahl getroffen. Das Auto war kaum fahrbar und ich bin auf der Start- und Zielgeraden Slalom gefahren“, so der Norma-Pilot. „Es ist natürlich schön, wenn man die Saison mit dem Meistertitel hier in den AvD 100 Meilen und in der SCC Division 2 beenden kann“.

Patrick Holzer

Thorsten Rüffer holte nach 2008 erneut den Sportwagen-Titel

Dramatisches Finale bei den GT´s
Weit dramatischer war die Meisterschaftsentscheidung bei den GT- und Tourenwagen. Auch nach dem Fahrerwechsel führte Martin Dechent noch mit beruhigendem Vorsprung auf „Lucius Fox“. Der kam jedoch immer näher heran. Pro Runde machte der schwarze Cup Porsche über sechs Sekunden auf Dechent gut, teilweise sogar zehn. Dadurch kam „Lucius Fox“ in der 35. Runde vorbei und die Tabellenführung wechselte wieder. Bis ins Ziel baute „Lucius Fox“ den Vorsprung noch auf 47,862 Sekunden aus. Hinter Norbert Groer (PRC Honda) fuhr der Porsche auf Position sechs über den Zielstrich.

„Das war sehr spannend, wie das ganze Jahr. Der erste Reifensatz war schlecht und zeitweise lag ich weit zurück. Wir sagten dann entweder oder, entschieden uns beim Reifenwechsel für Slicks. Das war die richtige Wahl und entscheidend für den Sieg“, freute sich „Lucius Fox“ über den AvD 100 Meilen Titel 2009. „Wir haben mit Regenreifen die falsche Wahl getroffen“, war Jürgen Bender dagegen schwer enttäuscht. Platz drei in der Meisterschaft ging an Martin Dechent.

Patrick Holzer

Die starke Anfangsphase reichte für Jürgen Bender nicht zum Titel

Mauro Barisone auf Lucchini-BMW erlebte ebenfalls ein Wochenende zum Vergessen. Fünfmal wurde der Italiener vom Abschleppwagen zurück ins Fahrerlager gebracht. Rekord !! Weit glücklicher waren die vier BMW 325i, die von Stein Motorsport aus Essen an den Start gebracht worden waren. Frank Stein siegte hier vor Falko Fugel.
Patrick Holzer

Artikel vom 19.10.2009

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